American Horror Story - Season 4: Freakshow - DVD

DVD Start: 07.04.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 660 min

American Horror Story - Season 4: Freakshow Serie -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Elsa Mars (Jessica Lange) ist die Leiterin einer Gruppe von menschlichen "Kuriositäten" mit dem verzweifelten Versuch, in der verschlafenen Kleinstadt Jupiter, Florida im Jahre 1952 zu überleben. Der Wanderzirkus mit seinen darstellenden Künstlern umfasst einen telepathischen, zweiköpfigen Zwilling (Sarah Paulson), eine resolute bärtige Frau (Kathy Bates), einen verletzlichen Muskelprotz (Michael Chiklis) und seine heißblütige Frau mit drei Brüsten (Angela Bassett). Allerdings bedroht die geheimnisvolle Ankunft einer dunklen Macht auf brutale Weise das Leben der Stadtbewohner und der Freaks gleichermaßen.

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DVD Details

Medienanzahl: 4
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Ein Blick in das Zelt
- Zwei Köpfe sind besser als einer
- Hinter der Maske des Terrors
- Das Spektrum von Edward Mordrake
- Außergewöhnliche Artisten
- Hollywood Freak Show Season 4 Premiere

DVD Kritik zu American Horror Story - Season 4: Freakshow

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 9/10


Im Inneren ein Monster
„American Horror Story“ ist insgesamt schon eine sehr bemerkenswerte Serie. Jede Staffel besitzt einen anderen Schauplatz und verlagert seine Themen auf einen besonderen Schwerpunkt. Das schließt sowohl die amerikanische Folklore ein, so erklärt sich auch der Titel, als auch viele popkulturelle Referenzen. American Horror Story - Season 4: Freakshow SzenenbildImmer wieder werden Filme, reale Personen und Mythen zitiert. Aber das Hauptthema ist jeweils unterschiedlich.

Was neben den stilistischen Besonderheiten der Staffeln eigen ist, ist ein Ensemble von Darstellern. Diese sind teilweise gleich. Hier gibt es übrigens noch einen Ausflug in die zweite Staffel, wenn eine Episode teilweise in dem Sanatorium der zweiten Staffel spielt. Leider sind auch die Rollen stellenweise gleich geblieben. Jessica Lange spielt wieder mal hervorragend, aber die Figur ist im Kern wie in den anderen Staffeln. Die Selbstgefälligkeit und Verblendung bröckelt langsam. Das ist redundant, aber faszinierend zu beobachten. Manchmal hasst man sie, manchmal liebt man sie und wie bei allen anderen Charakteren ist diese Persönlichkeit sehr vielschichtig. Hier gibt es kein Schwarz-Weiß, sondern alle sind scharf umrissen und mit Graustufen in der Psychologie versehen. Aber vor allem Sarah Paulson ist eine darstellerische Wucht.

Dabei konnte man anfangs zweifeln da diese Staffel bei einem Zirkus und bei einer Freakshow angesiedelt ist. Letztere hatten immer eine morbide Faszination, wo Ekel gepaart wurde mit einer Erleichterung nicht selber mit einem körperlichen Defekt geboren worden zu sein. Aber Freaks waren, neben den üblichen Monstern, im Horrorfilm nur erwähnenswert in dem legendären Film „Freaks“ von Tod Browning aus dem Jahre 1932. Danach kam kein vergleichbarer Film mehr an diesen Klassiker heran. Dieser Film wird in der zweiten Hälfte der Staffel auch mehr als deutlich zitiert und sogar namentlich erwähnt. Aber seit 1932 funktionierte das Thema nicht mehr. Bis zu dieser Staffel. Dabei trägt es sehr viel dazu bei, dass die wahren Monster nicht diejenigen mit einem körperlichen Defekt sind, sondern diejenigen die ihre kranke Seele und verquere Psyche hinter eine Fassade verstecken. Hier sind die Monster die Opfer und fangen sich an zu wehren. Fast jeder Charakter bekommt hier sein Schicksal und eine außergewöhnliche Tiefe. American Horror Story - Season 4: Freakshow SzenenbildZudem ist gerade in den ersten Episoden wohl der beängstigendste Clown der Filmgeschichte zu finden. Der stellt sogar Tim Curry als mörderischer Clown in „Es“ in den Schatten. Hier ist es auch erwähnenswert, dass die grauenerregende Maske nur etwas verbirgt, was wahrlich noch erschreckender ist. Oft genug wird man enttäuscht, wenn das jeweilige Phantom die Maske lüftet. Hier aber schnappt man nach Luft. Aber selbst dieser, hervorragend dargestellte, Mörder bekommt noch ein tragisches Schicksal verliehen. Was auch das grundlegende Thema der ganzen Staffel offenbart: Missverständnis. Fast alle Personen werden missverstanden und die Wahrnehmung des Äußeren bestimmt die Handlungen von den anderen Menschen der jeweiligen Person gegenüber. Besonders interessant ist hierbei die Tatsache, dass die vierte Staffel in den 1950er Jahren spielt. Das ist nicht nur historisch relevant, da mit dem beginnenden Siegeszug des Fernsehens, eine Selbstironie für eine TV-Serie, die Wanderzirkusse immer bedeutungsloser wurden, was vor allem auch die Freakshows betraf und deren Niedergang hier mehr als einmal erwähnt wird. Vor allem aber waren nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges die Monster altmodisch geworden und in den 1950ern traf man auch selten Horrorfilme an (und noch seltener gute), da man erkannte, dass das Grauen in den normalen Menschen steckt und man nicht mehr unbedingt körperlich deformierte dafür brauchte. Dieses Böse im Menschen braucht keine optischen Merkmale, sondern das klassische Monster mit den körperlichen Abnormitäten wurde durch die heile Fassade des Serienkillers abgelöst (hier im wahrsten Sinne des Wortes). Im Großen und Ganzen ist die Staffel sehr faszinierend ausgefallen, spannend und immer wieder überraschend. Manchmal mag man gar nicht wahrhaben und es nicht sehen wollen, was gerade einem Charakter widerfährt, so sehr fühlt man sich mit ihnen verbunden. Gerade in den ersten Episoden gibt es viele sehr gute filmische Ideen mit einem hervorragenden Tonschnitt, was die Handlung aber immer auch unterstützt und niemals zum Selbstzweck wird. Manchmal wird man auch schön in die Irre geführt, da in manchen Szenen Fantasie und Wirklichkeit nicht strikt zu trennen sind. American Horror Story - Season 4: Freakshow SzenenbildUnd dann fragt man sich, was eigentlich grauenvoller ist. Verstörend gut.

Sowohl das Bild als auch der Ton sind sehr gut ausgefallen und lassen kaum Wünsche offen. Extras sind nur auf der letzten Scheibe zu finden, können sich aber sehen lassen. Zwar gibt es dort recht viel Eigenlob, aber besonders interessant sind die Hauptaspekte wie etwa die Tricks bewerkstelligt worden sind und das manche Darsteller wirklich körperlich beeiträchtigt sind. Man findet das übliche Making Of, ein Special über den doppelten Kopf, über den Clown und sein Make-Up, Impressionen von der Premiere, über den Charakter des Mordrake und das er auf einer wahren Person beruht und eben darüber das einige Darsteller wahre Freaks sind.


Fazit:
Verstörend gut. Spannend, wendungsreich und blutig wird geschildert, dass die wahren Monster nicht durch körperliche Deformationen zu erkennen sind. Psychologisch scharf umrissen wird hier das grundlegende Thema des Missverständnisses und wie sehr das optische die Wahrnehmung trügen kann herausgestellt.

by Jons Marek Schiemann


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