True Blood - Die komplette fünfte Staffel - DVD

DVD Start: 28.06.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 642 min

True Blood - Die komplette fünfte Staffel Serie -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In der fünften Staffel geht es um alles – um das Schicksal der gesamten Menschheit. Sookie muss die Schüsse auf Tara und ihre eigenen, unkontrollierbaren Feenkräfte verarbeiten, Bill und Eric werden von der Vampirinstitution „Die Autorität“ zum Handeln aufgefordert. Alcide kämpft gegen die neuen Werwölfe J.D. und Martha; Sam sucht nach Gestaltenwandler-Mördern, und Jason leidet darunter, dass er Jessica anziehend findet. All das mündet in eine bösartige, blutige Auseinandersetzung zwischen der Autorität und den blutrünstigen Vampir-Fundamentalisten – weder Lebende noch Tote bleiben ungeschoren in dieser unerbittlichen, actionreichen Staffel des HBO-Phänomens aus dem Jenseits.

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DVD Details

Medienanzahl: 5
Regionalcode: 2
Vertrieb: Warner Home Video
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)br>Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Spanisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen

DVD Kritik zu True Blood - Die komplette fünfte Staffel

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 9/10


Mit Zähnen und Klauen - Anlässlich des Erscheinens der fünften Staffel der Erfolgsserie, werden hier einige Gedanken zu der gesamten Serie geschildert. „True Blood“ basiert auf einer Romanreihe um die Heldin Sookie Stackhouse, welche insbesondere im Zuge des „Twilight“-Booms lanciert worden war. Ähnlichkeiten sind da durchaus vorhanden und so reiht sich „True Blood“ ein in ähnliche popkulturelle Phänomene wie den Spielfilmen des „Twilight“-Universums und der anderen großen TV-Vampirserie „Vampire Diaries“. Dennoch ist „True Blood“ die beste Serie dahingehend, da sie eindeutig erwachsener ist und sich an ein älteres Publikum richtet. Weder druckst sie herum was den Horroranteil betrifft, noch verschweigt sie die romantische Liebe und die damit einhergehenden Herzensverwirrungen. Abgesehen von der Grundidee, ein männlicher Vampir verliebt sich in ein Menschenmädchen und es kommen dann die Zwistigkeiten zwischen den verschiedenen Spezies und die Unmöglichkeit einer gemeinsamen Zukunft zum Vorschein, haben die Serien nicht mehr viel gemein. Richtet sich „Twilight“ vor allem an Geschmacksverirrte, ist „Vampire Diaries“ eher an Teenager ausgerichtet. Allein schon die deutliche Erotik und die blutige Gewalt machen „True Blood“ eher für ein reiferes, sprich erwachsenes, Publikum zugängig. Hier gibt es keine religiöse Verbrämtheit wie in „Twilight“ (Jungfrauengeburt, peinlicher geht es wohl nicht), sondern die Religion wird zwar nicht per se kritisiert, aber durchaus deren Instrumentalisierung für politische und persönliche Zwecke. Insofern ist diese Sichtweise weder naiv, noch missionarisch. War in der ersten Staffel noch die Liebesbeziehung die einzige zentrale Stelle, um die sich alles anderes drehte, so tauchten dann schon in der zweiten Season die menschlichen Eiferer in Form einer Sekte auf. Doch nicht nur die Menschen, sondern auch die Vampire sind für religiösen Eifer anfällig und in der fünften Staffel gibt es da so einige Überraschungen. Da wird besonders deutlich, wie unheilvoll die Kombination von Politik und Religion sein kann. Und wie sehr sich die Macher der Serie was trauen, da dieser Aspekt auch eindeutig gegen die Politik eines George W. Bush und der Tea-Party Bewegung gerichtet ist. Die offene Erotik, wozu auch die Homosexualität und, in abgemilderter Form, Inzest gehört, dürfte bei den puritanischen Amerikanern für einiges Aufsehen gesorgt haben. Aber nicht nur in dieser Hinsicht der schwülen Erotik hebt sich die Serie meilenweit von anderen Genremitläufern ab. Generell gesehen kommen hier nämlich sehr viel mehr nicht-menschliche Wesen vor als in den anderen genannten Produktionen. Werwölfe und die damit verbundene emotionale Verwirrung ist der Heldin (ab der dritten Staffel) ist zwar ein eindeutiges Zugeständnis an „Twilight“ und das die Wolfsrudel als Rockerbanden stilisiert werden etwas peinlich, aber gerade die Vielzahl der Wesen führt zwar zu einem aufgeblähten Bombast, erhöht aber auch die Spannung, da man oft nicht weiß, was hinter einer Person steckt und wie eigentlich deren Motive aussehen. Das macht alles nicht nur spannend, sondern auch abwechslungsreich. Denn mal ehrlich: wer hätte gedacht, das hier noch Feen auftreten werden (dritte Staffel), die dann noch in der vierten ganz gegen die Konvention geschildert werden. Jedenfalls wird man immer wieder zu einer faszinierenden Reise eingeladen, der man gerne folgen mag. Auch die bislang letzte Staffel, also die aktuelle fünfte, macht immer noch Lust auf mehr. Wer hätte gedacht, dass am Ende der vierten Season der Bruch zwischen Sookie und Bill wirklich so tief geht und in der aktuellen Staffel die beiden zentralen Figuren auch kaum gemeinsame Szenen haben? Verschwinden in der dritten Staffel einige zentrale Nebenfiguren, so machen in der fünften die Helden an sich so einiges durch. Interessanterweise werden auch manche zwiespältige Charaktere eher zur guten Seite gezogen (Erik) und umgekehrt. So wird Bill zunehmend böse. Oder doch nicht? Diesen Weg hätte wohl niemand nach den ersten beiden Staffeln geahnt. Dort ging es ja vornehmlich noch um die Etablierung dieser Fantasiewelt, das Zusammenfinden der beiden Liebenden und ihre Verteidigung der Liebe gegenüber der ablehnenden Umwelt. Generell liegt eine der wenigen Schwächen der Serie darin, dass die Hauptcharaktere lange Zeit kaum einen Wandel durchmachen, was angesichts dessen, was sie immer erleben und erleiden mussten kaum glaubhaft ist. Vor allem sei hier Sookie erwähnt. War sie in der ersten Staffel noch eine recht starke Frau, verkam sie in der zweiten und dritten Staffel zu einem naiven Dummchen, die sich fast immer auf andere verlässt, blindlings in die Gefahr rennt, trotz mehrfacher Warnungen, und damit andere zu Schaden kommen lässt. Das machte sie immer mehr zu einer Nervensäge, was bei einer Heldin eigentlich nicht geschehen sollte. Angesichts der interessanten Nebenfiguren blieb man dennoch dabei. In der fünften Staffel kommt da aber ein Bruch und es wird Sookie ihre naiven und impulsiven Verhaltensweisen offen vorgeworfen und sie muss ihre Fehler einsehen. Zum Glück ist sie in der aktuellen Staffel nicht mehr so zickig hilflos. Die Nebenfiguren waren da ja schon oftmals sehr viel interessanter. Jason etwa ist von Natur aus dumm bis zu einer einnehmenden Naivität, muss aber auch so einiges mitmachen. Angesichts der geistigen Kapazität ist da aber nur wenig Spielraum. Tara ist bisweilen mit ihrer permanenten Aggressivität ebenso nervig wie die Hauptperson, wobei diese Ambivalenz zwischen Aggression und Fürsorglichkeit in der fünften Staffel noch am meisten Sinn ergibt. Es ist immer ein Balanceakt. Man darf die Figuren nicht stark verändern, da sie sonst nicht mehr vom Publikum erkannt oder akzeptiert werden, aber ohne eine jegliche Entwicklung steht alles auf der Stelle. Und dann werden einzelne Handlungen unglaubhaft. Etwa die Beziehung, bzw. der Bruch zwischen Jessica und Hoyt, der erst durch den Betrug in der vierten Staffel glaubhaft wird. Aber trotz der vielen Figuren, die man, seien sie nun gut oder böse, lieb gewinnt, gehört doch die interessanteste charakterliche Entwicklung der Figur der Jessica und wie sie sich im Laufe der Serie in ihr Vampirdasein hineinfindet. Und es ist sogar noch mit der Mischung aus Unschuld, Bösartigkeit, Liebe, Verzweiflung und dem Bösen am besten gespielt, da hier das Hin- und Hergerissen sein zwischen den Resten des Menschseins und der Vampirform am deutlichsten wird. Angesichts der vielen verschachtelten Stränge braucht man zwar Aufmerksamkeit, die man der formidablen Serie aber gerne schenkt. Und angesichts des monströsen Cliffhangers am Ende der äußerst gelungenen fünften Staffel kann man die sechste kaum noch erwarten. Hoffentlich ist sie dann ebenso spannend und abwechslungsreich wie die bisherigen.

