Hannibal - Die komplette erste Staffel - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.12.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 559 min

Hannibal - Die komplette erste Staffel Serie -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

FBI-Agent Will Graham hat eine besondere Gabe. Er kann tief in den Verstand anderer Personen eindringen und deren Erlebnisse zu seinen eigenen machen. Eine Fähigkeit, die ihm einerseits bei der Aufklärung von perfiden Mordfällen hilft, ihn andererseits aber auch an den Rand des Wahnsinns bringt. Als eine neue Mordserie das FBI erschüttert, bittet ihn Special Agent Jack Crawford um Hilfe. Zur Unterstützung und Sicherheit wird dem labilen Graham der prominenteste und beste Psychiater des Landes zur Seite gestellt – Dr. Hannibal Lecter.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 3
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Audiokommentar von Bryan Fuller, Hugh Dancy und David Slade (Episode 1 und 13), Gag Reel, Geschnittene Szene, Featurette "Hannibal Reborn", Featurette "A Taste for Killing", Featurette "The FX of Murder", Featurette "A Symphony for the Slaughter", Trailer, Teaser

Blu-ray Kritik zu Hannibal - Die komplette erste Staffel

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 9/10


Ist nach dem Staffelfinale von „Dexter“ mit der von Bryan Fuller erdachten und auf den Büchern von Thomas Harris basierenden Serienkiller-Serie „Hannibal“ ein würdiger Nachfolger gefunden?

FBI-Agent Will Graham (Hugh Dancy) kann aufgrund seiner bemerkenswerten Empathiefähigkeit in den Verstand von Serienmördern eindringen und ihre Taten daher nachvollziehen, was wiederum beim Aufklären ihrer Morde hilft. Obgleich er damit eine unverzichtbare Arbeit für das FBI leistet und jeden Tag Menschenleben rettet, hat seine besondere Gabe auch ihre Schattenseite: Seine Psyche leidet stark unter seinem Job, der ihn in kleinen Schritten Richtung Wahnsinn treibt. Aus diesem Grund stellt ihm sein Vorgesetzter Jack Crawford (Laurence Fishburne) den renommierten Psychiater Dr. Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen) zur Seite…

Mads Mikkelsen versucht glücklicherweise erst gar nicht die geniale Darstellung eines Anthony Hopkins zu kopieren und interpretiert die finstere Figur Hannibal auf seine ganz eigene Weise. Angelegt irgendwo zwischen einem Mephisto und Sherlock Holmes, wirkt er zugleich unglaublich bedrohlich und überdurchschnittlich intelligent, aber groteskerweise die meiste Zeit über auch noch sympathisch. Doch hinter der kultiviert wirkenden Fassade lauert nichts als der Tod. Es ist wahrhaft bemerkenswert, wie konsequent die Drehbücher diese Oberfläche nach und nach jeglicher Restsympathie berauben, da der distinguiert wirkende „Hannibal“ – anders als „Dexter“ – keineswegs nur die „bösen“ Menschen umbringt. Er ist ein seelenloser Serienmörder, der als Chesapeake Ripper auch nicht davor zurückschreckt, junge Frauen auf brutalste Art und Weise abzuschlachten. Anders als bei „Dexter“ dient der der Serienmörder also keineswegs als funktionierende Identifikationsfigur, dafür sind Mikkelsens Auftritte ohnehin viel zu begrenzt. Das Zentrum der Serie ist viel mehr die Verbindung von Hannibal und dem psychisch kranken FBI-Ermittler Will Graham. In Letzteren kann sich der Zuschauer noch am ehesten hineinversetzen, obwohl auch Will Graham nicht ohne eine dunkle Seite gezeichnet wurde. Seine Gabe, anhand von Tatorten komplexe Morde zu rekonstruieren, wirkt gleichsam faszinierend wie beängstigend und wird von der Regie sehr beeindruckend umgesetzt. So freut man sich jedes Mal, wenn der Ermittler wieder die Augen schließt, da nun eine solche Aufklärungssequenz folgen wird. Doch auch abseits der blutigen Tatorte weiß die Figur zu überzeugen, da Hugh Dancy eine ungemein intensive Performance abliefert. Sein Will Graham schaut seinen Mitmenschen aufgrund seiner psychischen Störung nie in die Augen – was wie ein winziges Detail klingen mag, setzt eine ganze Menge schauspielerisches Geschick voraus und macht die Figur wunderbar einzigartig. Die Serie lebt vom packenden Katz-und-Maus-Spiel der beiden ungleichen Hauptfiguren und generiert einen Großteil ihrer Spannung aus der simplen Tatsache, dass man als Zuschauer von Anfang an den wahren Charakter von Hannibal kennt – ganz im Gegensatz zur ermittelnden Hauptfigur Will Graham.

