Wickie und die starken Männer - DVD

DVD Start: 11.03.2010
FSK: ab 0 - Laufzeit: 84 min

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Inhalt

Wickie (Jonas Hämmerle), der kleine liebenswerte Junge mit den rotblonden Haaren, lebt zusammen mit seiner Mutter Ylva (Sanne Schnapp) und seinem Vater Halvar (Waldemar Kobus), dem stursten Wikinger-Chef aller Zeiten, im Wikingerdorf Flake.
Die Wikinger sind von Natur aus starke, unerschrockene und laute Gesellen. Wickie jedoch ist ganz anders: zurückhaltend und zart besaitet. Doch er besitzt eine Gabe, die kaum einer seiner Mitwikinger hat: er ist schlau, um nicht zu sagen: sehr, sehr schlau – und überzeugt mit Ideen frei nach dem Motto „Köpfchen geht über Kraft!“ Eines Tages wird das Dorf von einer skrupellosen Horde wilder Fremder mit Angst einflößenden Drachenmasken heimgesucht und gnadenlos überfallen. Die allergrößten und liebsten Schätze der Dorfbewohner werden geraubt: nämlich ihre Kinder! Alle, bis auf Wickie, der sich – Glück im Unglück – beim Drachenfliegen in einem Baumwipfel verheddert hatte.
Wickie, sein Vater Halvar und die anderen Wikinger aus Flake hissen die Segel, um die Kinder zu befreien und begeben sich so in ein großes, spannendes Abenteuer auf hoher See. Immer wieder muss Wickie mit seinen schlauen Einfällen und Ideen seine Freunde aus schier ausweglosen Situationen befreien. Mit von der Partie sind natürlich auch die sich ständig streitenden Tjure (Nic Romm) und Snorre (Christian Koch), der in die Jahre gekommene weise Urobe (Olaf Krätke), Gorm (Mike Maas), der ständig entzückt ist, der Barde Ulme (Patrick Reichel) und natürlich der gutmütige, große, starke und dicke Faxe (Jörg Moukaddam). So unterschiedlich die Freunde aus Flake auch sind, eines gilt für alle: sie halten zusammen, egal, was kommt ... Nur was, wenn der Schreckliche Sven (Günther Kaufmann), der schlimmste Pirat aller Zeiten, auftaucht? Dann erst recht!

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Highlight Video
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Bully Spezial – Making of (ca. 45 Min.)
Outtakes / Gag-Reel (ca. 5 Min.)
Sing-along „Hey, Hey Wickie“ (ca. 3 Min.)
Karaokeversion „Hey, Hey Wickie“ (ca. 3 Min.)
Musikvideo Bully & Sasha „Father & Son“ (ca. 3 Min.)
Merchandising-Seite
Kino-Trailer und –Teaser
Hinweis auf Rom-Teil

Video on demand - Wickie und die starken Männer

DVD und Blu-ray | Wickie und die starken Männer

DVD
Wickie und die starken Männer Wickie und die starken Männer
DVD Start:
11.03.2010
FSK: 0 - Laufzeit: 84 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Wickie und die starken Männer Wickie und die starken Männer
Blu-ray Start:
11.03.2010
FSK: 0 - Laufzeit: 87 min.
Wickie und die starken Männer - Premium Edition Wickie und die starken Männer - Premium Edition
Blu-ray Start:
11.03.2010
FSK: 0 - Laufzeit: 87 min.

DVD Kritik - Wickie und die starken Männer

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 8/10


Irgendwo in Skandinavien vor über 1000 Jahren: Im Dorf Flake lebt Wickie (Jonas Hämmerle), der Sohn des Anführers des Wikingerdorfes, Halvar (Waldemar Kobus). Dieser hat nur Sorgen mit seinem Jungen. Während andere Wikingersöhne mutlos ihre Kräfte in spielenden Kämpfen messen, flüchtet er sogar vor einem Wolf. Zwar hat er dafür andere Qualitäten, nämlich eine ausgeprägte Kreativität und Cleverness, doch diese will Halvar nicht sehen. Als eines Tages eine Gruppe unheimlicher Krieger das Dorf überfällt und die Kinder raubt, bekommt Wickie die Gelegenheit, zu zeigen, wozu er fähig ist...

