Verlobungstraditionen und Featurette zu Verlobung auf Umwegen

03.09.2010

„Verliebt, verlobt, verheiratet“ – wer kennt ihn nicht, diesen Spruch aus Kindermund, den sich jeder einhandelte, der sich in der Grundschule auch nur in der Nähe eines Wesens des anderen Geschlechts blicken ließ. Aber ist das überhaupt noch so? Längst leben viele Paare glücklich zusammen, ohne jemals den heiligen Bund der Ehe einzugehen. Und selbst wenn geheiratet wird – ist die Verlobung noch etwas Besonderes mit einer echten Daseinsberechtigung? Wir meinen: Ja! Nicht zuletzt deshalb, damit solch romantische Filme wie VERLOBUNG AUF UMWEGEN (Kinostart: 9. September 2010) entstehen können. Aus diesem Anlass nennen wir Ihnen interessante Fakten, was sich am Stellenwert der Verlobung seit früher verändert hat – und warum sie trotzdem auch heute zum Glück noch weit mehr als ein Verwaltungsakt ist.

- Abhauen zwecklos: In vergangenen Zeiten war die Verlobung ein enorm wichtiger Rechtsakt, bei dem unter Zeugen alle wichtigen Absprachen getroffen wurden – vor allem auch finanzieller Natur. Am Ende wurde das Ganze mit einem Handschlag besiegelt. Ab da war die Ehe praktisch schon fest. Ein Wegrennen vor dem Traualtar, wie in so manchem Hollywood-Film praktiziert, hätte da dann nur noch zweifelhaften Nutzen gehabt…

- Einen Korb bekommen? Die Redewendung verwenden wir zwar heute noch, aber wissen Sie, woher diese stammt? Aus Holland – kam der Verehrer mit seinem Korb, in dem er sein Geschenk trug, wieder heim, galt er als abgewiesen...

- Ja oder nein oder Jein? Heutzutage ist es sehr viel einfacher als früher, eine geschlossene Verlobung wieder zu lösen. Aber Obacht: Daraus können sehr wohl rechtliche Konsequenzen entstehen, weil es sich um einen mündlichen Vertrag handelt. Im Zweifelsfall sicherlich dennoch billiger als eine spätere Scheidung.

- Zu Kasse, Schätzchen: Die Erlaubnis der Eltern braucht heute zum Glück niemand mehr, um sich zu verloben. Nachteil daran, dass sich Papa und Mama mehr als begeisterte Zuschauer sehen: Früher haben die Brauteltern die Feier ausgerichtet. Das gilt heute leider als überholt.

- Meet the parents: Auch wenn nicht mehr unbedingt im klassischen Sinne „um die Hand angehalten“ werden muss – die Eltern der künftigen Eheleute sollten dennoch als Erste informiert werden, dass eine Hochzeit bevor steht. Zumindest kennen sollten sie den Partner vorher auch. Ausnahme: Blitzehen im Vollrausch in Las Vegas. Ansonsten: keine.

- Diamonds are a girl’s best friend: Viele Ratgeber empfehlen, dass der Verlobungsring der Frau ein komplettes Monatsgehalt des Mannes Wert sein sollte. Das muss nicht mehr unbedingt sein. Zu billig sollte man die Angebetete aber auch nicht abspeisen – könnte sonst sein, dass sie aus spontaner Wut „Nein“ sagt.

Doch was nach wie vor das Wichtigste ist: Den anderen zu lieben. Für einander da zu sein. Die Gewissheit, den richtigen Herzbuben oder die einzig echte Seelenfreundin gewählt zu haben. Dann ist alles andere letztlich zweitrangig. Dann tun es notfalls auch ein Zwiebelring und eine Verlobung unter vier Augen nachts vor der Haustür beim Abschiedskuss. ..

Ob das Anna und Declan in Verlobung auf Umwegen wohl genauso geht? Finden Sie es heraus: Ab dem 9. September im Kino. Und mit ausreichend Platz für romantische Gefühle.

Warum es bei Anna (Amy Adams) und Decan (Matthew Goode) in „Verlobung auf Umwegen“ nach Angaben des Regisseurs Anand Tucker „hate at first sight“ war, sehen Sie in der Featurette: