American Gods - Die komplette zweite Staffel (Collectors Edition) - Blu-ray

Blu-ray Start: 11.07.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 427 min

American Gods - Die komplette zweite Staffel (Collectors Edition) Serie -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die Schlacht zwischen den alten und neuen Göttern steuert unaufhaltsam auf ihren Höhepunkt zu. Nach dem epischen Showdown der letzten Staffel kollidiert ihr Schicksal mit dem der Menschheit. Während Mr. World (Crispin Clover) auf Rache sinnt, schlägt sich Shadow (Ricky Whittle) endgültig auf die Seite Wednesdays (Ian McShane), der alles daran setzt, die alten Götter von seinem Feldzug zu überzeugen. Doch in dieser mysteriösen Welt der lebendigen Götter verlangen Hingabe und Glaube nach einem schrecklichen Opfer…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch, Französisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Booklet, Featurette "Neil Gaimans Amerika", 50-minütiges San Diego Comic Con Special

Blu-ray Kritik zu American Gods - Die komplette zweite Staffel (Collectors Edition)

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 6/10


Bevor die zweite Staffel von "American Gods" rauskam, gab es im Hintergrund ein richtiges Chaos. Produzenten und Erfinder der Show standen im Konflikt und waren sich über die kreative Richtung der Serie nicht einig. Dass es Probleme in den Kulissen gab, ist der Show in der zweiten Staffel sichtlich anzusehen, aber bevor wir über die reden, hier ein kleiner Blick in die Vergangenheit, um allen verständlich zu machen, was genau da abgelaufen ist. Die beiden Showrunner Bryan Fuller und Michael Green waren die Chefs in der ersten Staffel. Sie entschieden, welche Storylines erzählt wurden, welche Entwicklungen die Charaktere durchmachen und alle anderen kreativen Entscheidungen. Doch bevor die Produktion zur zweiten Staffel begann, verließen Fuller und Green die Show. Der Grund: Kreative Differenzen. Sie wollten ein größeres Budget, Starz lehnte ab (Eine Folge in Staffel 1 kostete schon 10 Millionen Dollar). Auch gab es Meinungsverschiedenheiten mit dem Autor des Romans, Neil Gaiman, denn dieser wollte, dass die beiden nicht zu sehr von seinem Roman abweichen. Jesse Alexander übernahm das Kommando, wurde aber während den Dreharbeiten zur zweiten Staffel gefeuert. Es gab dann noch einige Meldungen, dass die Schauspieler am Set ihre eigenen Dialoge umschrieben, zudem wurden teure Reshoots angeordnet (Zusätzliche Dreharbeiten).

Ian McShane und Ricky Whittle in American Gods
Ian McShane und Ricky Whittle in American Gods © Studiocanal Home Entertainment
Es ist daher ein Wunder, dass die zweite Staffel nicht katastrophal ausgefallen ist, aber an die gute Qualität der ersten Season kommt sie ebenfalls definitiv nicht ran. Die erste Staffel hat die Geschichte clever etabliert, die Zuschauer wurden gewarnt, dass der Krieg zwischen den alten und neuen Göttern jederzeit ausbrechen kann. Ian McShane‘s Charakter Mr. Wednesday erwähnt in den neuen ebenfalls den Krieg und dass er zu jedem Zeitpunkt starten kann. Doch was die Zuschauer zu sehen bekommen sind Charaktere, die ziellos umherlaufen. Man hat das Gefühl, dass die Charaktere in der ersten Hälfte der neuen Staffel fast nur im Auto verbringen. Das alles wäre etwas zu verkraften, wenn die neuen Episoden visuell so atemberaubend wären wie die Folgen der ersten Staffel. Es gibt in der Staffelpremiere eine Sequenz im Karussel, die fantastisch ist und an die alten Folgen erinnert. Erwähnenswert ist aber auch die Actionsequenz in der zweiten Episode, die extrem viel Spaß macht, doch das war es dann auch mit den visuell beeindruckenden Momenten. Während man in Staffel 1 mit Effekten und farbigen Bildern bombardiert wurde, sind die neuen Folgen in der Richtung etwas konservativer. Man merkt der Sendung an, dass Fuller und Green fehlen. Fuller ist für seine visuell und auch storytechnisch starken Serien "Pushing Daisies" und "Hannibal" bekannt, seine Handschrift war in Staffel 1 deutlich erkennbar und machte die Serie auch so einzigartig und sehenswert. Staffel 2 erinnert an ein Boot ohne Kapitän: Das Boot segelt irgendwohin, aber es hat kein Ziel. So agieren auch die Charaktere in der neuen Staffel: Sie wechseln von einem Ort zum anderen, während immer wieder vom bevorstehenden Krieg gesprochen wird, obwohl dieser schon längst ausgebrochen sein müsste. Auch hatten einige Charaktere einfach fast gar nichts zu tun, was den Erzählrhythmus der Serie verlangsamte. Salim und Jinn, die im gleichnamigen Roman von Gaiman keine prominente Rolle besitzen, wurden in der Serie befördert, bekamen aber keine spannenden Storylines. Außerdem war Bilquis in Season 2 nicht so oft zu sehen, obwohl sie sehr interessant ist. Zu den Highlights der Staffel gehören eindeutig die Flashbacks. Die Episode, die sich um Mr. Wednesday's Sohn Thor beschäftigte, war wirklich sehr gut inszeniert, ebenso die Folge, die sich um Mad Sweeney konzentrierte.

