Yakuza Graveyard (OmU) - Edition Nippon Classics - DVD

DVD Start: 16.09.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 92 min

Yakuza Graveyard (OmU) - Edition Nippon Classics DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Das Verbrechen in Japan ist eine Institution: Die Polizei kann lediglich versuchen, ein Gleichgewicht der Kräfte zwischen den Yakuza-Klans herzustellen. Als der Yamashiro-Klan beginnt, ins Spielgeschäft der Nishida einzugreifen, droht ein blutiger Bandenkrieg, und ein Mann gerät zwischen alle Fronten: Der brutale Cop Kuroiwa (Tetsuya WATARI) verachtet die heuchlerische Haltung der Polizeioberen, die den Yamashiro-Klan unterstützen. Gleichzeitig verstrickt sich sein Schicksal immer enger mit den Nishida. Kuroiwa gewinnt die Freundschaft des Nishidaführers Goro (Tatsuo UMEMIYA) und erliegt dem Charme von Keiko, der bezaubernd traurigen Frau des Klanoberhaupts (Meiko KAJI). Kuroiwa erfährt nun, welch tödliche Konsequenten Ehre und Gewissen in der Unterwelt von Osaka haben.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Rapid Eye Movies
Tonformate:
Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interview mit Mark Schilling, Trailer / 25Min

DVD und Blu-ray | Yakuza Graveyard (OmU) - Edition Nippon Classics

DVD
Yakuza Graveyard (OmU) - Edition Nippon Classics Yakuza Graveyard (OmU) - Edition Nippon Classics
DVD Start:
16.09.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Yakuza Graveyard (OmU) - Edition Nippon Classics

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Kinji Fukasaku mag heutzutage in der westlichen Welt nicht der bekannteste Regisseur sein, doch gehört er unbestreitbar zu den wichtigsten japanischen Filmemachern der letzten Jahrzehnte. Während einer seiner späten Filme, Battle Royale, wohl am populärsten ist, sind es vor allem Fukasakus Gangster- bzw. Yakuzafilme, die es wert sind, neu entdeckt zu werden. Insbesondere Fans von Takeshi Kitano und Quentin Tarantino sollten einen Blick riskieren, bieten die japanischen Gangsterfilme doch eine wichtige Inspirationsquelle für die nachfolgenden Regiekollegen – Tarantino widmete Fukasaku gar den ersten Teil von Kill Bill.

Durchschlagenden Erfolg erreichte der japanische Filmemacher Anfang der 70er Jahre durch The Yakuza Papers, einer fünfteiligen Mafiasaga, die schon gerne mal als japanische Version von Der Pate bezeichnet wird. Direkt im Anschluss drehte er Graveyard Of Honor, der mit entfesselter (Hand)Kamera, enorm dynamischer Inszenierung und avantgardistischer Bildgestaltung auch heute noch einen enormen Eindruck hinterlässt und in einigen Filmen von Tarantino nachhallt. Auch die Liebe zu hohem Blutgehalt verbindet die beiden Regisseure.

1976 entstand Yakuza Graveyard, der es durchaus mit den zuvor gedrehten Werken aufnehmen kann und etwas wie eine japanische Version von Dirty Harry wirkt: Ein brutaler Cop will mit dem organisierten Verbrechen aufräumen, doch die korrupte Polizei lässt sich von einem mächtigen Syndikat kaufen, um im Gegenzug deren Widersacher aus dem Weg zu räumen. Doch Kuroiwa ist ein Polizist aus Leidenschaft und gerät nicht nur zwischen die Fronten der beiden Triaden, sondern wird letztlich sogar ein Gegner der Ordnungshüter, was natürlich für reichlich blutigen Ärger sorgt...

Wie schon bei seinen früheren Werken setzt Kinji Fukasaku auf große Nähe zu seinen Figuren, die Handkamera steht selten still und ist gerade während der zahlreichen Schießereien und Faustkämpfe stets mitten im Getümmel, schreckt dabei auch nicht vor abrupten Schwenks und plötzlichen Perspektivwechseln zurück. Dies ist ungemein mitreißend und fesselt den Zuschauer ungemein.

Im Gegensatz zu Graveyard Of Honor ist die Handlung erfreulicherweise weniger wirr erzählt. Zwar benötigt das Script etwas zu lange für die Exposition, belohnt jedoch mit einem wuchtigen Finale und einigen memorablen Szenen, die teilweise sogar Humor, aber auch viel Tragik beinhalten.

Großartig sind die Darsteller, von denen Tetsuya Watari wie schon in früheren Filmen herausragt. Watari spielt den brutalen Gesetzeshüter enorm ambivalent, stellt dessen Jähzorn und Kompromisslosigkeit ebenso nachvollziehbar dar wie die seltenen Momente der Resignation und Melancholie. Zudem verfügt Watari über eine enorm charismatische Coolness.

Alles in allem ist Yakuza Graveyard für Liebhaber von Gangsterfilmen ein lohnenswerter Genrebeitrag und auch heute noch derart modern, dass er auch einen Blick für jene Filmfans wert ist, die etwas skeptisch gegenüber dem asiatischen Kino eingestellt sind.

Die DVD von Rapid Eye Movies ist in punkto Bild und Ton recht gut, vermutlich ist aus dem Master nicht mehr zu machen. Die Extras sind leider sehr dünn.

Ganz klar ein Film mit viel Einfluss, der Kitano und Tarantino geprägt haben dürfte - für Fans von Yakuzafilmen sicherlich sehr interessant. Dieses Attribut trifft auch auf die dynamische Kameraarbeit und die Bildgestaltung zu, auch der Hauptdarsteller gefällt. Inhaltlich ist Yakuza Graveyard jedoch etwas zerfahren und unpointiert, weshalb sich die zweite Hälfte, trotz hohen Blutgehalts, doch etwas zieht.

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by Tom Schünemann
Bilder © Alive AG / Rapid Eye Movies