Zoo - DVD

DVD Start: 27.10.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 72 min

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Inhalt

Enumclaw ist ein verschlafenes Nest im Staate Washington. Das idyllische Fleckchen wurde 2005 schlagartig bekannt, als ein bizarrer Todesfall durch die Medien geisterte: Der Ingenieur Kenneth Pinyan starb an inneren Blutungen im Darmbereich, nachdem er Sex mit einem Hengst hatte.

Filmemacher Robinson Devor rollt die Geschichte um Mr. Hands, wie sich der Mann im Internet nannte, nochmals auf, indem er mit vielen Beteiligten spricht: Pferdeknechte, Tierärzte, Polizisten und Menschen, die in den einschlägig orientierten Chatrooms als Experten gelten. Mit seinem meditativen, einfühlsamen und zugleich verstörenden Dokumentarfilm über Zoophilie gelingt es Devor, einen Mann darzustellen, der eines der letzten großen Tabus brach. Sein Tod schockierte eine ganze Nation: Ist das, was wir vorgeben zu sein, so unterschiedlich von dem, was wir wirklich sind?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Audiokommentar mit Regisseur und Autor, Trailer

DVD und Blu-ray | Zoo

DVD
Zoo Zoo
DVD Start:
27.10.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 72 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Zoo

DVD Wertung:
Film: | 0/10
Bild: | 9/10
Ton: | 6/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 2/10


Der Fall wurde in den USA von der Ost- bis zur Westküste bekannt: in einem kleinen Dorf starb ein Mann an inneren Verletzungen, nachdem er den Geschlechtsakt mit einem Pferd vollzog. Der Film Zoo von Robinson Devor schildert die Geschichte dieses Mannes, der das Pseudonym Mr. Hands benutzte.

Die Bilder sind idyllisch, die einzelnen Einstellungen recht lang und auch die gelungene Musikuntermalung vermittelt ein Gefühl von Ausgeglichenheit und Frieden. Die angenehme Stimme aus dem Off erzählt von jenem Mann, nicht die skandalösen Fakten, sondern eine lose Beschreibung der Lebensverhältnisse dieses Mr. Hands, der nun tot ist. Zoo wirkt von Anfang an wie eine Dokumentation, nüchtern und unaufgeregt. Vielleicht der Versuch, die Anstößigkeit des Sujets zu mildern, um scheinbar unaufgeregt etwas über die Gefühle der Gruppe um Hands zu erzählen. Doch an diesem Punkt scheitert Zoo nicht nur grandios, sondern entpuppt sich als perfider Versuch, eine Plattform für Tierquäler zu bieten.

Zum einen erfährt der Zuschauer kaum etwas über Motivation oder Hintergründe dieses Mr. Hands. Sowohl die Aussagen des Off-Erzählers als auch die Interviews beinhalten kaum etwas Greifbares, viel Zeit wird an Belanglosigkeiten verschwendet, eine wirkliche Charakterisierung findet nicht statt. Das große Problem ist, dass der Film eine viel zu eindeutige Position einnimmt: Die Protagonisten dürfen gelassen ihr Hobby verherrlichen, wobei nicht zu vergessen ist, dass die fiktiven Figuren lediglich Pendants real existierender Menschen darstellen. Zu keinem Zeitpunkt werden die Geschehnisse kritisch hinterfragt, wird die Geisteshaltung der Sodomisten in Frage gestellt. Im Gegenteil: Tierischer Sex hat nichts mit Liebe zu tun, sondern ist schlicht und ergreifend Tierquälerei. Reflexion? Bohrende Fragen? Fehlanzeige. So bekommt der Film einen sehr faden Beigeschmack.

Zoo schafft es nicht, einen wirklichen Einblick in die Seelen der Täter zu geben, stattdessen verherrlicht der Film ihre Straftaten auch noch, weshalb der Film nicht nur überflüssig, sondern direkt perfide ist. Gerade angesichts des Versuchs, darüber mit den Mitteln eines Dokumentarfilms und der fast melancholischen Grundstimmung hinwegzutäuschen, ist Robinson Devors Werk absolut nicht hinnehmbar.

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by Tom Schünemann
Bilder © Eurovideo