WuJi - Die Meister des Schwertes - DVD

DVD Start: 29.06.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 123 min

WuJi - Die Meister des Schwertes DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Über vier Generationen hinweg besetzten die Mitglieder des Zhao-Clans die höchsten Positionen im Land. Tu’an Gu, der Todfeind der Zhaos, zettelt ein Massaker an, dem der ganze Zhao-Clan zum Opfer fällt. Nur die hoch schwangere Zhuang Ji überlebt schwer verletzt und bringt kurz vor ihrem Tod den letzten Zhao zur Welt. Ein Arzt nimmt sich des Kleinen an und beschützt ihn vor Tu’an Gu, der auch den letzten Überlebenden der Familie töten will, um die Blutlinie für immer auszurotten. Jahrzehnte später stellt sich der letzte Sohn Zhaos seinem unausweichlichen Schicksal.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Mandarin (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | WuJi - Die Meister des Schwertes

DVD
WuJi - Die Meister des Schwertes WuJi - Die Meister des Schwertes
DVD Start:
29.06.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 123 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
WuJi - Die Meister des Schwertes WuJi - Die Meister des Schwertes
Blu-ray Start:
29.06.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 128 min.

DVD Kritik - WuJi - Die Meister des Schwertes

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Schwertkampfdrama
Schon für den Film „Wu Ji – Die Reiter der Winde“ wurde der Regisseur Chen Kaige nicht nur von allen Seiten her hoch gelobt, sondern auch für den Golden Globe nominiert. Was schon etwas ungewöhnlich ist, schließlich wurde damit ein chinesischer Film für einen Ur-amerikanischen Preis vorgesehen. Und der zumindest vom Titel her recht verwechselbare „Wu Ji – Die Meister des Schwertes“ war nicht zu Unrecht einer der erfolgreichsten Filme des Jahres in China. Denn der Film ist nicht nur ein weiterer der von der Anzahl her mittlerweile unüberschaubaren Schwertkampffilme, die als zentrales Thema die Rache behandeln. Von diesen Filmen gibt es ungefähr so viel wie Reistöpfe in China. Vielmehr legt Chen Kaige sein Augenmerk auf die psychologischen Aspekte der Rache und zeigt die Figuren psychologisch sehr differenziert. Insofern ist der Titel auch recht irreführend. „Die Meister des Schwertes“ suggeriert einen Martial Arts Film. Es kommen zwar einige Kämpfe vor, aber der Film ist beileibe kein Actionfilm, sondern ein Drama. Der Originaltitel „Sacrifice“ (also „Opfer“) trifft es sehr viel besser. Denn wirklich jede Figur in dem Film vollzieht ein Opfer, um ihre Ziele zu erreichen. Wobei dieses Ziel bei jedem die Rache ist. Die Hauptfigur, der Arzt, opfert nicht nur seine Familie, sondern stellt im Folgenden auch sein ganzes Leben in den Dienst der Rache. Dazu benutzt er das Kind, das nicht sein eigenes ist, es aber dafür ausgibt. Dieser Sohn soll später die Rache für ihn übernehmen. Das Opfer des Sohnes besteht darin, dass er sich zwischen seinem Vater und seinem Patenonkel entscheiden muss. Beide liebt er. Dieser Patenonkel ist aber das Ziel der Rache. Dieser General ist zwar grausam, aber eine der größten Stärken des Filmes besteht darin, dass dieser Mann nicht als komplettes Monster gezeichnet wird. Ganz im Gegenteil: am Anfang kann man Mitleid haben, denn die Ausrottung eines anderen Clans liegt in der konstanten Demütigung begründet. Der General wird permanent gedemütigt, was seinen Hass noch anstachelt, bis er ihn nicht mehr ertragen kann. Aber auch er opfert etwas. Zum einen seine Liebe zu einer Frau und zum anderen alle ihm entgegengebrachte Zuneigung. Alles geht auf die Kosten für seine Rache. Er herrscht zwar später und hat keine Rivalen, ist aber sehr einsam und genießt die Zuwendung seines Patenkindes, was ihn eigentlich später ermorden soll. Für diese unheilvolle Trias des Vaters, Sohnes und Patenonkels wird im Finale ein schönes Bild gefunden. Das Schicksal der drei ist nicht zu trennen und kann sich nur gemeinsam vollziehen. Die Rachepläne sind kompliziert, welche aber auch aus der Hilflosigkeit der Charaktere resultieren. Sie sehen keine andere Möglichkeit und haben auch nicht den Mut zu einer direkten Konfrontation. Das Kind bleibt vom Charakter her manchmal etwas blass, aber das passt insofern sehr gut, da es von den zentralen Männern in seinem Leben nicht als eigenständige Persönlichkeit angesehen wird, sondern, bei beiden, als Mittel zum Zweck und somit auch als eine Projektionsfläche, welche die Sehnsüchte der Männer auffängt. Insgesamt also ein psychologisch sehr differenziertes und glaubhaftes Rachedrama, welches szenenweise sehr bewegend und beeindruckend ist. Auch wenn der Mittelteil etwas lang ausfällt, so kann doch die Action zu Beginn und am Ende auch vollkommen überzeugen und manche Länge wettmachen. Aber vor allem die psychologische Differenzierung auch des Schurken hebt den Film weit über vergleichbare Filme hinaus.

Neben einem sehr guten Making Of gibt es noch zwei Trailer, sowie einen Werbetrailer, als Extras. Obwohl das Making Of interessant ist, so ist das, insgesamt gesehen, doch nicht sonderlich überzeugend. Der Ton und das Bild sind aber sehr gut.

Auf den ersten Blick ein weiterer Racheschwertkampffilm mit einem recht langen Mittelteil. Aber der Film will kein Actionfilm sein, sondern ist ein psychologisch sehr überzeugendes, bewegendes und actionreiches Drama. Hervorragend.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media Home Entertainment