Die Extras sind im Laufe der Staffeln nicht immer gelungen, aber es sind immer gute technische Ausstattungen bei dem Ton und dem Bild festzustellen. Grob geschätzt, besitzt rund die Hälfte aller Episoden einen Audiokommentar, welche manchmal nicht unbedingt gelungen sind, weil sie sich im Eigenlob gefallen. Manchmal gibt es mit den „Postmortems“ (wie die Extras der dritten Staffel genannt werden) immer auch einige kleine nette Specials, die von interessant bis peinlich reichen. Die Extras über die Werwölfe und vor allem den Dreh mit den Tieren sind gelungen, aber dann gibt es so peinliche Sachen wie fiktive Dokumentationen, aber auch nette Ideen wie ein gefakte Interviews oder ähnliches. Oft werden in den Extras Sachen ausführlicher geschildert, die in der jeweiligen Episode nur kurz im Hintergrund einer Szene eine Rolle spielte. Aber oft sind die Extras, die generell gesehen eh nicht gerade vielfältig sind, sehr werbelastig und voller Eigenlob. Bei der fünften Staffel etwa sind die einzelnen Hintergrundberichte nur Rechtfertigungen und kleine inhaltliche Zusammenfassungen dessen, was in der jeweiligen Episode geschah.

Auch die fünfte Staffel der Serie überzeugt und kann gleich für mehrere herbe Überraschungen und Wendungen sorgen. Spannend, abwechslungsreich, immer noch erotisch und recht blutig, kann „True Blood“ immer noch seinen Thron (neben „Buffy“) der Fernseh-Vampire behaupten.

by Jons Marek Schiemann


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