S.W.A.T. - Die komplette erste Season - DVD

DVD Start: 27.09.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 905 min

S.W.A.T. - Die komplette erste Season Serie -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In S.W.A.T. wird Shemar Moore als ehemaliger Marine Daniel "Hondo" Harrelson, ein in Los Angeles geborener und aufgewachsener S.W.A.T Sergeant, damit beauftragt, eine spezielle neue taktische Einheit zu leiten, die als letzte Station in der Strafverfolgung gilt. Die Liebe zu seiner Geburtsstadt und seine Treue zu seinen Kollegen machen aus Hondo einen ausgezeichneten Teamleiter und helfen ihm dabei, die Kluft zwischen beiden Welten zu überbrücken.

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DVD Details

Medienanzahl: 6
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Dänisch, Finnisch, Holländisch, Norwegisch, Schwedisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Entfallene Szenen & Outtakes

DVD Kritik zu S.W.A.T. - Die komplette erste Season

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Politische Muskelspiele
Bei einer Serie mit dem Titel “S.W.A.T.” weiß man, was man erwarten kann, schließlich kennt man die Spezialeinheiten der Polizei mit dem Namen Special Weapons And Tactics die nicht für Ermittlungen zuständig sind, sondern für Zielangriffe. So versuchen sie weniger einen Mörder zu entlarven, sondern lösen Geiselnahmen, stürmen Gebäude und sind für Kampfeinsätze zuständig. Man stellt sich also auf ein reines Testosteronspiel ein, wobei kernige Typen und taffe Frauen den Bösen ordentlich in den Hintern treten und dabei gerne pathetisch und vielleicht sogar patriotisch werden. Das ist für zwischendurch ja ganz nett. Aber man wird hier doch recht überrascht. Sogar im positiven Sinne. Dabei ist die erste Überraschung schon im Vorspann versteckt. Als man sich noch darüber wundert das der Soundtrack so dermaßen altmodisch nach den Serien aus den 1970er oder 1980er Jahren klingt, liest man das die Serie auf einer anderen basiert. In der Tat kann man diese Serie als eine Ausweitung des gleichnamigen Spielfilms aus dem Jahre 2003 und einem Remake einer Serie sehen, die in Deutschland 1975 unter dem Titel „Die knallharten Fünf“ lief. Natürlich geht es hier um ein S.W.A.T.-Team welches klischeehaft multiethnisch durchsetzt ist und verschiedene Typen beinhaltet damit sich möglichst viele Zuschauer mit ihnen identifizieren können und auch ja Woche für Woche einschalten. Da wäre der irischstämmige Draufgänger der witzige Momente liefert, ein Asiate, ein Schwarzer, eine Frau, ein väterlicher erfahrener Typ und ein Neuzugang der noch keine Disziplin aufweist und die Regeln und das Gefüge der Gruppe zu sprengen droht. Jede Episode lösen sie einen Fall und nur sehr lose werden episodenübergreifende Ereignisse wieder aufgegriffen. Es gibt also keine kohärente Story, sondern man kann die Staffel wirklich Episode für Episode mit einigem Abstand sehen. Bislang klingt alles sehr klischeehaft, doch schon in der Konstellation der Polizisten gibt es nun eine Besonderheit: so ist hier nämlich der Schwarze der Anführer und vor allem aus politischen Gründen zum Chef ernannt worden. Shemar Moore spielt ihn mit einer guten Präsenz, obwohl er darstellerisch doch recht eingeschränkt ist und gerade in den leisen Momenten nicht zu überzeugen weiß. Immerhin war Moore, den meisten wohl aus der Serie „Criminal Minds“ bekannt, die Serie so wichtig das er auch als Produzent fungierte. Die größte Stärke der Serie, welche sie gegenüber vergleichbaren heraushebt, ist die Tatsache, dass politische und soziale Aspekte der Polizeiarbeit hier eine wichtige Rolle spielen. So ist der Pilot schon dahingehend überzeugend in dem hier Rassenunruhen drohen weil ein Mitglied der Einheit versehentlich einen schwarzen Jugendlichen anschoss.

