Wind Blast - Der Hauch des Todes - DVD

DVD Start: 05.06.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 90 min

Wind Blast - Der Hauch des Todes DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Nach einem Auftragsmord versteckt sich Killer Zhang in der Wüste Gobi. Aber schnell wird er von Elite-Cops und zwei gefährlichen Kopfgeldjägern aufgespürt. Während die Cops Zhangs Verlobte festnehmen, gerät er in die Hände der Jäger. Er muss ihnen ein mysteriöses Foto aushändigen, doch zuvor will er seine Freundin in Sicherheit wissen. Es beginnt ein rasender Kampf zwischen den Cops und den schwerbewaffneten Verbrechern.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Wind Blast - Der Hauch des Todes

DVD
Wind Blast - Der Hauch des Todes Wind Blast - Der Hauch des Todes
DVD Start:
05.06.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Wind Blast - Der Hauch des Todes Wind Blast - Der Hauch des Todes
Blu-ray Start:
05.06.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

DVD Kritik - Wind Blast - Der Hauch des Todes

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Chinesischer Western - Chinesischer Western? Das klingt ziemlich abstrus und erinnert an so manche merkwürdigen Ergüsse aus den 1970ern als Westernhelden in das alte China bzw. Japan kamen oder Martial Arts Kämpfe im Wilden Westen ausgeführt wurden. Das ist hier bei „Wind Blast“ nicht der Fall. Die chinesische Produktion erzählt einen Krimi wie er mit seinen Actionelementen im Grunde typisch für das Land ist. Aber da der Inhalt in der Wüste Gobi spielt, sind nicht nur deswegen hier einige Bilder aus dem amerikanischen Western entlehnt. Mal abgesehen davon, das die Protagonisten reiten, sich beschießen und in einer unwirtlichen Gegend umherirren, ist auch die Konstellation, Sherriff, Kopfgeldjäger, Gefangener samt Geliebte und Killer, typisch für einen Western. Das Finale ist dann auch sehr ikonenhaft (mit einem unerwarteten Twist) und manche Szenen erinnern an große Genrevorläufer. Wenn des Nachts die zwei Killer die Polizisten angreifen (sogar mit Pfeilen), dann hat das sehr etwas von Szenen in denen Soldaten oder Siedler von Indianern attackiert wurden. Gegen Ende wenn alle in einem großen, fast leeren, Gebäude ihre Kämpfe abhalten so erinnert das zunächst sehr an John Carpenters „Assault“, der aber wieder eine Hommage an „Rio Bravo“ mit John Wayne war. Das verbunden mit Martial Arts Kämpfen ergibt eine interessante und sogar erstaunlich homogene Mischung. Aber leider sind die Actionszenen auch das Beste an dem ganzen Film, da er auf andere Art und Weise grandios scheitert. Sind die Actionszenen noch sehr originell und packend, waren wohl für den Rest des Films keine Seiten eines Drehbuches mehr vorhanden oder der Regisseur Qunshu Gao hatte keine Lust mehr und überlies sein Material einem unerfahrenen und schlechten Cutter. Wie sonst lassen sich erhebliche Sprünge und Anschlußfehler erklären? Da ist in einer Sequenz kurz ein Cop zu sehen, der vorher noch gefangen war und in der nächsten ist er wieder in einem Netz verstrickt. Hat er sich zwischendurch selber noch einmal eingewickelt? Warum bedrängt der Gangster seine Freundin eine Abtreibung vorzunehmen, heult sich aber nach einer Fehlgeburt die Augen aus dem Kopf? Warum fliehen zwei Gefangene nicht aus einer Höhle wenn sie weder gefesselt sind noch der Höhleneingang verbarrikadiert ist? Leider gibt es solche Elemente und Szenen am laufenden Band. Oft scheint auch etwas zu fehlen. Da wird etwa ein Truck überfallen, was aber genau passiert und warum? Keine Ahnung. Auch wo auf einmal eine Geisel herkommt bleibt wohl auf Dauer ein Mysterium. Generell ist der Inhalt ziemlich obskur. Eine Handlung und eine zugehörige Figurenzuordnung findet in der ganzen ersten halben Stunde nicht statt und man ist völlig aufgeschmissen was das alles soll und hat auch seine liebe Müh und Not die sich ähnlich sehenden Darsteller auseinanderzuhalten. Leider werden die Figuren auch nicht weiter charakterisiert. Das alles geht ziemlich zu Lasten der Glaubwürdigkeit und es ist einfach alles komplett verstümmelt, widersprüchlich, unlogisch. Wenn nicht die Actionszenen wären, wäre das reine Zeitverschwendung.

Das Bild als auch der Ton sind sehr gut, aber leider gibt es als Extras nur den Trailer und eine Trailershow.

Die Actionszenen in dieser Mischung aus Eastern und Western sind beeindruckend, was man von dem Drehbuch nicht behaupten kann. Viele Fehler, Ungereimtheiten, Anschlussfehler, Widersprüche und unzusammenhängende Szenen machen des Rest zunichte.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Tiberius Film