Emily Browning in American Gods
Emily Browning in American Gods © Studiocanal Home Entertainment
Es ist wirklich schade, dass die zweite Staffel so massiv an Qualität verloren hat, denn die Besetzung ist immer noch überragend und harmonieren großartig miteinander. Ian McShane, einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler seit der HBO-Serie "Deadwood", hat immer noch sehr viel Spaß dabei, Mr. Wednesday zu verkörpern. Paul Schreiber konnte seine komödiantischen Talente schon in "Orange is the New Black" zur Schau stellen, hier zeigt er, dass er auch auf subtile Art und Weise die Zuschauer unterhalten kann. Das Charisma von Orlando Jones kommt fast an McShane's ran, Emily Browning beweist in Staffel 2 auch wieder einmal, was für eine gute Schauspielerin sie ist und Crispin Glover als der Bad Guy Mr. World macht auch viel Spaß. Ricky Whittle als Shadow hat zwar eine starke physiche Präsenz, doch die Produzenten wissen einfach nicht, was sie mit seinem Charakter machen sollen. Die zweite Episode gibt ihm eine Backstory, doch das reicht nicht aus, um Shadow zu einem populären Charakter zu machen. Leider sind auch die Verluste von Kristen Chenoweth und Gillian Anderson zu spüren. Beide haben die Show aus Loyalität zu Bryan Fuller verlassen, nachdem dieser entlassen wurde.


Fazit:
Die zweite Staffel ist nicht schlecht. Die Schauspieler sind immer noch überragend, das Ensemble gehört zu den besten im Fernsehen und es gab wirklich einige coole Momente, doch die zweite Staffel war alles in allem zu chaotisch, weil es hinter den Kulissen große Probleme gab. Die Produzenten wussen nicht, wie sie die Serie fortführen sollen, und das ist der Show anzumerken. Es wurde bekannt gegeben, dass "American Gods" eine dritte Staffel bekommt. Zudem wurde Charles Eglee als neuer Showrunner auserkoren, ein Mann mit Erfahrung, der beispielsweise schon an "The Walking Dead" und "Dexter" gearbeitet hat. Man kann nur hoffen, dass die Show sich endlich wieder in die richtige Richtung entwickelt, nun da man wieder einen Kapitän an Bord hat. Zudem wünsche ich mir für die dritte Staffel, dass es endlich zur Sache geht und visuell die Serie sich wieder steigert und wieder an die erste Season erinnert.

by Denizcan Sürücü


DVD und Blu-ray zu American Gods

DVD
American Gods - Die komplette erste Staffel (Collectors Edition) American Gods - Die komplette erste Staffel (Collectors Edition)
DVD Start:
27.07.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 480 min.

zur DVD Kritik

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DVD Start:
11.07.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 410 min.

Blu-ray
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