American Horror Story - Season 1 - DVD

DVD Start: 26.07.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 480 min

American Horror Story - Season 1 Serie -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Familie Harmon zieht nach Kalifornien, um ihren Problemen zu entgehen: Ehemann Ben hatte eine Affäre mit einer seiner Studentinnen. Seine Frau Vivien erlebte eine Totgeburt und Tochter Violet trägt sich mit Selbstmordgedanken. Ihr neues Haus gefällt ihnen auf Anhieb. Leider erfahren sie erst spät, dass man ihr neues Zuhause auch das "Mörder-Haus" nennt und regelmäßig Tour-Busse mit Touristen vor ihrer Einfahrt halten. Mit der Zeit werden die Horror-Stories offenbart, die sich in dem Haus über all die Jahre zugetragen haben und das sind sehr viele. Denn: Jeder, der hier stirbt, dessen Seele bleibt in dem Haus für immer gefangen. Und je länger Familie Harmon hier wohnt, desto mehr ergreifen das Haus und die Geister Besitz von ihnen...

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DVD Details

Medienanzahl: 4
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Audiokommentar zur Episode “Das Haus” von Produzent Ryan Murphy
- Das Mörderhaus – Die external darkness Tour am Set von American Horror Story
- Making of American Horror Story
- Die Entstehung der Titelsequenz
- Die Haus-Geister in American Horror Story

DVD Kritik zu American Horror Story - Season 1

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 9/10


Reise durch die Horrorgeschichte - Eine TV-Serie, welche „American Horror Story“ heißt, macht schon neugierig genug. Wenn man dann die Inhaltsangabe durchliest, so ist man erst recht gespannt. Filme, die in Geisterhäusern spielen, sind natürlich sattsam bekannt und funktionieren oft. Aber gleich eine ganze Serie, die fast ausschließlich in einem Spukhaus spielt? Wie soll das bloß vonstattengehen? Schließlich können doch die Charaktere gleich wieder verschwinden, sobald sie merken, dass es in dem Haus spukt und der Aufenthalt lebensgefährlich ist. Und hier liegt ein Clou und eine gute Konzeption vor: zum einen merken die Bewohner lange, lange Zeit nicht, das es dort spukt. Sie sind zu rational, um nur den Gedanken an sich heranzulassen und die Geister zu wenig als solche zu erkennen, als das es den Bewohnern auffallen würde. Sie halten sie schlicht für Menschen. Als sie zum anderen endlich erkennen, dass sie weg müssen, können sie es nicht, da ihr ganzes Geld in der Immobilie steckt und sie pleite sind. Die Immobilien- und Wirtschaftskrise der USA schlägt auch in Filmen zu und es ist das glaubwürdigste Element des Filmes und konzeptuell sehr gelungen, das diese Krise hier als handlungsbestimmend eingeführt wird. Stark, denn dadurch werden die vorhin geäußerten Zweifel schnell ausgeräumt. Aber auch ansonsten greift die Serie viel auf und verdient ihren Namen mit „American Horror Story“ zu jedem Zeitpunkt. Denn es wird sehr viel zitiert und somit gerät die Serie zu einer kleinen Reise durch die Horrorgeschichte des amerikanischen Filmes. Jeder Mord in dem Haus und der dazugehörige Geist spiegelt insofern eine gewisse Horrordekade wieder, die auch musikalisch zitiert wird. So ist die Leitmusik bei dem Arzt, dem „Dracula“-Film von Francis Ford Coppola entnommen und auch das musikalische Motiv von Hitchcocks „Psycho“ kommt ein um das andere Mal vor. Nicht nur musikalisch geht die Zitatenreise weiter. Schließlich ist schon vieles von der Gesamtkonzeption her dem Film „Amityville Horror“ entnommen und gleichzeitig allen anderen Geisterfilmen. Aber auch „Psycho“, ganz viel „Das Omen“, „The Sixth Sense“, Serienkillerfilme und andere machen ihren Einfluss geltend. So erinnern manche Einstellungen auch an Lucio Fulcis „Das Haus an der Friedhofsmauer“. Das könnte man jetzt manchmal als überladen und überfrachtet empfinden, aber ein großes Lob gehört da den Machern, da alle Handlungsstränge fest in ihren Händen liegen. Immer wenn man meint, dass sie etwas vergessen hätten, so kommen sie wieder darauf zurück. Es werden zwar nicht alle Fäden direkt miteinander verknüpft, aber die Maschen werden doch immer wieder aufgenommen. Was für das Konzept spricht. Übrigens ist die Serie mit der ersten Staffel inhaltlich auch beendet und man fragt sich, was dann noch in der angekündigten zweiten geschehen soll. Vielleicht liegt der inhaltliche Schwerpunkt dann auf einer anderen Ebene und spielt nicht mehr in einem Geisterhaus. In dem übrigens nicht nur die amerikanischen Ängste der Leinwände gespiegelt werden, sondern auch die ganz realen. Hier kommt die Immobilienkrise und die Wirtschaftskrise zum Vorschein, wobei der Hausbesitz in den USA eine hohe ideologische Bedeutung hat, der drohende Bruch der Familie (die Unversehrtheit der Familie ist in den USA schon fast ein Nationalheiligtum), das Haus als Festung welche keinen Schutz mehr bietet, Massaker in Schulen, Ehebruch, Vertrauensverlust, etc. Aber auch die ganz persönlichen Dramen der Figuren werden hier weit ausgebreitet und können vollends überzeugen, da sie realistisch gehalten sind. Und der Clou ist ja auch, dass diese Konflikte nach dem Tode weiter fortbestehen, denn als Geister hat man diese Ressentiments noch nicht abgelegt. Und wenn jemand mit seinem Mörder für die Ewigkeit unter einem Dach leben muss, sorgt das nicht gerade für friedliche Stimmungen. Somit werden nicht nur generelle gesellschaftliche Ängste und reale Ereignisse, sondern auch charakterliche Eigenarten und interpersonelle Konflikte auf der Horrorebene gespiegelt. Was in einer wunderschön ironischen Szene reflektiert wird. Da hat der Held, ein Psychiater, einen Patienten, der sich panisch vor urbanen Legenden ängstigt (und unter anderem auf „Candyman“ anspielt), den aber reale Gefahren cool lassen. Ausgerechnet diese töten ihn aber dann. Der einzige Nachteil der Serie besteht darin, dass der Zuschauer oft schon lange vor den Charakteren weiß, was Sache ist, wer Geist ist, wer wie umkam, etc. Das nimmt einiges von der Spannung raus und man wird relativ selten überrascht. Aber allein schon die Szenen mit der umwerfenden Alexandra Breckenridge sind die Anschaffung dieser Serie wert.

