Supergirl - Die komplette 2. Staffel - DVD

DVD Start: 23.11.2017
FSK: 12

Supergirl - Die komplette 2. Staffel Serie -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Kara Danvers wiegt sich nicht mehr in der Sicherheit, Cat Grants Assistentin bei Catco Worldwide Media zu sein, weil sie herausfinden möchte, was sie wirklich mit ihrem Leben anstellen will. So arbeitet sie weiter mit Hank Henshaw und ihrer Adoptivschwester Alex beim DEO als Supergirl, um die Bürger von National City zu schützen und ihren verschwundenen Vater Jeremiah und das geheime Forschungslaborprojekt Cadmus zu suchen. Auf dem Weg dorthin verbündet sie sich in der zweiten Staffel von "Supergirl" mit ihrem kryptonischen Cousin Kal El/Superman, um neue irdische und außerirdische Bösewichte aus dem DC Universe zu bekämpfen, während sie versucht, ihr geschäftiges Leben als Superheldin und ihr Privatleben mit ihren Freunden/Verbündeten James Olsen und Winn Schott unter einen Hut zu bringen.

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DVD Details

Medienanzahl: 5
Regionalcode: 2
Vertrieb: Warner Home Video
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Werbeauftritt auf der San Diego Comic Con, Gespräch mit Kevin Smith, Audiokommentar, Specials

DVD Kritik zu Supergirl - Die komplette 2. Staffel

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 9/10


Toleranz im Cape
Eines der zentralen Themen der ersten Staffel von „Supergirl“ war die Selbstfindung. Kara musste lernen ihr Berufsleben, ihr Privatleben und ihr Dasein als Heldin unter einen Hut zu bringen. Damit sprach sie durchaus vielen Zuschauerinnen aus der Seele die darum ringen, Berufs- und Privatleben unter einen Hut zu bringen. Kara hat es da noch schwerer gehabt, da sie gleich drei Rollen erfüllen musste. Das schnitt verschiedene Themen an, die sich vorzugsweise darum drehten, herauszufinden wer man ist und welche Rolle man im Leben spielen will. In der zweiten Staffel setzt sich das durchaus fort. Wenngleich weitaus weniger ausgeprägt als zuvor. Das Ringen um die eigene Rolle betrifft hier mehr die Nebenfiguren. Der Martian Manhunter ist eine Art Vater für sein Team, dessen Grundsätze in das Wanken geraten als er eine Außerirdische trifft, welche seine Überzeugungen in Frage stellt. James Olsen ist es leid, immer im Schatten anderer Helden, erst Superman, dann Supergirls, zu stehen und strebt selbst eine Karriere als Superheld an. Karas Schwester hingegen findet eine gänzlich andere Rolle indem sie ihre Homosexualität entdeckt. All diese Veränderungen sind eine Belastungsprobe für Supergirl, die ihre eigene Berufung finden will und zu scheitern droht.

Supergirl (Melissa Benoist) mit Alex (Chyler Leigh)
Supergirl (Melissa Benoist) mit Alex (Chyler Leigh) © Warner Home Video
Das hat auch was mit der Figur generell zu tun. Supergirl wirkte fast immer wie ein schwächerer Abklatsch von Superman. Zur Tarnung trägt sie ebenso wie ihr Cousin eine Brille, geht dem Beruf der Reporterin nach und verhält sich manchmal ebenso bewusst tollpatschig. Das wird hier in den ersten zwei Episoden schön aufgriffen wenn Superman zu Besuch weilt, er aber gerne im Schatten seiner Cousine steht. Dennoch sind die Ähnlichkeiten im Privatleben unübersehbar. Was die zweite Staffel aber zu etwas ganz besonderem macht, ist die Tatsache, dass sich so gut wie alles um Toleranz dreht. Das kann man als einen Kommentar zu der aktuellen gesellschaftlichen Stimmung in den USA unter einem Präsidenten Trump sehen in der alle leisen Töne im Gepolter untergehen und Diskriminierungen deutlich zu Tage treten. Das betrifft hier nicht nur die Homosexualität von Karas Schwester, welche angenehm unaufgeregt eingeführt wird. Vielmehr steht hier das eigene persönliche Ringen um ein Coming Out im Mittelpunkt. Ein Zeichen dafür, dass lesbische Liebe in der Gesellschaft angekommen ist. Aber das Thema Toleranz betrifft hier die Außerirdischen die auf der Erde leben. Die geheime Bruderschaft Cadmus, ein alter Gegner von Superman, will alle Außerirdischen loswerden. Sei es durch Deportation, Terror oder Mord. Man kann hier für die Außerirdischen auch ethnische Minderheiten, Religionsgemeinschaften oder geistig Abweichende nehmen und schon hat man einen Kommentar zu dem verschärften Klima in den USA, verpackt in eine spannende, actionreiche und mit sehr guten Tricks versehene TV-Staffel. Vor allem die Beziehungen zwischen Menschen und Aliens werden immer wieder auf eine Probe gestellt und jede Figur wird mit ihren eigenen Vorurteilen konfrontiert.

