Wintertochter - DVD

DVD Start: 01.06.2012
FSK: ab 0 - Laufzeit: 96 min

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Inhalt

Die 12jährige Kattaka (NINA MONKA) fällt aus allen Wolken, als sie an Weihnachten erfährt, dass der Mann, den sie bisher Papa genannt hat, nicht ihr richtiger Vater ist. Wutentbrannt und zu allem entschlossen macht sie sich mit ihrem besten Freund Knäcke (LEON SEIDEL) und der 75jährigen Nachbarin Lene (URSULA WERNER) auf den Weg nach Polen, wo ihr leiblicher Vater als Matrose auf einem Schiff arbeitet. Was nun beginnt, ist ein aufregender Roadtrip, der sich sowohl für Kattaka als auch für Lene zu einer Reise in die eigene Vergangenheit entwickelt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Indigo / GoodMovies
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Polnisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Polnisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making-of von Antonia Schmidt, RBB, Trailer, Kurzfilm »Flügelfsch« von Johannes Schmid

DVD und Blu-ray | Wintertochter

DVD
Wintertochter Wintertochter
DVD Start:
01.06.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Wintertochter

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 8/10


Im Leben der 12jährigen Katharina (Nina Monka), die lieber Kattaka genannt wird, ist an sich alles völlig normal. Sie wohnt zusammen mit ihren Eltern, die ein Fotogeschäft führen, in einer Wohnung in Berlin und verbringt viel Zeit mit ihrem besten Freund Knäcke (Leon Seidel), der direkt nebenan wohnt. Doch eines Tages verändert sich alles für sie. Es ist Heiligabend und Kattaka möchte gerade ihre neue Digitalkamera, ein Geschenk ihres Vaters (Maxim Mehmet), ausprobieren, als plötzlich das Telefon klingelt. Ein fremder Mann ist am anderen Ende der Leitung und möchte unbedingt Kattakas Mutter (Katharina M. Schubert) sprechen. Auf ihre neugierige Frage, wer der Anrufer sei, bekommt das Mädchen jedoch keine Antwort und erst später, als sie ein Gespräch ihrer Eltern belauscht, findet sie heraus, dass es sich bei dem Mann um Alexej (Merab Ninidze) handelt, einen ehemals russischen Soldaten, der vor vielen Jahren in Deutschland gedient und sich in Kattakas Mutter verliebt hatte. Kattaka findet heraus, dass er und nicht der Mann, den sie jahrelang Papa genannt hat, ihr leiblicher Vater ist. Völlig schockiert versucht sie daraufhin von zu Hause wegzulaufen, wird jedoch aufgehalten und begnügt sich für die nächsten Tage damit, ihre Eltern mit Schweigen zu strafen. Doch dies ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Gemeinsam mit Lene (Ursula Werner) plant sie, Alexej zu suchen und die Nachbarin stimmt zu, das Mädchen mit ihrem klapprigen Autobus nach Polen zu fahren. Dort befindet sich momentan das Schiff, auf dem der „neue“ Vater als Matrose arbeitet. An der Grenze bemerken die beiden, dass sich Knäcke, der häuslichen Streitereien entgehen wollte, im Kofferraum versteckt hat und sie bestreiten ihren Weg fortan zu dritt. Der Trip nach Polen ist nicht nur für Kattaka wichtig sondern stellt sich im Laufe des Films auch für Lene als Reise in die Vergangenheit heraus. Diese ist in Danzig geboren, einer Stadt, die das Ziel der drei wird, nachdem sie das weiter reisende Schiff in seinem ersten Hafen verpasst haben. Zwar weigert sich Lene zuerst, dorthin zurück zu kehren, nach und nach findet sie sich aber doch mit dem Gedanken ab, sich mit dem Krieg und ihrer Kindheit in Polen auseinander zu setzen. Nachdem Lene allerdings trotzdem kein Polnisch spricht bekommen die Reisenden Unterstützung von dem Jungen Waldek (Dominik Nowak), welcher der Enkel des Besitzers der Unterkunft ist, in der die drei vorübergehend wohnen. Waldek möchte Kapitän werden und später eine Route fahren, die ihn nach Deutschland führen wird. Deswegen beherrscht er die Sprache fast perfekt und passt gut in die Rolle des Dolmetschers. Für Kattaka wird er auch schnell ein guter Freund, vor allem, nachdem er gute Ratschläge verteilt und ihr beibringt, zum Wechsel der Perspektiven wie ein Fledermaus kopfüber von einer Stange herunter zu hängen.

„Wintertochter“ ist eine gelungene Mischung aus Roadmovie und Drama, in dem sowohl das Verhalten Kattakas und Lenes als auch die Folgen des Nationalsozialismus in Polen überzeugend dargestellt werden. Auch wenn man als Zuschauer vielleicht genervt auf die zickige Uneinsichtigkeit und Beharrlichkeit Kattakas reagiert, ist diese doch nötig um das Mädchen zu ihrem Ziel zu führen. Auch wenn sie beim ersten Treffen mit Alexej fluchtartig das Schiff verlässt, sieht sie doch im Gespräch mit Lene ein, dass es falsch ist wegzulaufen. Hierbei verbindet sich das Schicksal der beiden, denn Lene hat während der Flucht ihrer Familie aus Polen das selbe getan. Während sie jedoch ihre Mutter nie wieder sah, hat Kattakas Geschichte Aussicht auf ein gutes Ende, selbst wenn die erste Unterhaltung mit Alexej ganz anders verläuft, als sie es sich zuerst erhofft hat.
Zusammenfassend ist zu sagen, das sich der Film den Deutschen Filmpreis für den besten Kinderfilm redlich verdient hat. Gefühlvoll und sensibel führt Regisseur Johannes Schmid auch an schwierige Themen heran und schafft es viele Szenen durch eine Prise Humor zu versüßen.

Die tollen Aufnahmen der winterlichen Landschaft tragen zudem einen wertvollen Teil zum schönen Gesamtbild des Films bei. Die DVD punktet mit ausreichend Bonusmaterial, so etwa einem Making Of und „Flügelfisch“, einem Kurzfilm von Regisseur Johannes Schmid.

by Lisa Hossann
Bilder © Indigo / GoodMovies