Britannia - Die komplette erste Season - DVD

DVD Start: 26.04.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 420 min

Britannia - Die komplette erste Season Serie -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Im Jahr 43 nach Christus setzen die römischen Legionen zu einem empfi ndlichen Schlag gegen die Kelten an. Sie wollen ihren Einfl uss vom Süden der Insel ausweiten und in deren Herz vorstoßen - ein mysteriöses Gebiet, in dem wilde Kriegerfrauen ebenso herrschen wie die machtvollen Druiden, die sich die rätselhaften Kräfte der Unterwelt zunutze machen können. Auf der keltischen Seite müssen die Erzrivalen Kerra (Kelly Reilly) und Antedia (Zoe Wanamaker) ihre Auseinandersetzung überwinden, um gemeinsam der furchteinfl ösenden römischen Militärmacht entgegenzutreten. Die schlägt unter der Führung des alles überragenden Aulus Plautius (David Morrissey) eine breite Schneise in die Schar der keltischen Widerstandskämpfer.

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DVD Details

Medienanzahl: 3
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
“Roms heidnischer Albtraum” - Featurette “Die blutige Geburt Britanniens” - Featurette

DVD Kritik zu Britannia - Die komplette erste Season

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Historienfantasie
Die TV-Serie „Britannia“ besitzt einen interessanten Ansatz, so dass, aufgrund der Kenntnis anderer Serien vor historischem Hintergrund, hier schon direkt eine hohe Erwartung geschürt wird. Man denkt unweigerlich an den Meilenstein „Rom“ oder „Spartacus“ oder auch „Vikings“ wenn hier der historische Hintergrund bemüht wird als die Römer unter Kaiser Claudius Britannien angegriffen haben und es ihnen mühselig gelang einen Großteil der Insel unter ihre Herrschaft zu bringen. Angesichts der historischen Serien der letzten Jahre erwartet man dann also Monumentalität die sich mit Hollywood messen lassen kann, Sex und Gewalt und gute Figuren. Wer allerdings eine historische Akkuratesse erwartet, dürfte sehr schnell enttäuscht sein.

Britannia: Aulus (David Morrissey) und Kerra (Kelly Reilly)
Britannia: Aulus (David Morrissey) und Kerra (Kelly Reilly) © SKY UK LIMITED 2017. ALL RIGHTS RESERVED.
So macht die moderne Vulgärsprache schnell einem einen Strich durch die Rechnung. Damals wurde auch durchaus vulgär gesprochen, was man vom überlieferten Graffiti weiß, aber es wirkt hier wie ein Fremdkörper. Mal abgesehen davon, dass sich die Römer und die keltischen Stämme Britanniens auch ohne Dolmetscher unterhalten können. Dieser Culture Clash der Feinde wird oftmals auch nur behauptet aber leider nie sonderlich thematisiert. Das mag jetzt ein Mäkeln an Aspekten sein die man durchaus vernachlässigen kann wenn man großzügig darüber hinwegsieht, weil man sich einfach nur gut unterhalten fühlen will. Was aber noch mehr befremdet sind die leichten Fantasyansätze. Man will zwar keine Orks und Drachen einbauen, aber wenn die Druiden ihrem Metier nachgehen so fragt man sich was Fantasie ist und was Magie. Das hat zwar durchaus seinen Reiz aber es lässt einen auch etwas ratlos zurück was die Serie denn nun eigentlich sein will. Man reitet also „Rom“ hinterher und biedert sich etwas dem „Game of Thrones“ Publikum an. Optisch hingegen sind diese Reisen der Druiden in die Anderswelt durchaus gelungen und einiges der praktizierten Magie ist durchaus glaubwürdig wenn es um Hypnose oder um die Kraft der Naturpflanzen und deren halluzinogene Wirkungen geht. Aber anderes ist dann wiederum übertrieben, wird aber doch ganz gut in der Luft gehalten ob es nun real oder imaginiert ist. Leider lässt die Staffel nach der starken ersten Episode schnell nach. Zunehmend verschleppt sich die Handlung und man bekommt mit der Zeit Zweifel ob nicht ein längerer Spielfilm besser gewesen wäre als dieses Format. Stellenweise herrscht richtiggehender Stillstand, ja sogar Langeweile, vor und man sieht wie sich die Macher bemühen einige Elemente einzubauen die schon in anderen Serien erfolgversprechend waren. Allerdings hatten sie an den Elementen offensichtlich wenig Lust und so kommen sie nur stiefmütterlich vor. Andererseits gibt es einige sehr beeindruckende Szenen und wenn denn mal Action vorkommt, so ist diese durchaus sehr brutal das man sich schon wundert wie eine Freigabe ab 16 Jahren erreicht werden konnte.

