Yentown - Swallowtail Butterfly - Intro Edition Asien 17 - DVD

DVD Start: 06.08.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 146 min

Yentown - Swallowtail Butterfly - Intro Edition Asien 17 DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Yentown, eine armselige Barackensiedlung ausserhalb Tokyos, ist der Ort an dem viele Nicht-Japaner ihre Wünsche wahr werden lassen wollen. Die Gier nach Geld, dem Yen, eint die Bewohner unterschiedlichster Herkunft. Dort lebt das schüchterne Mädchen Ageha nach dem Tod ihrer Mutter bei der chinesischen Sängerin Glico, die in Yentown zur Hure wurde. Als ein Ageha bedrohender Yakuza getötet wird und dieser spurlos verschwinden soll, findet sich eine Kassette in dem Leichnam. Die dort gespeicherten Informationen verändern das Leben aller Beteiligten und verhelfen ihnen zu einfachem und schnell erworbenen Reichtum. Die Jagd einiger dunkler Gestalten nach dieser Kassette bedroht aber das Aufleben eines Wunschtraums...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,66:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- 16-seitiges Booklet
- Songauswahl
- Behind the Scenes

DVD und Blu-ray | Yentown - Swallowtail Butterfly - Intro Edition Asien 17

DVD
Yentown - Swallowtail Butterfly - Intro Edition Asien 17 Yentown - Swallowtail Butterfly - Intro Edition Asien 17
DVD Start:
06.08.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 146 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Yentown - Swallowtail Butterfly - Intro Edition Asien 17

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 6/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Flugversuche und Bauchlandungen
Der Swallowtail Butterfly heißt auf Deutsch Schwalbenschwanz und ist nicht nur der Titel dieses japanischen Filmes, sondern auch das zentrale Symbol. Aus Raupen entwickelt er sich und fliegt zerbrechlich in der Großstadt umher. Und ebenso geht es den Charakteren in dieser DVD-Veröffentlichung. Die sogenannten Yentowns sind arme Einwanderer, die nach Japan kamen um Geld zu verdienen. In der Not lebend, versuchen sie auf jede erdenkliche Art und Weise Geld zu verdienen. Und sei es auf kriminelle Art. Dieses wäre dann das Raupenstadium. Als sie endlich Erfolg haben, das Schmetterlingsstadium, holt sie allerdings die Vergangenheit ein und der Erfolg erweist sich als äußerst fragil. In einer besonders schönen Szene wird der Hauptfigur eine Raupe auf den Brustkorb gemalt und Ageha genannt (welches Japanisch für Schwalbenschwanz ist). Als Handicap erweist sich in dem Film, dass er nicht synchronisiert und demnach etwas anstrengend ist. Andererseits ist das auch wieder faszinierend und folgerichtig, da in der Yentown die unterschiedlichsten Nationalitäten als Einwanderer leben. So hört man auch als Zuschauer die Unterschiede und kann die Beziehungen der Charakter untereinander besser einordnen. Zudem werden die Schwierigkeiten der Figuren dadurch sehr viel deutlicher. Die dominierenden Sprachen sind Japanisch, Chinesisch und Englisch. Die Sympathien des Filmes liegen eindeutig bei den Ausgestoßenen, gerät aber niemals in den Sog des Sozialkitsches. Gut, die Hure mit dem goldenen Herzen ist eine Klischeefigur, erfährt aber eine deutliche Wandlung und wird mit charakterlicher Tiefe dargestellt. Generell weiß jeder der Darsteller zu überzeugen. In der Schilderung der harten Realität nimmt sich der Film nicht zurück, sondern zeigt auch die Ambivalenzen der Figuren auf. Der Kitsch wird allein schon dadurch vermieden, dass, wenn die Charaktere Erfolg haben, sie in den Dreck zurückgezogen werden. Die Ausbrüche von harter Gewalt wirken dem ebenso entgegen. Aber die Ausgestoßenen halten zusammen und hier sind einige wirklich rührende Szenen zustande gekommen. Nur hätte der Film etwas kürzer sein können. Größtenteils in recht dunklen Bildern gehalten, werden diese durch sehr poetische Einfälle aufgehellt und durch Brutalität empfindlich gestört. Somit taucht der Film den Zuschauer in ein Wechselbad von Gefühlen. So zum Beispiel wenn die Tochter ihre tote Mutter verleugnen muss, da sie kein Geld für deren Beerdigung hat. Andererseits wird gegen Ende dann aus Mitmenschlichkeit das hart verdiente Geld geopfert. Das als Leitmotiv eingesetzte Lied „My Way“ erfährt hier eine gute Würdigung.

Der Ton ist gut und das Bild okay. Letzteres hätte etwas schärfer sein können. Als Extra gibt es Impressionen vom Dreh, die leider nicht untertitelt sind.

Sehr gute Darsteller, ungewohnte Perspektiven, poetische Einfälle und Brutalität lassen den Zuschauer in diesem Sozialdrama ein Wechselbad der Gefühle erleben. Auch wenn manchmal die Bilder etwas dunkel geworden sind, lohnt sich ein Blick auf jeden Fall.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG