George Newbern

George Newbern ©

Daten und Fakten

Geburtstag:
10.12.1964
Geburtsort:
Little Rock, Arkansas, USA


zum Interview mit George Newbern

Filmographie George Newbern

George Newbern hat in folgenden Filmen mitgewirkt, als:

Darsteller:





Interview mit George Newbern

„SANTA PFOTE 2“ KURZINTERVIEW
„Wenn ich etwas verändern könnte, würde ich die Herzen der Menschen ändern.“
Schauspieler George Newbern über den Weihnachtsgeist, Verantwortung und einen Herzenswunsch -

Da die Protagonisten in „Santa Pfote 2“ lebendige Hunde sind: wie schwer ist es wirklich, mit Tieren zu drehen?
Santa Pfote 2 - Die Weihnachts-Welpen Zwar hatte ich in meinen Szenen als Thomas nicht wahnsinnig viel mit den Hunden zu tun, aber es ist tatsächlich schwierig, weil sie am Stück nicht mehr als 10 Minuten arbeiten dürfen. Die Besonderheit bei unseren Hunden war es, dass sie im Film sprechen sollten. Um das später echt aussehen zu lassen, mussten sie sich auf die Kamera konzentrieren. Man musste also aufpassen, sie aus Unachtsamkeit nicht abzulenken. Dazu kam, dass wir nicht mir erwachsenen Hunden arbeiteten, sondern mit Welpen. Sie waren so jung, dass sie im Voraus kaum für den Film ausgebildet werden konnten, sodass die Arbeit mit ihnen wirklich eine Herausforderung war. Obwohl ich am Set also nicht viel mit ihnen zu tun hatte, konnte ich doch beobachten, dass der Dreh mit ihnen extrem viel Zeit in Anspruch nahm. Sie waren wirklich süß, aber die On-Set Arbeit mit ihnen war nicht weniger schwierig als die mit einem menschlichen Baby.

Psychologen unterteilen die Leute gerne in Hunde- und Katzenmenschen. Wie steht es mit Ihnen: würden Sie sich selbst eher als Hunde- oder Katzenmensch sehen?
Ich bin ganz und gar Hundemensch. Ich habe nichts gegen Katzen, aber ich genieße ihre Gesellschaft nicht gerade. Ich finde, sie zeigen wenig Interesse gegenüber Menschen, weil sie kaum auf sie angewiesen sind. Anders als Hunde sind sie wahnsinnig selbstständig.

Nachdem „Santa Pfote 2“ ein echter Weihnachtsfilm ist: was ist der Weihnachtsgeist für Sie?
Für mich und meine Familie geht es an Weihnachten tatsächlich noch um Christi Geburt. Natürlich schenken wir uns etwas und die Kinder nehmen an hiesigen Weihnachtsveranstaltungen teil, aber grundsätzlich bemühen wir uns jedes Jahr, das Weihnachtsfest ruhig und friedvoll anzugehen. Wir versuchen, uns nicht zu sehr von all der Hektik und all dem Chaos mitreißen zu lassen, das zu Weihnachten auf den Straßen herrscht.

Im Film erfüllen die Welpen eine Menge Weihnachtswünsche, wobei ein Wunsch, der erfüllt wird, nicht immer Freude bereitet, sondern oft Leere hinterlässt. Kennen Sie das Gefühl, ein Stück Antrieb zu verlieren, wenn man ein Herzensziel erreicht?
Ja, auf eine Weise kenne auch ich dieses Gefühl. Als ich Anfang 20 nach Los Angeles ging, um Schauspieler zu werden, hatte ich nicht erwartet, dass die Dinge sich für mich so schnell entwickeln würden. Ich hatte mir nichts sehnlicher gewünscht, doch als es dann plötzlich so schnell passierte, stolperte ich kurz darauf in eine Art Tief: ich konnte mich selbst kaum mehr verstehen und fühlte mich, als hätte ich ein Stück Sinn verloren. Ich denke, hätten die Dinge sich langsamer entwickelt, wäre das wahrscheinlich nicht passiert und ich hätte es mehr genießen können, den Wunsch in Erfüllung gehen zu sehen.

