Zulu - DVD

DVD Start: 31.10.2014
FSK: ab 18 - Laufzeit: 106 min

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Inhalt

Ali Neuman (Forest Whitaker) entkam als Kind nur knapp einem Massaker, als er mit seiner Familie zwischen die Fronten der militanten Inkhata und Nelson Mandelas ANC geriet. Neuman ist heute Chef der Mordkommission in Kapstadt und scheint ein gutes Leben zu führen, doch seine Narben sind nur oberflächlich verheilt. Einer seiner Mitarbeiter ist Brian Epkeen (Orlando Bloom), ein unzähmbarer Weißer, dessen Familie einst für die Apartheid kämpfte, wovon sich Brian vehement distanziert.

Gemeinsam arbeiten sie in einer Welt, deren Alltag von Bandenkriminalität, Drogenmissbrauch und Rassismus bestimmt wird. Als sie den Mord an zwei jungen Frauen aufklären sollen, geraten sie schnell in eine Spirale der Gewalt, in der ihre Gegenwart auf den Schmerz der Vergangenheit trifft. Denn die Schatten der Apartheid sind noch immer näher als gedacht...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Studio Hamburg
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer
- Featurette Making-Of
- Interview mit Orlando Bloom

DVD und Blu-ray | Zulu

DVD
Zulu Zulu
DVD Start:
31.10.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 106 min.

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Blu-ray
Zulu Zulu
Blu-ray Start:
31.10.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 106 min.

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DVD Kritik - Zulu

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Kampf mit der Vergangenheit - Was hatte der Film für Aufmerksamkeit gesorgt. Er wurde als eine Sensation gepriesen und sowohl die darstellerische als auch die inszenatorische Leistung sehr gelobt. Und das obwohl das ZDF mit produziert hatte, welches ja nun nicht gerade dafür bekannt ist, gelungene Genrevertreter herstellen zu können. Teilweise kann man das Lob durchaus verstehen, da „Zulu“ sich mal eines anderen Themas annimmt, als man es gemeinhin aus dem filmischen Genre kennt. Thriller die in Südafrika spielen und sich die dortige historische, soziale und wirtschaftliche Situation zu Nutze machen sind selten und somit schon per se ein Hingucker. Was im Film selten ist, war aber in den letzten Jahren in der Literatur häufig zelebriert worden. Nicht zuletzt durch den Erfolg der Romane von Deon Meyer oder Roger Smith, die alle in Südafrika spielen. „Zulu“ basiert auf einem Buch von Caryl Ferey. Als Romanverfilmung ist „Zulu“ aber leider ein Ausfall. Zu keinem Zeitpunkt kann der Film die soziale und psychologische Dichte der Vorlage erreichen und muss auch bei der Brutalität, der Stimmung, dem Sex und den historischen und gesellschaftlichen Hintergründen deutliche Abstriche machen. Es ist zwar ein altes Spiel das hier wieder angefangen wird, nämlich das Pro und Kontra von Romanverfilmungen, aber bei einem Buch dessen Handlung untrennbar mit den Gegebenheiten Südafrikas verbunden ist, muss der Vergleich gezogen werden. Während in einem Buch durch einen allwissenden Erzähler sehr viel mehr psychologische Einsichten und Möglichkeiten für historische Exkurse gegeben sind, hat ein Film natürlich nicht so viel Raum dafür ist, da er in einer absehbaren Zeit zumindest die Handlung unterkriegen muss. Die Zusammenhänge des Buches sind aber zu komplex für einen Spielfilm. Und so ist die Enttäuschung vorprogrammiert. Eine Szene die in einem Buch zwei ganze Kapitel einnehmen wird im Film in gerade mal zwei Minuten abgehandelt und alles weitere was damit zusammenhängt, einfach fallen gelassen. Wenn man den Film aber für sich betrachtet, was zugegeben schwer ist, wenn man das hervorragende Buch kennt, so hat man einen packenden und temporeichen Thriller der sich selten Zeit nimmt und dermaßen durch die Szenen hetzt, das man einiges handlungsrelevantes verpassen kann, wenn man nicht gehörig aufpasst. So sind manche Entwicklungen und Ermittlungsfortschritte nicht ganz nachvollziehbar. Auch wenn der Film gegenüber dem Buch sehr geglättet ist und weichgespült wurde, gibt es einige Härten und viele gelungene Bilder sowie gute Darsteller. Die politische Dimension ist schon etwas greifbar, aber es wundert einen dann doch, dass dieses nicht expliziter deutlich gemacht wird. Immerhin gibt es am Ende die gute Symbolik wenn sich zwei Relikte der Apartheid, jetzt schon im lebenden Zustand eine Art Geister, gegenseitig in die Wüste jagen und sich müde dahinschleppen. Da findet sich mit der Wüste ein schönes Bild für die inneren Verwüstungen welche durch die Vergangenheit des Landes ausgelöst worden sind. Umso bedauerlicher ist es, das gerade dieses Kernthema des Stoffes hier so sträflich behandelt wird.

Das Bild als auch der Ton sind gut, das Interview mit Orlando Bloom ist sehr routiniert und das Making Of zwar mal nicht das übliche ständige gegenseitige Lob, aber dennoch erstaunlich wenig aussagekräftig. Trailer und eine Trailershow gibt es natürlich auch.

Auch wenn der Film als Thriller durchaus unterhaltsam ist, so nimmt er sich zu wenig Zeit und hetzt dermaßen durch die Szenen das man gehörig aufpassen muss. In der Ignoranz der vielen verschiedenen Komponenten ist er als Romanverfilmung aber gescheitert.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Studio Hamburg