Wild Hunt - DVD

DVD Start: 25.01.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 91 min

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Inhalt

Das Leben von Erik ist trostlos: Er muss allein für seinen pflegebedürftigen Vater sorgen, während seine Freundin Evelyn und sein Bruder Björn lieber in die Welt eines Fantasy-Rollenspiels eintauchen.

Als Wikinger-Berserker strebt Björn nach seinen nordischen Wurzeln und göttlicher Führung durch den Donnergott Thor. Evelyn schließt sich auf der Suche nach Freiheit und Entfaltung dem Schamanen Murtagh an. Als sie eine Affäre mit ihm beginnt, macht sich Erik auf, Evelyn zurückzuerobern. Widerwillig muss er sich auf die Fantasie-Welt einlassen. Doch bald wird aus dem Spiel tödlicher Ernst und Murtagh bläst zur skrupellosen Blutjagd auf ihn.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Slideshow, Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Wild Hunt

DVD
Wild Hunt Wild Hunt
DVD Start:
25.01.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Wild Hunt Wild Hunt
Blu-ray Start:
25.01.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

DVD Kritik - Wild Hunt

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 6/10


Flucht und Realität
Der Einstieg ist wirklich selten gut. „Wild Hunt“ beginnt mit mehreren Wikingern, die ein Trinkgelage veranstalten und sich provozieren. Während der Zuschauer langsam aufgrund der peinlichen Dialoge beginnt seinen Kopf zu schütteln, fängt ein ziemlich lahmer und schlechter Kampf an. Prompt als man sich fragen will, was das alles werde soll, kommt die Auflösung. Es handelt sich um sogenannte Reenacter, die in ihrer Freizeit wie Menschen im Mittelalter leben und Schlachten nachstellen und sich ganz generell in eine historisch geprägte Traumwelt begeben. Und damit beginnt ein hervorragendes Spiel mit den Realitäten. Die Realität ist trostlos und geprägt von Einsamkeit, Verzweiflung, Routine, Liebeskummer und Sorgen. Passend dazu in Grautönen mit ruhigen, lethargischen Kameraeinstellungen gefilmt. Der Einbruch der Fantasie ist schön gezeigt, indem an einem Morgen ein vollständig in einer Rüstung befindlicher Kumpel vor der Tür steht. Ein Ritter in einem modernen Hausflur. Eine schöne und wirksame Diskrepanz. Doch das Alltagsleben kann man nicht aussperren. Die unbewältigten Konflikte nehmen die Charaktere mit in ihre Scheinwelt und dort kommen sie zum katastrophalen Ausbruch. Das ist sehr eindringlich und schockierend und in seiner Aussage hoch interessant. Auch wenn das vielleicht viele Mittelalter- und Fantasybegeisterte nicht sehen wollen. Einfach weil sie wahrscheinlich nicht wahrhaben wollen, das ihre Traumwelt von der Realität und deren Konflikte beeinflusst wird. Dem wollen sie schließlich ja entgehen. Der Film ist keinem Genre direkt zuzuordnen. Ein bisschen Soap Opera, ein bisschen Action, ein bisschen Fantasy (wobei die ja gestellt ist) und vor allem ein großer Pfeilschuss an Drama. Gerade das Ende, wo die Konflikte völlig außer Kontrolle geraten, ist hervorragend. Nicht nur die zwischenmenschlichen Streitigkeiten eskalieren, sondern auch die Identifikation mit den gespielten Rollen nimmt überhand und es kommt zu realer Gewalt. Ob die Leute daraus lernen, bleibt dahingestellt. Tragisch ist es jedenfalls. So liefert der Film einen guten Blick in eine bestimmte Szene. Leider hat er aber auch einige Längen zwischendurch und erzählt in einem ziemlich einförmigen Tempo, so dass eine filmsprachliche Dynamik manchmal schmerzlich vermisst wird. „Wild Hunt“ braucht zwar die Zeit, um den Zuschauer in die Welt einzuführen, um sie umso effektvoller eskalieren zu lassen, aber irgendwas fehlt. Ein Rhythmuswechsel hätte jedenfalls gut getan. Dennoch ein beachtliches Debüt aus Kanada.

Das Bild ist auch bei den vielen Nachtszenen gestochen scharf. Die Farben sind leider etwas blass, liegen aber dem Originalmaterial zugrunde. Der Ton ist gut. Neben Trailern gibt es in den Extras noch Storyboards zu sehen, von nicht realisierten Szenen mit einem nervigen Voice Over. Und das noch ohne Untertitel.

Ein schockierendes und faszinierendes Spiel mit Realitäten, dem ein bisschen mehr Abwechslungsreichtum und filmsprachlicher Dynamik zwischendurch gut getan hätte.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite