Joe Russo

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Interview mit Joe Russo

The Return of the First Avenger: Interview mit den Regisseuren Joe und Anthony Russo


Bei "The Return of the First Avenger" ist zunächst nicht klar, wer hinter der Maske des Winter Soldiers steckt, während Comic-Kenner von Anfang an die Identität des Bösewichts kennen. Wie sind Sie mit diesem Dilemma umgegangen?
Anthony Russo: Bei diesen Filmen ist es schwierig, da man sie im Prinzip für zwei Arten des Publikums macht. Während ein Teil die Mythologie kennt, ist sie dem anderen, größeren Teil des Publikums fremd. Beim Strukturieren der Geschichte müssen wir beide Teile berücksichtigen. Doch am Ende des Tages wird der Film vor allem aus der Perspektive Captain Americas erzählt und das gilt auch für die Enthüllung des Bösewichts. Der Zuschauer erfährt es gemeinsam mit Captain America.

Wie weit konnten Sie mit den politischen Aspekten des Films gehen? Hat sich das Marvel-Studio in der Hinsicht eingemischt?
Joe Russo: Das Studio hat uns durchgehend unterstützt. Marvel-Chef Kevin Feige ist ein brillanter Auteur-Produzent, der versteht, dass man bei den Filmen des Marvel Cinematic Universe verschiedene Wege einschlagen muss, da es sonst irgendwann langweilig wird. Daher hat er uns auch bei den drastischeren Entscheidungen unterstützt. Da es ein politischer Thriller werden sollte, stand für uns fest, dass der Film auch Bezüge zum aktuellen Zeitgeschehen haben muss.


SAN DIEGO, CA - JULY 20: Directors Joe Russo (L) and Anthony Russo attend Marvel Studios' "Thor: The Dark World", "Captain America: The Winter Soldier" and "Guardians of The Galaxy" during Comic-Con International 2013 at Hilton San Diego Bayfront Hotel on July 20, 2013 in San Diego, California. (Photo by Ethan Miller/Getty Images)

An welchem Punkt des Entstehungsprozesses sind Sie zum Film dazu gestoßen?
Anthony Russo: Das ausgezeichnete Drehbuch von Christopher Markus und Stephen McFeely war bereits fertig, als wir an Bord kamen. Bei Marvel ist es so, dass Kevin mit diversen potentiellen Regisseuren spricht. Wir haben dabei zweieinhalb Monate lang eine Art Vorsprechen gehabt, bei dem wir jedes Mal spezifischere Vorstellungen für den Film hatten. Da wir sowohl Comics, als auch politische Thriller lieben, haben wir uns von Anfang an in das Projekt verliebt. Zudem lieben wir, wie Marvel vorgeht. Als ich das erste Mal "Iron Man" sah, war ich begeistert. Am Ende dieses Prozesses wurden wir für den Film verpflichtet und haben uns einige Monate lang mit den Autoren zusammengesetzt und dabei die Action und die Charaktere weiterentwickelt.
Joe Russo: Unter anderem haben wir Caps Isolation stärker in den Mittelpunkt gerückt, einige Dinge umstrukturiert und politische Aspekte hinzugefügt.
Anthony Russo: Das Tolle bei diesem Entstehungsprozess ist, dass Kevin und die anderen Leute bei Marvel nicht wollen, dass man ihnen sagt, was sie ohnehin schon denken. Sie wollen, dass man sie überrascht und die Dinge in eine Richtung führt, auf die sie selbst nicht gekommen wären. Zudem wussten wir am Ende dieses kreativen Prozesses ganz genau, was für einen Film wir machen wollten.

Wie war es, bei "The Return of the First Avenger" mit Robert Redford zusammenzuarbeiten?
Anthony Russo: Es war unglaublich, mit ihm zu arbeiten. Er ist sehr professionell und ein toller Mensch, der uns am Set sehr inspiriert hat. Als wir das erste Meeting mit ihm hatten, sagte er uns ganz offen, dass er keine Ahnung von diesen Filmen hätte [lacht]. Das war ein toller Ausgangspunkt. Ich glaube, dass es sehr reizvoll für ihn war, etwas Neues zu machen.
Joe Russo: Zudem ist er politisch sehr interessiert und hat dementsprechend das Drehbuch sehr zu schätzen gewusst.
Autor: Carlos Corbelle