Supergirl (Melissa Benoist) bekommt Unterstützung von Superman (Tyler Hoechlin)
Supergirl (Melissa Benoist) bekommt Unterstützung von Superman (Tyler Hoechlin) © Warner Home Video
Was auch Supergirl mit einschließt, die Vorurteile gegenüber einem anderen Volk hat und eine Frau bewusst in Schutz nimmt, weil alle anderen ihr mit Vorbehalten begegnen. Zudem ist Supergirl manchmal blind für die anderen, nimmt sie als gegeben und verweigert sich den Änderungen. Das gibt dem Charakter mehr Tiefe, macht sie aber manchmal auch unsympathisch. Aber sonst wäre sie zu perfekt. Nervig wird es nur dann, wenn immer wieder der Satz fällt „Wir müssen reden“ oder „Ich rede mit ihr / ihm“ wonach wieder einmal ein beziehungsklärendes Gespräch geführt wird. Ganz sind die Einflüsse von Soap Operas nicht von der Hand zu weisen und vieles klärt sich dann episodengerecht schnell auf, was sehr unglaubwürdig ist. Manche Aspekte hätte man hier ernster nehmen können. Aber abseits von diesen Themen gibt es auch noch genügend Action und man kann sich an einigen alten Feinden von Superman und Supergirl erfreuen. So gibt es etwa Auftritte von Metallo, Parasit und Cyborg Superman sowie dem Kobold aus der fünften Dimension mit dem unaussprechlichen Namen. Auch sind hier die Crossover mit Flash zu finden. Jedenfalls besitzt diese Staffel eine wohltuende, überraschende Tiefe und kann diese mit Action, Witz und Dramatik würzen, weswegen sie schnell süchtig macht.

Supergirl (Melissa Benoist) wir dauch in dieser Staffel gefordert
Supergirl (Melissa Benoist) wir dauch in dieser Staffel gefordert © Warner Home Video
Das Bild und der Ton sind hervorragend. Die mannigfaltigen Extras umfassen den Werbeauftritt auf der San Diego Comic Con, ein Gespräch mit dem Produzenten und dem Kult-Regisseur Kevin Smith der auch hier wieder eine Episode inszeniert hatte, selektiv einen Audiokommentar und Specials über die Herstellung der Tricks.


Fazit:
Auch wenn manche Soap Opera Elemente nerven und unlogisch sind, so kann die Staffel nicht nur durch Action, Witz und Drama überzeugen, sondern auch mit dem roten Faden der Toleranz. Hier wird jeder mit seinen Vorurteilen konfrontiert. Eine gut und unterhaltsam verpackte Botschaft in Zeiten in denen es mehr als nötig ist.

by Jons Marek Schiemann


DVD und Blu-ray zu Supergirl

DVD
Supergirl - Die komplette 1. Staffel Supergirl - Die komplette 1. Staffel
DVD Start:
17.11.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 841 min.

zur DVD Kritik

Supergirl - Die komplette 2. Staffel Supergirl - Die komplette 2. Staffel
DVD Start:
23.11.2017
FSK: 12

zur DVD Kritik

Blu-ray
Supergirl - Die komplette 1. Staffel Supergirl - Die komplette 1. Staffel
Blu-ray Start:
17.11.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 876 min.

Supergirl - Die komplette 2. Staffel Supergirl - Die komplette 2. Staffel
Blu-ray Start:
23.11.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 880 min.