Sanctuary - Staffel 2 - DVD

DVD Start: 04.03.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 560 min

Sanctuary - Staffel 2 Serie -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Zu Beginn der zweiten Staffel trifft Dr. Helen Magnus auf ihren alten Freund Jimmy, der dabei hilft, einen speziellen Abnormalen zurück zur Zentrale zu bringen. Doch die wertvolle Ware weckt die Aufmerksamkeit einer gefährlichen Horde. Gleichzeitig versucht sie einer geheimnisvollen Verbindung zum Kult von Kali nachzugehen. Dessen Anhänger können angeblich zukünftige Katastrophen vorhersagen. Die Verbindung hat vor die Mächtigsten der Abnormalen auf der Erde zusammenzusetzen für einen finalen Schlag gegen das Gute. Zusätzlich versucht man ihr einen entsetzlichen Mord anzuhängen. Als die Beweise immer erdrückender werden, fällt es schwer, entlastende Argumente und Indizien zu finden, die ihre Unschuld beweisen.

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DVD Details

Medienanzahl: 4
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen

DVD Kritik zu Sanctuary - Staffel 2

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Gefühle und Monster
Nun erscheint auch die zweite Staffel von „Sanctuary“ auf DVD. Zu Beginn fällt der große Mut der Macher auf. Oder die Dreistigkeit, je nachdem. In den ersten beiden Episoden der neuen Staffel sterben nämlich zentrale Figuren der ersten Staffel und das Sanctuary-Netzwerk wird an den Rand der Zerstörung gebracht. Damit eine neue Staffel zu beginnen ist schon außergewöhnlich. Es wirkt so, als ob das Finale einer Staffel an den Anfang einer neuen gepackt wurde (das wäre dann der dreiste Aspekt). Auf jeden Fall ist sehr mutig, zentrale Figuren schon zu Beginn sterben zu lassen. Generell sind die Effekte sehr gut gelungen und die CGI fällt auch nicht sonderlich auf. Demgegenüber sind die Masken gerade der Monster recht billig geraten, was der ganzen Serie einen etwas trashigen Charme verleiht. Das mag bewusst so gehalten sein, da ansonsten gerade die Details liebevoll eingesetzt werden. Jedes Monster, oder um in der Sprache der Serie zu bleiben: „Abnormen“, haben eigenen Charakter. Die Serie bietet Spannung, Humor, Dramatik. Manchmal wird sie etwas rührselig, besonders gegen Ende der dritten Episode, wo der Kitsch in Kauf genommen wird. Dennoch sind die Charaktere in ihrer Mischung sehr interessant. Vor allem der Neuzugang zu dem Team ist zu Beginn alles andere als durchschaubar. Wer sich für die Comicserie „B.U.A.P.“ interessiert und auch ein Fan von „Akte X“ ist, wird hier sehr gut bedient. Vor allem nimmt sich die Serie nicht immer sehr ernst, was man schön an der Episode „Die zweite Haut“ sehen kann, in der Superhelden parodiert werden. Für Einsteiger ist der Beginn erst relativ schwer, weil die erste Staffel nahtlos fortgeführt wird. Später (ab der dritten Episode) wird es einfacher, aber es werden in der Staffel immer wieder Bezüge auf die erste genommen. Nervig ist die häufige Anwendung des Split-Screen-Verfahrens. Die Technik nervt und ist eigentlich seit den 70er Jahren out. Es müssen schon zwingende dramaturgische Gründe vorliegen, die dieses Verfahren rechtfertigt. Und da gibt es nur einen: die zeitliche Gleichzeitigkeit von Geschehnissen wie in „24“. Hier ist es aber nicht gegeben, sondern nur dramaturgisch überflüssig. Man macht es wahrscheinlich, weil man es kann. Oder soll es gar parodistisch gegenüber „24“ gemeint sein? Angenehm ist hingegen, dass die Charaktere keine Superhelden oder unantastbar sind. Sie müssen auch herbe Niederschläge einstecken und gehen nicht bei jeder Episode als Sieger hervor. Stellenweise wird in den Handlungen sogar das Ende der Welt in Kauf genommen („Patient Null“) und nur weil der Egoismus die Oberhand behält. Leider werden gerade emotionale Aspekte teilweise nicht konsequent fortgeführt. So bleibt die Trauer um ein Teammitglied nach der dritten Episode stecken und kommt erst mal nicht wieder vor. Anderes ist nicht unbedingt logisch. Etwa wenn Henry, obwohl er es eigentlich will und die Frau ihm ihre Liebe gesteht , eine Beziehung ablehnt, weil der Ehemann der Frau sein Freund ist, kräuseln sich einem sämtliche Haare. Schließlich hat dieser Freund versucht, Henry zu töten. Da kann man doch schon mal eine Beziehung mit dessen Frau eingehen. Was aber einen zusätzlichen großen Reiz der Serie ausmacht, ist die Selbstironie und die vielen popkulturellen Verweise. So werden häufig andere Filme und Comics genannt. Am Ende der letzten Episode gibt es auch in den Straßen der indischen Stadt Mumbai einen Tanz, der auch in einem Bollywoodfilm vorkommen könnte. Ansonsten endet die Staffel mit einem wahren Cliffhanger, so dass der Zuschauer gefesselt auf die dritte Staffel wartet. Und deswegen auch ein bisschen unbefriedigt ist.

