Marvel's Iron Fist - Die komplette 1. Staffel - DVD

DVD Start: 07.06.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 684 min

Marvel's Iron Fist - Die komplette 1. Staffel Serie -> zur DVD Kritik

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DVD Details

Medienanzahl: 4
Regionalcode: 2
Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen

DVD Kritik zu Marvel's Iron Fist - Die komplette 1. Staffel

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 10/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Handgemenge
Es ist mittlerweile ja schon den Spatzen auf den Dächern bekannt, dass neben den großen Kinoblockbustern der beiden amerikanischen Comicplatzhirsche DC und Marvel auch viele TV-Serien aus deren Häusern existieren. Gerade diese überraschen manchmal die Zuschauer und vor allem die Comicfans und Kenner, denn hier werden auch mal Helden der zweiten oder sogar dritten Reihe in einer eigenen Serie etabliert deren Comics hierzulande kaum oder gar keine Chance bekommen hatten. So konnte man sich verwundert den Kopf reiben als bekannt wurde, dass „Iron Fist“ eine eigene Show bekommt. Hierzulande dürften ihn die wenigsten kennen, da er meist nur als Gaststar oder Mitglied einer Gruppierung einen Auftritt hatte. Ab und an gab es vielleicht mal ein eigenes Abenteuer in den „Kung-Fu“ Heften aber eine eigene Serie bekam er in Deutschland nie. Damals, 1974, wurde im Zuge des Kung Fu Booms von Marvel ein Karatekämpfer geschaffen, um auf den Trend aufzuspringen. Bruce Lee eroberte auch die westlichen Kinos und die asiatische Popkultur machte erstmals auf sich aufmerksam.

Iron Fist: Colleen Wing (Jessica Henwick) und Danny Rand (Finn Jones)
Iron Fist: Colleen Wing (Jessica Henwick) und Danny Rand (Finn Jones) © Neuilmverleih
Kein Wunder also das Danny Rand ein Karatekämpfer ist und fernöstliche Weisheiten von sich gibt. Aber um das mehrheitlich weiße und jugendliche Publikum nicht zu verschrecken, war er kein Asiat. Allerdings mangelte es der Comicfigur schon seit jeher dem besonderen Merkmal wie es etwa andere Helden aus dem Marvel-Verlag besitzen. Worunter dann zwangsläufig auch die Umsetzung als TV-Serie leidet. Da ist es nicht hilfreich das man sich mit der Entwicklung der Story Zeit lässt. Schon der Staffelbeginn von „Iron Fist“ ist recht zäh und zieht sich dahin. Wenn man sich manche Kritiken im Internet und Fachzeitschriften betrachtet empfinden das viele als langweilig und gaben nach wenigen Episoden auf. Weiterhin kommt erschwerend hinzu, dass deutliche Parallelen zu dem Konkurrenzprodukt „Arrow“ bestehen. Die sind mehr als offensichtlich und heben sich nur davon ab das Oliver Queen und Danny Rand charakterlich äußerst unterschiedlich sind. Aber beide kommen nach Jahren in der Fremde und totgeglaubt nach Hause zurück und müssen sich ihr Familienerbe erkämpfen und den Tod der Eltern rächen. „Iron Fist“ tut es wahrlich nicht gut und so kann man die Serie schnell abschreiben. Eine nahezu unbekannte Comicserie, der Held ist nicht genug ausgereift und kopiert auch noch die Konkurrenz. Kein Wunder das viele Zuschauer absprangen. Wenn man aber nach dem zähen Beginn der Serie eine Chance gibt, wird sie interessanter. Die Startschwierigkeiten werden etwas dadurch aufgewogen dass der Held durchaus sympathisch ist wozu auch seine Naivität gehört die ihn aber auch dazu verleitet Fehler zu begehen. Er ist also nicht unfehlbar und zudem ist sein Handeln sehr impulsiv und wenig durchdacht. Leider ist dann der charmante Aspekt der Naivität auch schnell ein Aspekt der nervt. Aber es gehört zum Charakter, denn die Staffel zeigt auch einen Prozess der Reifung des Helden welcher sich von Vaterfiguren lösen muss und seinen Weg zu finden hat.

Iron Fist: Colleen Wing (Jessica Henwick) in Action
Iron Fist: Colleen Wing (Jessica Henwick) in Action © Neuilmverleih
Was übrigens auch alle anderen Hauptpersonen der Staffel betrifft: sie müssen sich mit der Ent-Idealisierung ihrer Väter und Ersatzväter auseinandersetzen. Die Spannung resultiert dementsprechend auch oft aus der Psychologie und der Frage wie sich die Charaktere verhalten mögen. Comicfans die mehr Action erwarten werden dementsprechend enttäuscht sein. Aber die Action ist gut und meist realistisch gehalten und wurde ohne viel Wire Working inszeniert. Aber die fernöstliche Mystik und Glaubensanschauung bleibt meist nur auf dem Glückskeksniveau haften. Man will das amerikanische Publikum ja auch nicht überfordern, aber so wirken manche Dialoge doch etwas peinlich aber das trotzige Beharren auf einigen Standpunkten passt zu dem Reifungsprozess des Helden da er so sein kindisches Verhalten überwinden muss und soll. Was allerdings auch riskant ist, da eben auch dieser Aspekt die Zuschauer verschrecken kann. Aber Netflix genügte der Erfolg, um eine zweite Staffel zu bestellen und Iron Fist ist auch als Mitglied der „Defenders“ zu sehen, von denen es auch schon eine Staffel gibt. Bislang muss man jedenfalls festhalten, auch wenn man sich durch die Staffel amüsiert und unterhalten fühlt, dass ein wirklich distinktives Merkmal auch hier noch fehlt. Ein einzelner Kung-Fu-Kämpfer unter all den Marvel-Helden reicht nicht aus, um ihn wirklich aus der Masse der Helden hervorstechen zu lassen und einiges erinnert wie schon erwähnt, zu sehr an die Konkurrenz. Der Held sucht seinen Weg und Marvel in punkto des Helden auch. Mal sehen ob er noch eine Chance bekommt.

Der Ton ist bei den Dialogen teilweise etwas leise aber ansonsten sehr gut. Auch das Bild hat so gut wie keine Mängel und kann überzeugen. Leider gibt es hier keinerlei Extras was bedauerlich ist, da man gerne etwas mehr über die Serie erfahren hätte, da der Comicheld zumindest hierzulande kaum bekannt ist und nur den eingefleischten Marvel-Fans etwas sagen dürfte.


Fazit:
Wenn man etwas Geduld mitbringt, so wird man nach dem zähen Einstieg doch mit einer dramatischen Marvel-Serie belohnt die aber unter einigen Aspekten leidet. Sie ist zwar besser als ihr Ruf, aber sie ist bislang auch die schwächste TV-Serie aus dem Hause Marvel.

by Jons Marek Schiemann


DVD und Blu-ray zu Marvel's Iron Fist - Die komplette 1. Staffel

DVD
Marvel's Iron Fist - Die komplette 1. Staffel Marvel's Iron Fist - Die komplette 1. Staffel
DVD Start:
07.06.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 684 min.

zur DVD Kritik

Blu-ray
Marvel's Iron Fist - Die komplette 1. Staffel Marvel's Iron Fist - Die komplette 1. Staffel
Blu-ray Start:
07.06.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 713 min.