Britannia: Cait (Eleanor Worthington-Cox) und Divis (Nikolaj Lie Kaas)
Britannia: Cait (Eleanor Worthington-Cox) und Divis (Nikolaj Lie Kaas) © SKY UK LIMITED 2017. ALL RIGHTS RESERVED.
Auch ist der Schurke schön charismatisch gespielt von David Morrissey (der Gouverneur aus „The Walking Dead“) und eine der größten Stärken der Serie ist die Vermeidung von schlichten Gut und Böse Zuschreibungen. Jede Figur hat ihre Ecken und Kanten und ihre Grauzonen. Zwar sind einige der Motivationen, gerade des Schurken, oft unlogisch aber einige der Glanzpunkte wie etwa der lustige Drogenrausch zweier Legionäre und das unerwartete Schicksal einiger der Hauptpersonen bleibt durchaus im Gedächtnis haften. Auch ein so sinister gestalteter Charakter wie der Oberdruide besitzt in manchen Szenen menschliche Tragik und offenbart Zweifel bis hin zur Verzweiflung. Aber die ganze Staffel über spürt man die Suche der Macher nach einem Weg und den Kompromissen. Man will von einem historischen Kapitel erzählen von dem nur wenige historische Berichte überdauert haben und projiziert viel auf die Druiden, die keinerlei schriftlichen Zeugnisse hinterließen, was einigen Spielraum ermöglicht. Aber dieser wird nicht optimal genutzt, da man nicht weiß wohin man eigentlich will. Ja es bleibt zunehmend unklar welches Genre man eigentlich bedienen will. So sitzt man auch nach der letzten Episode etwas schockiert aber auch etwas ratlos vor dem Bildschirm.

Britannia: Queen Antedia (Zoë Wanamaker)
Britannia: Queen Antedia (Zoë Wanamaker) © SKY UK LIMITED 2017. ALL RIGHTS RESERVED.
Sowohl das Bild als auch der Ton sind sehr gut und lassen kaum Wünsche offen. Die Extras hingegen können nicht sonderlich überzeugen. Zwar gibt es einige kürzere Featurettes die aber sehr werbelastige Interviews beinhalten und die nur ansatzweise interessant sind wenn über die Konzeption der Serie berichtet wird oder mal auf die Maske und die Kostüme eingegangen wird.


Fazit:
Ein interessanter Ansatz, gute und vielschichtige Charaktere und einige denkwürdige Szenen blieben hier auf der Plusseite stehen, wobei die Suche nach dem Weg und der stellenweise allzu deutliche Stillstand einiges an Geduld erfordert. So bleibt die erste Staffel leider nur im mittleren Bereich stecken. Aber so bleibt noch Luft nach oben.

by Jons Marek Schiemann


DVD und Blu-ray zu Britannia

DVD
Britannia - Die komplette erste Season Britannia - Die komplette erste Season
DVD Start:
26.04.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 420 min.

zur DVD Kritik

Blu-ray
Britannia - Die komplette erste Season Britannia - Die komplette erste Season
Blu-ray Start:
26.04.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 420 min.