Hätten Sie einen Wunsch frei – welcher wäre das?
Hätte ich die Macht, durch einen Wunsch etwas zu verändern, würde ich mir wahrscheinlich wünschen, dass all das gegenseitige Bekriegen und all die Gewalt ein Ende nimmt – auch die kranken Religionskonflikte, die heutzutage vollkommen außer Kontrolle geraten. Alle in allem würde ich wohl die Herzen der Menschen ändern wollen…

Eine Lektion, die „Santa Pfote 2“ uns lehrt, ist die, dass Macht mit Verantwortung zusammenhängt. Was macht eine verantwortungsvolle Tat aus?
Ich denke, eine verantwortungsvolle Handlung ist niemals eigennützig, sondern immer auf andere bezogen. Verantwortung beinhaltet einen gewissen Grad Selbstlosigkeit, sodass derjenige, der verantwortungsvoll handelt, Andere vor das eigene Selbst stellt.

Da sich wohl jeder von uns schon einmal unverantwortlich verhalten hat: erinnern Sie sich an eine Situation, in der Sie richtig verantwortungslos gehandelt haben?
Natürlich, nicht nur an eine! Bis ich Mitte 20 war, tat ich einen ganzen Haufen verantwortungsloser Dinge. Ich will mich gar nicht mehr daran erinnern, welche genau das waren, weil ich sie dann im Geiste nochmal durchleben müsste. Ich weiß nur, dass es wirklich eine Menge waren. (lacht)

Neben „Santa Pfote 2“ erscheint 2012 ja auch Ihr Komödienprojekt „3 Day Test“, in dem Ihr Charakter seine Familie für 3 Tage von der Außenwelt abschottet…
Ja, wir beendeten die Dreharbeiten vergangenes Frühjahr. Das Konzept zu „3 Day Test“ ist für mich wahnsinnig interessant: ich kann mich mit der Story des Films persönlich identifizieren und verstehe absolut, dass meine Figur beschließt, seine Familie 3 Tage von der Außenwelt zu trennen, um sie wieder näher zusammen zu bringen.

Denken Sie, von Zeit zu Zeit sollte jeder von uns sich eine Auszeit von der Welt dort draußen nehmen, um sich selbst nicht zu verlieren und sich darüber klar zu werden, was wirklich zählt?
Absolut! Ich glaube, heutzutage denken viele Menschen, dass I-Phone und Computer wie durch Magie ein Miteinander ermöglichen, doch im Endeffekt passiert genau das Gegenteil: das Facebook-Zeitalter trennt die Menschen. Es ist heute schwieriger als je zuvor, sich selbst und einander nicht zu verlieren. Ich glaube, unser Elektronisches Zeitalter entfernt die Menschen mehr voneinander, als es sie verbindet, was im Endeffekt dazu führt, dass sie unglücklich werden.

Halten Sie es für möglich, dass Menschen, die sich gezwungen fühlen, beispielsweise über Facebook und Co ständige Verbindung mit dem Dort-Draußen zu halten, womöglich Angst vor ihrem eigenen Inneren haben?
Das könnte tatsächlich psychologischen Fakten entsprechen. Mir gefällt dieser Gedanke: in genau diesem Sinne ist es vielleicht ratsam, sich gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit öfter einen stillen Moment zu nehmen, alle Geräte abzuschalten und sich zurückzulehnen, um sich über das eigene Selbst klar zu werden…

Um abschließend noch einmal auf Ihre Person zurückzukommen: Sie haben vor einiger Zeit einen eigenen Kurzfilm ins Leben gerufen. Planen Sie für die nächsten Jahre vielleicht sogar ein eigenes Spielfilmprojekt?
Ich hatte in den letzten Jahren sehr viel mit Fernsehregisseuren zu tun und habe mit einigen von ihnen viel Zeit verbracht, um dazuzulernen. Ich weiß, dass die meisten Leute sich wünschen würden, einen Spielfilm ins Leben zu rufen, aber mein Herzenswunsch ist es tatsächlich, Fernsehfilme zu machen. Ich weiß, wie hart diese Arbeit ist, aber ich liebe das Episodische und daher habe ich mir mittlerweile genau das zum Ziel gesetzt. Wie lange es noch dauern wird, kann ich nicht genau sagen, weil es alles eine Sache des Timings ist, fest steht aber, dass ich es mir zur neuen Herausforderung gemacht habe und dass es passieren wird. Ob schon kommendes Jahr oder später, wird sich noch herausstellen.