Das Bild und der Ton sind sehr gut. Auf der ersten Scheibe gibt es zur Pilotfolge einen Audiokommentar, den man sich aber erst anhören sollte, wenn man die Serie bereits kennt, da dort ziemlich viel verraten wird. Auf der letzten Scheibe gibt es noch einiges mehr an Extras. So kommt in der Serie ab und zu eine sogenannte „Mördertour“ vor, eine Touristenführung an Mörderhäusern vorbei, und in diesem Extra geht sie in das Haus und berichtet von den einzelnen Morden, welche die Zuschauer aber schon längst kennen. Reine Werbung also, welches viel zu viel vorweg nimmt. Das Making Of ist mit dem Werbeanteil und dem Eigenlob recht typisch. Wobei das Extra über die Gestaltung der Titelsequenz doch sehr viel interessanter ausgefallen ist. Und das letzte Extra ist den Geistern vorbehalten und deren jeweiligen Charakterisierung. Das ist schon recht interessant, was die Darsteller zu ihren Figuren meinen, aber auch dieses Special, wie alle anderen, sind die reinsten Spoiler. Und dementsprechend mit Vorsicht zu genießen.

Eine gelungene Serie, deren Konzept trotz anfänglicher Zweifel vollends überzeugt. Stark gespielt, abwechslungsreich und spannend wird hier eine wahre Zitatenreise durch das Horrorgenre und den realen Ängsten der Amerikaner unternommen. Manchmal etwas überraschungsarm, kann sie doch fesseln.

by Jons Marek Schiemann


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