Yakuza Apocalypse - DVD

DVD Start: 25.02.2016
FSK: ab 16 - Laufzeit: 120 min

Yakuza Apocalypse DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Ein unsterblicher Yakuza, der sich im Keller eines alten Hauses einen männlichen Strickzirkel hält? Ein Super-Nerd mit tödlichen Martial Arts-Skills, der seine Gegner enthauptet? Ein terroristischer Frosch, der für Chaos in Tokio sorgt? Ein Gangster, der zum Vampir mutiert und harmlose Zivilisten zu Yakuza-Blutsaugern beißt?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Yakuza Apocalypse

DVD
Yakuza Apocalypse Yakuza Apocalypse
DVD Start:
25.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 120 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Yakuza Apocalypse Yakuza Apocalypse
Blu-ray Start:
25.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 125 min.

DVD Kritik - Yakuza Apocalypse

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Vampire und Gangster
Der japanische Regisseur Takashi Miike ist ein Phänomen. Bekannt wurde er durch durchgeknallte, sehr blutige Actionstreifen, die zwar nicht immer Sinn ergaben, aber nur so von absurden Ideen und Blut überquollen. Das ist natürlich nichts für die internationale Kritikerriege die sich vornehmlich der etablierten Filmkunst annehmen, aber Miike konnte sich mit seinen sehr speziellen Filmen eine gehörige Fanbasis aufbauen. Yakuza Apocalypse SzenenbildIn den letzten Jahren überraschte er dann die internationale Filmwelt, indem er nicht nur das Arthouse-Kino bediente, sondern auch große Blockbuster inszenierte die denen Hollywoods in nichts nachstanden. Da war nur noch selten was von seinen irrwitzigen Splatterorgien zu sehen. Miike sagt im Interview zu seinem neuen Film „Yakuza Apocalypse“, welches in den Extras enthalten ist, das er sich fragte, ob er dieses Wilde noch in sich hat und wollte zurück zu den Wurzeln, um billig und schnell eine Splatterorgie zu drehen und wieder irrwitzige Ideen abzuspulen. Sprich: er wollte einfach mal wieder die Sau raus lassen. Und das ist ihm mit „Yakuza Apocalypse“ gelungen. Der Splatter hält sich zwar etwas in Grenzen, vor allem wenn man ihn mit den Frühwerken vergleicht, aber doch ist dieses „Back to the Roots“ deutlich zu spüren. Ebenso wie früher ist eine Story nicht vorhanden. Diese mangelnde Dramaturgie führt auch dazu, dass es viele Anschlussfehler gibt. So trägt der Held mal einen Mantel, dann nicht und dann doch wieder. Wobei die Geschichte auch egal ist. Ein junger Mann schließt sich den Yakuza an, weil er deren Boss bewundert. Das ist alles an Motivation. Als der Boss brutal ermordet wird, stellt der Held fest, dass es sich um einen Vampir handelte. Als eine Art Abschiedsgeschenk macht der Boss nun seinen Schützling ebenfalls zum Vampir, der es dann mit der alten Bande und einigen übermenschlich starken Gegnern zu tun bekommt. Alles ist eher eine Ansammlung obskurer Ideen. So gibt es einen Gnom mit Entenschnabel, eine Frau der dauernd irgendeine Substanz aus den Ohren läuft, ein Running Gag mit einem Gangster der dauernd verwundert „Häh?“ sagt und einem übermenschlich starken Gegner in einem Stofftierkostüm (!). Stellenweise ist das wirklich durchaus lustig und unterhaltsam. Teilweise werden sogar die Erwartungen unterlaufen. Yakuza Apocalypse SzenenbildDa gibt es etwa ein Verlies für feindliche Gangster, in denen die hartgesottenen Männer da sitzen müssen um zu stricken. Inklusive einer Haushaltslehrerin. Es gibt sogar einige parodistische Elemente die sich vor allem auf „Godzilla“ beziehen. Das muss man einfach gesehen haben. Aber es gibt auch Anleihen am Western, wenn ein Schurke wie damals „Django“ mit einem Sarg in die Stadt kommt. Der vorliegende Streifen ist eine wahre Trashperle bei dem sich vor allem Japanfans die Finger blutig lecken lassen dürften.

Der Ton ist sehr gut und das Bild auch. Als Extras gibt es nicht nur den Originaltrailer, was ein bisschen wenig wäre, sondern auch ein Making Of was ein paar interessante Interviews und einen Einblick in den Dreh liefert.


Fazit:
Eine Trashperle die zwar nicht ganz die Radikalität des frühen Miike aufweisen kann, aber nur so vor aberwitzigen Ideen überquillt. Die mangelnde Story fällt kaum ins Gewicht, weil man sich ständig fragt, was wieder als nächstes kommen mag.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media