Yorkshire-Killer: 1974 - 1980 - 1983 - DVD

DVD Start: 18.10.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 295 min

Yorkshire-Killer: 1974 - 1980 - 1983 DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Willkommen in einer Welt der Korruption und Paranoia. Verschwundene Schulmädchen, verstümmelte Prostituierte, ein verdorbener Polizeiapparat und grenzenlose Gewalt: Vor dem Hintergrund der bestialischen Morde des Yorkshire Rippers versuchen ein Journalist, ein Polizist und ein Anwalt der Wahrheit auf die Spur zu kommen und geraten in einen Sumpf aus Missgunst, Raffgier und Rücksichtslosigkeit.

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DVD Details

Medienanzahl: 3
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Geschnittene Szenen, Hinter den Kulissen, Interview mit Julian Jarrold, Making of, Booklet, Trailer, Wendecover

DVD und Blu-ray | Yorkshire-Killer: 1974 - 1980 - 1983

DVD
Yorkshire-Killer: 1974 - 1980 - 1983 Yorkshire-Killer: 1974 - 1980 - 1983
DVD Start:
18.10.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 295 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Yorkshire-Killer: 1974 - 1980 - 1983 Yorkshire-Killer: 1974 - 1980 - 1983
Blu-ray Start:
18.10.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 307 min.

DVD Kritik - Yorkshire-Killer: 1974 - 1980 - 1983

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


„Yorkshire Killer“ ist eine britische Krimi-Reihe aus dem Jahr 2009 und basiert auf dem „Red Riding Quartett“, vier Romanen mit den Titeln „1974“, „1977“, „1980“ und „1983“des britischen Autors David Peace. Die Romane verbinden eine fiktionale Geschichte mit der realen Suche nach dem Yorkshire Ripper, welcher die Behörden viele Jahre lang auf Trapp hielt. Aus den vier Büchern wurden drei Filme, von Drehbuchautor Tony Grisoni gekonnt verdichtet. Heraus kam ein wahrlich verstörendes Werk. Der englische Originaltitel bezieht sich dabei sowohl auf die Einteilung Yorkshires in drei „ridings“ (Verwaltungsbezirke) als auch auf das Märchen von Rotkäppchen „Red Riding Hood“. Ein Mädchen, das in der Serie verschwindet, trägt nämlich einen roten Mantel.

Die drei Filme mit einer Laufzeit von rund 300 Minuten, verteilt auf drei DVDs, wurden von je drei verschiedenen Regisseuren (Julian Jarrold, James Marsh und Anand Tucker) inszeniert. Die Welt, die der Zuschauer dann betritt, ist alles Andere als einladend. Die Charaktere sind beinahe alle unsympathisch, viele gefährlich, skrupellos – ja, regelrecht böse. Die Kameraeinstellungen tun ihr übriges: Oft wird durch Scheiben oder auch an Säulen vorbeigefilmt, was dem Zuschauer das Gefühl gibt, er selbst würde den Protagonisten hinterher spionieren.

Im ersten Teil 1974 ist dies der neue Polizeikorrespondent Eddie Dunford (Andrew Garfield), ein sensationsgieriger Journalist, der um jeden Preis eine gute Story liefern will. Er stellt Verbindungen zwischen Kindsentführungen fest, Entführungen, die die wenigsten Kinder überleben. Obwohl Eddie einer der „Guten“ ist, vermag man lange wenig Sympathie für ihn aufzubringen. Allerdings fügt er sich damit nahtlos in die ihn umringenden Figuren ein, allen voran der Baulöwe John Dawson, gespielt von einem sagenhaft schmierigen und nicht im geringsten hübschen Sean Bean. Im zweiten Teil 1980 wird Dunfords Part von dem Sonderermittler Peter Hunter (Paddy Considine) übernommen. Er soll endlich Licht ins Dunkle um die Ripper-Ermittlungen bringen. Ein Job, der ihn viel kosten wird, vor allem aber jegliche Gedanken an das Gute im Menschen. Paddy Considine spielt einnehmend gut. Die Dinge, die er ans Tageslicht bringt, sind allerdings weniger gut. Ebenso wenig wie die im letzten Teil 1983, in dem viele Fäden zusammenführen und im Mittelpunkt diesmal der dickliche Anwalt John Piggott (Mark Addy) steht. Die unsympathischen Charaktere werden noch unsympathischer. Die Kinder- und Frauenmorde stehen nicht mehr wirklich im Vordergrund. Auch, dass der wahre Ripper gefangen wird, ist eher nebensächlich. Denn in Yorkshire scheint eh alles kaputt zu sein. Korruption, Demütigungen, Rücksichtlosigkeit und Machtgier bestimmen das Bild einer Gegend, in der sicher niemand freiwillig wohnen will. Am Ende der Trilogie bleibt man mit einem fiesen Gefühl im Bauch vor dem Fernseher sitzen. Was zunächst mit ein paar Spannungshängern anfing, steigert sich im Laufe des Filmes und jedes Mal auch gegen Ende der jeweiligen Teile dermaßen, dass einem beinahe schlecht wird. Schlecht auch ob der hin und wieder furchtbaren Gewalt, die Menschen, ob unschuldig oder nicht, angetan wird – und das von Menschen, denen man eigentlich seine Sicherheit anvertraut. Ein sehenswertes Werk.

Das Bild ist durchgehend in düsteren, beinahe deprimierenden Farben gehalten. Zuweilen wirkt es grobkörnig, fängt jedoch wunderbar die Stimmung der jeweiligen Jahre ein. Der Ton ist in Ordnung, bisweilen wird die Musik aber ohrenbetäubend. Wer Filme nicht in der höchsten Lautstärke ansieht, wird hier auf jeden Fall zusammenzucken.

Als Extras bietet jede DVD Einblicke hinter die Kulissen, Trailer und geschnittene Szenen. Diese zeigen zuweilen mehr als die Filme, die es manchmal mit einer Ahnung belassen. Als Ergänzung zu den Filmen bieten sie sich auf jeden Fall an.

Mein Fazit: Exzellente Darsteller prägen diese düstere und bis zuletzt sehr spannende Trilogie. Eine Reihe, die auf den Magen schlägt.

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by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Studiocanal Home Entertainment