American Horror Story - Season 2: Asylum - DVD

DVD Start: 28.02.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 540 min

American Horror Story - Season 2: Asylum Serie -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Auch in der zweiten Staffel der preisgekrönten US-Horrorserie sind provokante Storys und nervenaufreibende Spannung garantiert! Die Briarcliff-Nervenklinik in den 60er Jahren. Es sind allzu reale Schrecken, die die Insassen der berüchtigten Anstalt an der US-Ostküste in den Wahnsinn treiben. Unter dem harten Regiment der strengen Nonne Schwester Jude (Emmy®-Gewinnerin Jessica Lange) rücken die Spezialisten den Geisteskrankheiten ihrer Patienten zu Leibe, und hinter jeder Ecke lauern schockierende Geheimnisse. Ob dämonische Besessenheit, Entführungen durch Außerirdische oder die Ankunft des psychopathischen Frauenmörders „Bloody Face“ – die Nervenärzte des Irrenhauses müssen bald erkennen, dass auch ihre Wissenschaft gegen manche Phänomene machtlos ist...

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DVD Details

Medienanzahl: 3
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Entfallene Szenen
- Der Wächter
- Was ist American Horror Story: Asylum?
- Willkommen in Briarcliff Manor
- Die Kreaturen

DVD Kritik zu American Horror Story - Season 2: Asylum

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Gesellschaft im Irrenhaus - Es war eigentlich keine Frage, dass die erfolgreiche erste Staffel von „American Horror Story“ fortgesetzt werden wird. Die einzige offene Frage bestand dann eher darin, wie das geschehen sollte. Schließlich war inhaltlich alles erzählt und die Möglichkeiten, auch personell, waren ausgeschöpft. Der naheliegendste Schritt wurde denn auch gemacht und die Handlung wurde an einen gänzlich anderen Ort verlegt. Das Potential für die Geschichten ist dann auch enorm, schließlich handelt es sich bei dem Geisterhort um eine Irrenanstalt und allein schon die Atmosphäre lädt dann zum Gruseln ein. Andererseits birgt dieser kleine Kniff auch eine gewisse Gefahr in sich, nämlich das die Handlung der ersten Staffel schlicht und ergreifend kopiert wird. Aber das umgehen die Macher ganz geschickt. Denn diesmal stehen nicht eine Familie im Vordergrund, sondern gleich mehrere unterschiedliche Charaktere deren Lebens- und Leidensweg sich in dem Sanatorium berühren. Nachteilig wirkt es sich aus, dass der Geistercharakter der Horrorserie etwas vernachlässigt wird. Das mag Fans der ersten Staffel ziemlich enttäuschen und deswegen sei hier der kleine Spoiler verziehen. Aber auch wenn sich der Ort dafür anbietet, ein Irrenhaus das einmal eine Klinik für Tuberkulosepatienten war, so sind doch vergleichbare Einrichtungen schon oft und ein beliebter Treffpunkt von Monstern und Geistern gewesen. Hier umgeht man das Klischee und verlagert den Schwerpunkt. Denn die erste Staffel der Serie war immer ein Streifzug durch die Geschichte des amerikanischen Horrorfilms. Da wurden von Einstellungen, Szenen, Musikeinsatz, Farbgebung, etc. immer wieder auf Genrevorläufer Bezug genommen und der Serientitel passte dann sehr gut, da das Geisterhaus auch eine Reminiszenz an das Genre an sich war. Wenn das jetzt weitergeführt worden wäre, hätten sich die Macher wieder selber kopiert. Und so nehmen sie sich die Gesellschaft an sich vor. Da entpuppt es sich als genialer Kniff, ein Sanatorium zu nehmen, da hier Menschen mit Symptomen behandelt werden, die heute nicht mehr als krank gelten würden, sondern damals Anfang der 1960er von der restriktiven Gesellschaft unterdrückt und die Menschen so als krank klassifiziert worden waren. Das ermöglicht ein Sittenbild der amerikanischen Zustände Anfang der Sechziger. Sehr geschickt ist es zudem, da im Sanatorium die unterschiedlichsten Personen und Einstellungen aufeinander treffen, die sich ansonsten wohl nie berührt hätten. Da wird Homosexualität ebenso thematisiert wie sexuelle Selbstbestimmung (eine Frau die ihr Recht auf persönliche Lust wahrnehmen will, wird als nymphoman abgestempelt), die angehende Emanzipationsbewegung, Puritanismus, Zwänge der Kirche und Religion, Rassentrennung und die Aufarbeitung der Nazizeit sowie die beginnende Aufbruchsstimmung in das All. Letzteres erklärt warum hier auch Aliens vorkommen. Überhaupt sind die übernatürlichen Elemente stark zurückgeschraubt. Was zu der damaligen Zeit zusammenpasst. Die realen Schrecken des Kalten Krieges, die Auflösung der bisherigen Ordnung, das Aufdecken der Nazigräuel, der Kampf gegen restriktive Autoritäten (hier repräsentiert durch die Kirche), das Misstrauen gegenüber dem Staat und eine allgemeine Desillusionierung verbunden mit einer Aufbruchsstimmung (das angehende Hippiezeitalter), alles wird hier vorgenommen. Da haben Geister keinen Platz mehr, denn Serienkiller verrichten ihr Handwerk und geraten in den Fokus nicht nur der filmischen Betrachtung. So ist „Bloody Face“ im Film deutlich auf den realen Ed Gein gemünzt, der auch schon das Vorbild für Norman Bates in „Psycho“ war. Angesichts des realen Grauens braucht man keinen Horror mehr. Auch die schlimmen und antiquierten Methoden der damaligen Psychiatrie werden aufgenommen und der Fortschritt dargestellt. Das Ende ist allerdings etwas zwiespältig, da zwei völlig konträre Sicht- und Lebensweisen miteinander versöhnt werden, die sich vorher massiv gegenseitig bekämpft haben. Das hinterlässt einen gewissen üblen Geschmack und man fragt sich, welche Position da eigentlich relativiert wird. Wird dem alten hinterhergeweint oder das neue abgewertet? Oder geht das doch nur in die Richtung das es ohne das eine das andere nicht gegeben hätte und man allen Strömungen vergeben muss, da man die psychologischen Einstellungen immer nur aus der Zeit heraus verstehen kann? Jedenfalls ist die zweite Staffel in mancher Hinsicht zwar enttäuschend, da der übernatürliche Faktor zurückgeschraubt worden ist und an manchen Stellen alles etwas überfrachtet wirkt, aber dennoch ist sie gerade auch aufgrund des Metatextes sehr spannend und intelligent. Und mit einer Musicalnummer gibt es sogar mal eine gelungene und dringend benötigte Aufhellung der Düsternis einer Irrenanstalt. Und die Darsteller können sich auch wieder sehen lassen, wobei die Show eindeutig Jessica Lange gehört. Aber auch James Cromwell und vor allem Ian McShane können einiges an darstellerischen Glanzlichtern setzen.

Der Ton und das Bild sind gut, aber leider ist keine Kapitelanwahl möglich. Als Extras gibt es deleted scenes, ein Extra über das Set (das komplett erbaut worden ist), über das gelungene Make-Up und über das Personal des Filmes. Das Making Of ist mal gelungen und es wird auf das übliche gegenseitige Lob zum Teil verzichtet.

Auch wenn manche Aspekte bei der zweiten Staffel enttäuschend sind, so wird hier doch ein faszinierendes Sittenbild der 1960er gezeichnet. Aber auch abgesehen von dem Metatext fiebert man gespannt dem Schicksal der Figuren mit.

by Jons Marek Schiemann


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