Shemar Moore in S.W.A.T.
Shemar Moore in S.W.A.T. © Sony Pictures Television Inc. and CBS Studios Inc. All Rights Reserved.
Das weckt natürlich Erinnerungen an aktuelle Ereignisse aus den USA. Die eigentliche Polizeiarbeit findet schließlich nie in einem luftleeren Raum statt, auch wenn viele Serien das behaupten, und hier kommen immer wieder PR-Entscheidungen der Arbeit in die Quere und wie die Regeln und die Politik die Arbeit bestimmen. Erfreulicherweise werden aber auch die sozialen Aspekte nicht vergessen wie etwa den Rassismus oder die unterschiedliche Präsenz der Polizei in Vierteln die wirtschaftlich unterschiedlich sind. So wird der Einheit vorgeworfen innerhalb eines Tages die Räuber zu fassen welche reiche weiße Familien überfallen haben, aber die Mörder von zwei schwarzen Männern aus dem Elendsviertel immer noch auf freiem Fuß sind. Ermittlungen sind also nicht unabhängig vom sozialen und wirtschaftlichen Status der Opfer und Täter. Es gehört zu den herausragen Stärken der Show das hier mal darauf eingegangen wird. Natürlich darf man nicht zu viel Sozialkritik erwarten, da hier immer noch eine Actionserie vorliegt, welche ihre jeweilige Geschichte in 45 Minuten zu erzählen hat. Aber so ist jede Folge dicht gedrängt wobei gerade die Soap Elemente manchmal an den Rand gedrückt werden so dass man nicht wirklich mit den Figuren mitfiebert was den größten Nachteil ausmacht. Aber die anfangs so klischeehaft wirkende Konstellation wird immer wieder thematisiert, etwa wenn betont wird, was es bedeutet als Frau Mitglied der SWAT zu sein. Aber da, wie erwähnt, nicht alle Aspekte konsequent über mehrere Episoden verfolgt werden reicht das nicht für eine Analyse. Der größte Schwachpunkt der Serie sind allerdings die Dialoge die so peinlich sind, dass sie in Kombination mit dem ernsthaften Spiel von Shemar Moore sogar unfreiwillig komisch wirken. Darstellerisch ist Jay Herrington als der beste zu nennen da er einige beeindruckende emotionale Szenen hat. Ansonsten liegt der Fokus natürlich auf der Action die sehr gut gemacht ist und realistisch und angenehmerweise zum größten Teil auf Computereffekte verzichtet und handgemacht ist. Was den behaupteten Realismus der Serie unterstreicht und seine Wirkung nicht verfehlt.

Shemar Moore, Kenny Johnson, Lina Esco, David Lim und Alex Russell in S.W.A.T.
Shemar Moore, Kenny Johnson, Lina Esco, David Lim und Alex Russell in S.W.A.T. © Sony Pictures Television Inc. and CBS Studios Inc. All Rights Reserved.
Sowohl das Bild als auch der Ton sind sehr gut. Als Extras bekommt man leider nur entfernte Szenen zu sehen, aber immerhin auch Patzer und Gags die man immer gerne sieht.


Fazit:
Eine Actionserie mit wenig Pathos und keinerlei Patriotismus die neben der Action und Spannung auch gut aufzeigt das Polizeiarbeit in einem Rahmen aus politischen, sozialen, wirtschaftlichen und PR-basierten Zwängen stattfindet. Von Nachteil sind da die schlechten Dialoge, aber ansonsten fasst man auch heiße Eisen an.

by Jons Marek Schiemann


DVD und Blu-ray zu S.W.A.T.

DVD
S.W.A.T. - Die komplette erste Season S.W.A.T. - Die komplette erste Season
DVD Start:
27.09.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 905 min.

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