Was den Grad der gezeigten Gewalt angeht, werden für den Serienbereich neue Maßstäbe gesetzt: So brutale Morde wurden im Fernsehen bislang nur äußerst selten gezeigt, bei „Hannibal“ sind sie aber ein wichtiger Bestandteil der Serie. Auch wenn die Macher mit ihren kranken Mordszenerien manchmal ein wenig zu dick auftragen und die Grenze zum Unglaubwürdigen streifen, wartet man als Zuschauer stets gespannt auf die nächste ideenreiche Teufelei. „Hannibal“ kommt zudem in trostlosen, kühlen Farben daher und wirkt somit auch optisch unglaublich finster. Die gänzlich humorbefreite Serie lässt „Dexter“ im direkten Vergleich somit fast wie einen fröhlichen Miami-Urlaub wirken, in dessen Zentrum ein sympathischer Mann ein etwas unkonventionelles Hobby betreibt. Auch der verstörende Soundtrack sollte Erwähnung finden, da er ein unverzichtbares Element der Serie ist und den finsteren Bildern einen Unterbau von immenser akustischer Intensität verleiht. Obgleich die Drehbücher nicht immer ohne Logiklücken auskommen, fällt dieser Umstand kaum ins Gewicht, da die atemlose Inszenierung diese kleineren Unstimmigkeiten schnell vergessen lässt.

Die erste Staffel kommt auf drei gestochen scharfen und akustisch ebenso überzeugenden Discs daher und hat neben den 13 Folgen auch noch allerhand Bonusmaterial zu bieten. Neben einem interessanten Audiokommentar gibt es unterschiedliche Featurettes zu entdecken und einige geschnittene Szenen zu bewundern. Sehr gelungen ist auch die enthaltene Pilotfolge zur Mystery-Serie „The Returned“.

Fazit:
Düster, brutal und ungemein intelligent geschrieben! „Hannibal“ setzt nicht nur durch seine kranken Film-Morde visuell neue Maßstäbe, sondern begeistert auch auf inhaltlicher Ebene. Drehbücher, Darsteller und Regie hinterlassen allesamt einen sehr überzeugenden Eindruck und machen das Warten auf Staffel 2 unglaublich schwer. In Sachen Intensität und Spannung lässt der Hobby-Kannibale daher sogar den altehrwürdigen Dexter Morgan alt aussehen. Top!

by Jonas Hoppe


DVD und Blu-ray zu Hannibal

DVD
Hannibal - Die komplette erste Staffel Hannibal - Die komplette erste Staffel
DVD Start:
20.12.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 538 min.

Hannibal - Die komplette zweite Staffel Hannibal - Die komplette zweite Staffel
DVD Start:
04.12.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 535 min.

Hannibal - 1. Staffel (Producers Cut) Hannibal - 1. Staffel (Producers Cut)
DVD Start:
03.12.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 538 min.

Hannibal - Die komplette dritte Staffel Hannibal - Die komplette dritte Staffel
DVD Start:
21.01.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 535 min.

Hannibal - Die komplette Serie Hannibal - Die komplette Serie
DVD Start:
01.12.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 1609 min.

Blu-ray
Hannibal - Die komplette erste Staffel Hannibal - Die komplette erste Staffel
Blu-ray Start:
20.12.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 559 min.

zur Blu-ray Kritik

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03.12.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 560 min.

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21.01.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 558 min.

Hannibal - Die komplette Serie Hannibal - Die komplette Serie
Blu-ray Start:
01.12.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 1675 min.