„Wickie und die starken Männer“ ist der eindeutige Beweis dafür, dass Castingshows durchaus eine Berechtigung haben können. In sechs Folgen suchte Anfang 2008 der deutsche Comedyguru und Regisseur von „Wickie“, Michael „Bully“ Herbig („Der Schuh des Manitu“, „Lissi und der wilde Kaiser“), die Besetzung für die „starken Männer“. Diese sollten möglichst genau an die Vorbilder der Zeichentrickserie „Wickie und die starken Männer“ aus den 70ern entsprechen – in Aussehen und Spiel. Denn Bully wollte keine Parodie, wie etwa auf die „Winnetou“-Filme, schaffen, sondern eine Realfilmadaption der Serie. Mit so vielen Genauigkeiten, wie nur irgend möglich. Und wer die Serie kennt und sich diesen Film ansieht merkt sehr schnell, dass das erstklassig gelungen ist. Jeder der „starken Männer“ passt in seine Rolle wie die Faust aufs Auge. Es fällt zu keinem Zeitpunkt auf, dass hier überwiegend Laiendarsteller, die in einer Castingshow gefunden worden, spielen. Ulme, Faxe, Gorm und wie sie alle heißen scheinen gradewegs aus der Zeichentrickserie ins Leben gerufen zu sein. Waldemar Kobus spielt Halvar ebenso überzeugend, wie Jonas Hämmerle Wickies Mimik gemeistert hat. Es gibt keine Rolle, die hier negativ auffällt, weder von der optischen Ähnlichkeit, noch vom Schauspiel. Bis hin zu den Nebenrollen, die teilweise durch Jürgen Vogel oder Christoph Maria „Stromberg“ Herbst prominent besetzt sind. Mit Abstand am besten besetzt ist aber die Rolle des schrecklichen Svens. Günther Kaufmann scheint schlichtweg für diese Rolle geboren zu sein. Weniger überzeugend sind die Wikingerfernen Rollen, so etwa Bullys eigene Auftritte als spanischer Chronist, der als Erzähler die Handlung schildert oder auch die Chinesin Lee Fu (Ankie Beilke), die zwar für die Geschichte eine wichtige Rolle einnimmt, jedoch dennoch nicht so ganz ins Bild passt. Ausgehend von diesen insgesamt idealen Besetzungsgrundlagen versprüht „Wickie“ einen durchgehenden Charme, der sich deutlich an zwei Zielgruppen richtet: Kinder und (frühere) Fans der Serie. Insbesondere junge Zuschauer dürften sich über das stimmige Abenteuer und die vielen auf sie zugeschnittenen und funktionierenden Gags freuen. Nostalgiker bekommen auch einige Witze, die sich eher an Erwachsene richten (aber dennoch kindgerecht sind), serviert und erfreuen sich vor allem an den vielen Einzelheiten. Denn neben den Schauspielern sind vor allem Kostüm, Maske, Kulisse und Requisite mit viel Liebe und Detailtreue der Serie nachempfunden. Vom Dorf Flake über das Drachenboot bis hin zu den Bärten stimmt einfach alles. Wer sich für echte Wikinger interessiert, sollte sich natürlich keine Illusionen machen. Ziel des Films war es nicht, historisch korrekt zu sein.
Ein weiterer Pluspunkt besonders für Filminteressierte Erwachsene sind zahlreiche Anspielungen auf bekannte Produktionen. Schon das DVD-Motiv spielt deutlich an Star Wars an. Im Hauptfilm finden sich zusätzlich beispielsweise zahlreiche filmische Zitate aus Fluch der Karibik.
Ein hohes Tempo und eine hohe Spaßrate halten dabei den Zuschauer im Sessel. Insbesondere die vielen Gags sorgen naturgemäß dafür, dass die eine oder andere Pointe schon bekannt ist, etwa aus anderen Filmen. Darüber hinaus hat natürlich auch „Wickie“ einige weitere Schwächen. Die Handlung ist einfach gehalten und damit nicht von einigen Logiklücken gefreit. So stellt sich zum Beispiel die Frage, woher die Wikinger unter Halvar wissen, wohin sie segeln müssen, um ihre Kindesräuber zu verfolgen. Des Weiteren wirken die Dialoge zwischen den Kindern am Klang derer Stimmen zu sehr gespielt. Es hört sich einfach an, als ob Kinder schauspielern. Die Mimik und Gestik sitzt hervorragend, nur der Klang zieht leider nicht mit. Darüber sollte man aber hinweg sehen, es bleiben schließlich Kinder, die logischerweise keine jahrelange Schauspielausbildung oder Training genießen konnten.
Unterm Strich ist Bully eine sehr gute Adaption gelungen, die auch eine sehr positive Nachwirkung hat. Man kann sich noch Stunden bis Tage nach Ansehen des Films über die Charaktere freuen.

Die DVD bietet eine gute Technik. Das Bild wird in erster Linie durch die grandiosen Kostüme und Kulisse getragen, die auf der DVD voll zur Geltung kommen. Satte Farben runden die Darstellung ab. Auch der Ton weist eine gute Qualität auf und erfreut mit vielen musikalischen Filmanspielungen und –selbstverständlich- mit der alten Wickiemusik. Einen Abzug gibt es dafür, dass einige Charaktere auf Grund ihres starken Akzents nur schwerlich zu verstehen sind.
Sehr überzeugend ist auch das Bonusmaterial der DVD. Neben einem beigelegtem Flyer, der über einige Fakten und Zahlen zur Produktion informiert, bietet sie eine Reihe von Outtakes, Trailer und Musikvideos, unter anderem eine Karaokeversion des Wickiesongs. Höhepunkt aber ist das rund 45-minütige Making-Of, das fast genauso unterhaltend ist wie der Hauptfilm. Zahlreiche Anekdoten und eine sehr sympathische Gruppe Darsteller tragen ihren Teil dazu bei.

Fazit „Wickie und die starken Männer“ ist eine charmevolle Serienadaption, die sowohl Kinder als auch Nostalgiker begeistern dürfte. Mit viel Liebe zum Detail wurden Figuren und Kulisse der Serie in die Realität berufen. Eine Hommage, die bei erwachsenen Nichtkennern der Serie allerdings kaum landen dürfte.

Hintergrund: Wikinger
Die Wikinger waren ein germanisches Volk, das im Norden Europas im frühen Mittelalter durch Raubüberfälle und Brandschatzungen Angst und Schrecken verbreitete. Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn die meisten Wikingerstämme spezialisierten sich auf Handel und Erkundung. Im gesamten Mittelmeerraum, von der Ukraine bis nach Sizilien, hatten sie Niederlassungen. Über Island und Grönland erreichten sie sogar – gut 500 Jahre vor Kolumbus – Amerika.


by Bastian Gabrielli
Bilder © Highlight Video