Xin - Die Kriegerin - DVD

DVD Start: 18.06.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 89 min

Xin - Die Kriegerin DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die Ninja-Kriegerin Xin ist auf der Jagd nach dem geheimen Schatz des Ming-Kaisers. Sie hofft, mit Hilfe dessen, ihr Heimatland vor dem Untergang bewahren zu können. In einem Freudenhaus belauscht die Ninja drei Männer, die den Plan schmieden, die Karte des verborgenen Ming-Schatzes aus dem Kaiserpalast zu stehlen. In der darauffolgenden Nacht treffen Xin und die anderen drei Diebe aufeinander und ringen um die Schatzkarte, die daraufhin spurlos verschwindet... Fünf Jahre später. Die Jagd nach dem Schatz scheint vergessen, als bekannt wird, dass der junge Herr Xu von seinem Vater eine Schatzkarte geerbt hat, die er bisher für völlig wertlos gehalten hat. Doch die alten Schatzsucher erkennen sofort, worum es sich bei der Karte handelt, und die rasante Jagd entbrennt erneut...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Mandarin (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making Of, Filmclips, Behind the Scenes, Trailer, Musikvideo, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Xin - Die Kriegerin

DVD
Xin - Die Kriegerin Xin - Die Kriegerin
DVD Start:
18.06.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Xin - Die Kriegerin Xin - Die Kriegerin
Blu-ray Start:
18.06.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - Xin - Die Kriegerin

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Konfuse Starparade
Von Anfang ist „Xin-Die Kriegerin“ etwas merkwürdig. Schon der Anfang verwirrt den Zuschauer, da man den Eindruck bekommt, eine Rückblende auf einen vorher entstandenen Film zu sehen. Das ist aber schnell vergessen und man sieht sich an der schönen Hauptdarstellerin nicht satt. Und prompt reibt man sich die Augen. Ist das nicht…? Und der? Das ist doch? Genau, drei der ganz großen Asienstars spielen hier mit und das ohne auf dem Cover und in dem Cast genannt zu werden. Jackie Chan! Jet Li! Andy Lau! Jeder für sich ein Garant und unbezweifelbar große Stars. Ob Jackie Chan hier seinem Sohn Jaycee einen Gefallen getan hat, der in diesem Film die Hauptrolle spielt? Wohl kaum, denn alle drei Stars haben sichtlich Vergnügen daran, sich selber zu parodieren. So zitiert Chan sich selbst in einer Szene mit seiner Kampftechnik des „Drunken Monkey“ und veralbert permanent seine mehrfach gebrochene Nase. Andy Lau ist nicht nur einer der größten Filmstars Asiens, sondern auch als Sänger sehr berühmt und erfolgreich. Hier laufen bei seiner Gesangseinlage aber die Zuhörer davon, weil er so schlecht singt. Und Jet Li, der häufig friedfertige Männer spielte, die zur Gewalt gezwungen werden, dreht dieses Mal den Spieß um und spielt einen Dieb, der sich als Mönch verkleidet. Diese drei haben die besten Szenen und wie sie sich gegenseitig ausstechen wollen, ist hinreißend. Leider verschenkt der Film etwas das Potential, welches die Anwesenheit dieses glorreichen Trios besitzt. Zu sehr werden sie in den Hintergrund als Nebenfiguren gedrängt. Und so ist der Film im Zusammenhang recht enttäuschend. Er ist eine Starparade ohne damit zu werben. Gerade im Finale und in den vorbereitenden Szenen dazu gibt es noch viele Cameos chinesischer Stars, sowohl Schauspieler als auch Musiker, die aber dem Europäer zum größten Teil nichts sagen dürften. Der größte Schwachpunkt des Filmes besteht darin, dass er kein Drehbuch zu besitzen schien. Und siehe da: in dem Making of wird das auch zugegeben. Diese Strukturlosigkeit, der fehlende rote Faden, lässt den Film zu einer stellenweise sehr albernen Nummernrevue verkommen. Schade. Albernheit ist starke Geschmackssache und wer das asiatische Kino kennt, weiß, dass man hier zur Übertreibung neigt. Dabei ist der Film wunderschön gefilmt und kann mit einigen schönen symbolhaften Szenen und gut choreografierten, aber langsam geschnittenen, Martial Arts Kämpfen aufwarten. Letztere sind durchaus familienfreundlich. Aber alle familienfreundliche Action, die hier sehr an einen Themenpark erinnert, schöne Bilder, schöne Frauen, gelungene Szenen und parodistische Elemente (wie etwa auf die 1-€-Shops) sind ohne großen Zusammenhang eher ermüdend. Gegen Ende wird dann doch das große inhaltliche Thema, die Schatzsuche, aufgegriffen und hier kann der Film mit einem unerwarteten und demnach gelungenen Kniff aufwarten. Aber dieser ist zwiespältig, denn die Endaussage, so passend sie ist, lässt den Film zu einem reinen Propagandawerk werden. Das Ende ist zugegebenermaßen sehr geschickt, aber das Mühsal der Weg zum Glück ist und nicht der unverdiente Reichtum und die Agrarwirtschaft in den Himmel gelobt wird, ordnet sich nahtlos in die kommunistische Propaganda Chinas ein. Aber der ganze Film lässt sich nicht sonderlich ernst nehmen, wovon die letzte Einstellung mit dem lächelnden Himmel zeugt. Aber es wäre auch wesentlich mehr drin gewesen, wenn es ein Drehbuch gegeben hätte.

Der Ton und das Bild lassen kaum Wünsche offen. Das Making Of ist sehr gut geraten, wohingegen die Filmclips einfach ein kleiner Zusammenschnitt einiger Filmszenen und somit komplett überflüssig sind. Die B-Roll ist wie üblich hat aber leider keine deutschen Untertitel, so dass aufgrund der chinesischen Sprache die Anweisungen völlig unverständlich sind. Dann gibt es noch ein Musikvideo, Trailer und eine Bildergalerie.

Viele Stars, die nicht auf dem Cover und in den Credits genannt werden, Cameos, schöne Bilder, schöne Frauen, gute familienfreundliche Action, aber auch viel Albernheit lassen den Film zu einer zusammenhanglosen Nummernrevue werden, da es kein Drehbuch gab. Und das Ende mit seinem gelungenen Kniff ist ähnlich zwiespältig, da so der Film zu einem Propagandamachwerk wird.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © KSM GmbH