Der Ton und das Bild sind sehr gut. Alle Episoden erscheinen mit Audiokommentaren, welche meist witzig und interessant sind. Leider haben sie keine deutschen Untertitel. Auch ansonsten ist die Staffel auf der letzten Disk mit Extras vollgestopft. Mal abgesehen von der sehr unterschiedlichen Qualität hat leider kein Extra deutsche Untertitel. Da sollte dem Zuschauer wohl mal die Möglichkeit gegeben werden, sich mit dem kanadischen Akzent vertraut zu machen. Das Feature „International“ beleuchtet die Gründe, warum man das Sanctuary global erweitert hat. In der ersten Staffel war ja nur eins zu sehen, wohingegen in der zweiten Staffel das Team fast die ganze Welt bereist. „Amanda führt Regie“ zeigt die Hauptdarstellerin Amanda Tanning bei der Regie einer der Episoden und beleuchtet eigentlich nur das Eigenlob. „Anatomie einer Episode“ ist hingegen ein wirklich gelungenes Making Of. „Visuelle Effekte“ verblüfft den Zuschauer doch ziemlich. So ist es der Serie kaum anzumerken, dass so gut wie alles vor einer Green Screen gefilmt worden war. Fast alle (!) Hintergründe kommen also aus dem Computer. „Sanctuary für Kinder“ ist ein Spendenaufruf für eine Stiftung, die sich um Kinder kümmert. Das Feature „Comic-Convention“ zeigt Produzenten und Darsteller auf einer ebensolchen. Das ist zwar recht witzig, aber aufgrund des schlechten Tons und mangelnder Untertitel so gut wie nicht verständlich. Gleich mehrere Features sind Videoblogs und Tagebücher des Darstellers Robin Dunne und stellenweise sehr banal, geben aber einen recht guten Eindruck von den Dreharbeiten. Ebenso wie das Feature über den Tanz in Mumbai. Dann gibt es noch Pannen und Features über das, was in der zweiten Staffel zu erwarten ist. Das sind natürlich Werbemaßnahmen und für alle die gerade die Staffel gesehen haben, überflüssig. Die „Davor und Danach“ Effekte sind aber wieder sehr interessant. Neben einem Special darüber warum es eine kanadische Serie ist, wird das Ganze durch alternatives Material abgerundet.

Aufwendig, spannend, fantasievoll, selbstironisch. Eine gelungene Fantasyserie, die in der Verfolgung von den emotionalen Zuständen der Figuren leider nicht immer konsequent ist. In mancher Hinsicht ist sie aber auch mutig. Allein der große Cliffhanger am Ende der Staffel ist etwas zwiespältig.

by Jons Marek Schiemann


DVD und Blu-ray zu Sanctuary - Wächter der Kreaturen

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