You are not alone - DVD

DVD Start: 02.04.2015
FSK: ab 18 - Laufzeit: 84 min

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Inhalt

Matt und Ginny, zwei Künstler aus Kalifornien, tauschen auf der Suche nach Inspiration ihr Haus gegen einen feudalen Landsitz in England. Bald finden sie heraus, dass sie Nachts von einem unheimlichen Mann verfolgt werden, der in das Haus eindringt, ohne Spuren zu hinterlassen. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer

Video on demand - You are not alone

DVD und Blu-ray | You are not alone

DVD
You are not alone You are not alone
DVD Start:
02.04.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 84 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
You are not alone You are not alone
Blu-ray Start:
02.04.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.

DVD Kritik - You are not alone

DVD Wertung:
Film: | 1/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 2/10


Haustausch mit Untermieter - Liebe Regisseure, ist es immer noch nicht bei euch angekommen, dass sich der Stil des semidokumentarischen und des sogenannten Found-Footage-Materials mittlerweile überlebt hat? Habt ihr es immer noch nicht geschnallt, das dieser Stil eine Herausforderung an die Nerven des Zuschauers darstellt und eine sehr gute inhaltliche Begründung braucht? Nicht jeder Hinz und Kunz läuft permanent mit einer Kamera durch die Gegend. Oder sind in eurer Vorstellung alle zu Autisten geworden, die nur noch mit einer Digicam kommunizieren können? Liebe Regisseure, habt ihr denn gar nichts gelernt, so dass ihr das einfachste Stilmittel benutzt, welches aber dann erst recht effektive Schocks braucht und eine funktionierende Story? Also auf anderen Gebieten nach Talent schreit? „You are not alone“ nutzt leider Gottes den Found-Footage-Stil und macht sich damit selber komplett kaputt. Dabei ist die Grundidee ja ganz nett: ein amerikanisches Pärchen hat mit einem englischen Ehepaar für ein halbes Jahr das Haus getauscht und beziehen nun das herrschaftliche Anwesen auf dem britischen Land. Was sie nicht wissen: in dem Haus wohnt noch ein Stalker, der auf Dauer immer aggressiver wird. Von der Konzeption her hätte man jetzt eine Mischung aus Geisterfilm und Home Invasion erwartet und die Kombination hätte seinen Reiz gehabt. Aber die Macher wurden von allen guten Geistern verlassen und nutzen den Found-Footage-Stil, dessen Gebrauch hier aber keinerlei Sinn macht. Am Anfang geht es noch, wenn das Pärchen seine neue Umgebung vorstellt. Aber dann filmt der Mann einfach alles und nervt damit nicht nur seine Verlobte sondern auch die Zuschauer. Da stellt er die Kamera neben seinen Rechner während er tippt! Wie spannend. Stellt sie in das Schlafzimmer, während beide Helden schlafen und da passt es für den Kameramann natürlich wunderbar, das die Heldin nur bei Licht schlafen kann, da man ja sonst nichts auf den Aufnahmen erkennen würde. Als ob die einfachsten Alltagssachen so spannend wären, als das man sie festhalten müsste. Es interessiert einen nicht und langweilt einen zu Tode. Mal abgesehen davon, dass nur Vollhorste so was machen und einem deswegen egal sind. Als der Held dann merkt, das ab und zu nachts jemand fremdes in das Haus kommt, installiert er Überwachungskameras und alles erinnert an „Paranormal Activity“ ohne jemals dessen Intensität oder Spannung zu erreichen. Was alles noch schlimmer macht: die Figuren werden nicht nur zunehmend unsympathisch, sondern begehen richtig dumme Aktionen. Da klappert laut eine ausgelegte Falle, was den Helden weckt und er weiß nun mit Sicherheit, dass sich ein Einbrecher im Haus befindet und was macht er? Er geht in den Flur und ruft „Ist da wer?“ Mal ehrlich, wie dämlich kann man sein? Was besonders am Finale einen herben Fehler im zeitlichen und logischen Ablauf auch noch in Kauf nimmt und man sogar erleichtert wäre, wenn dieser Vollpfosten von Held endlich das zeitliche segnet, da dann die durchschnittliche Intelligenz um einiges wächst. Aber na ja, wenn er nun nach einem tätlichen Angriff endlich zur Polizei gegangen wäre, da er ja nun sichtbare Beweise für einen Einbruch im Gesicht trägt, wäre wohl der Film zu Ende gewesen. Was für den Zuschauer ein Glück gewesen wäre. Im Laufe der Zeit, wenn alles dramatischer wird, so geraten die Darsteller immer mehr ins Trudeln und das agieren wird zunehmend hölzern. Alles hier ist ein einziger Witz, gepaart mit großer Langeweile und einem Regisseur der keine Ahnung hat von dem was er tut und alles an dem Stil versemmelt was man falsch machen kann. Wenn die Helden übrigens mal ihr Band selber angesehen hätten, so hätten sie sehr schnell gesehen, dass noch jemand im Haus ist und der Film wäre nach fünf Minuten vorbei gewesen. Im Übrigen rechtfertigt der Film die Altersfreigabe nicht und der Zusatz „Uncut“ suggeriert eine Härte die nicht vorhanden ist. Er hätte auch ab 12 freigegeben sein können. Ein Film den angehende Regisseure sehen sollten, um endlich von dem Stil befreit zu werden oder um zu beobachten was man besser alles nicht damit macht.

Da es sich hier im ein Found-Footage Film handelt kann man von der technischen Ausstattung nicht sonderlich viel erwarten. So ist das Bild und der Ton so lala, wobei vor allem die Toneffekte untergehen und man dem Protagonisten einfach glauben muss, dass er gerade über sich Schritte gehört hat. Andere Toneffekte sind wiederum zu laut und angesichts des Gesamtergebnisses kann man da auch Regisseurfehler vermuten. Als Extras gibt es dann auch nur den Trailer und eine kleine Trailershow.


Fazit:
Hoffentlich der letzte Found-Footage-Film, da er zeigt was man alles bei dem Stil falsch machen kann. Langweilig, strunzdumme Charaktere, keine Härte, Unlogik, Fehler im zeitlichen Ablauf und unfreiwillig komisch ist das eine einzige Herausforderung an den Zuschauer.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Tiberius Film