Wicked Blood - DVD

DVD Start: 19.05.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 92 min

Wicked Blood DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Für Teenager Hannah Lee Baker (Abigail Breslin, „Zombieland“) gehören Drogen, Gewalt, Waffen und Biker-Gangs zum Alltag. Aufgewachsen mit den kriminellen Machenschaften ihrer Mafiafamilie und der eisernen Faust des Familienoberhauptes Frank Stinson (Sean Bean, „Der Herr der Ringe – die Gefährten“), vertraut Hannah nur ihrem drogenabhängigen Onkel Donny (Lew Temple, „The Walking Dead“). Einzig die Schachpartien mit ihm ermöglichen es Hannah, für kurze Zeit ihrem gewaltsamen Umfeld zu entfliehen. Als sich ihre Schwester Amber (Alexa Vega, „Machete Kills“) in Bill (James Purefoy, „Ironclad“), den Rivalen ihrer Familie, verliebt und von ihrem psychopathischen Onkel Bobby (Jake Busey, „Starship Troopers“) übel zugerichtet wird, erkennt Hannah, dass sie sich aus den Klauen ihrer Sippe befreien muss, und beginnt ein cleveres Rache-Schachspiel gegen ihre Familie.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews mit den Stars, Originaltrailer, Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Wicked Blood

DVD
Wicked Blood Wicked Blood
DVD Start:
19.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Wicked Blood Wicked Blood
Blu-ray Start:
19.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

DVD Kritik - Wicked Blood

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 10/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 8/10


Familienfluch - Bei manchen Filmen ist es schon erstaunlich, das sie gar nicht erst in Deutschland in das Kino kamen. Mittlerweile ist das aber überhaupt kein Qualitätskriterium mehr. Wenn man sich so betrachtet was stellenweise in den Lichttheatern läuft und welche Perlen auf dem Heimkinomarkt debütieren, so muss man sich manchmal Gedanken machen. „Wicked Blood“ ist ein Krimidrama, welches nicht nur hervorragend besetzt ist, sondern inhaltlich zu überzeugen vermag. Gut, vielleicht liegt die zu versandende Veröffentlichung in den nicht von der Hand zu weisenden Anleihen an „Winter`s Bone“. Oder anders formuliert: die weibliche Hauptfigur hätte wohl vor noch wenigen Jahren Jennifer Lawrence gespielt. Aber Abigail Breslin ist mehr als ein bloßer Ersatz, sondern kann den Film locker schultern und neben so hochkarätigen Darstellern wie James Purefoy und Sean Bean bestehen. Jedenfalls spielt sie einen Teenager, der seine Familie retten will und deswegen ein gefährliches Spiel beginnt. Das ist eine Paraderolle für Jennifer Lawrence, wobei es mit diesen Anleihen schon aufhört. Denn die Familie in „Wicked Blood“ ist nicht nur ziemlich zerrüttet, sondern zudem kriminell. Der Onkel der Heldin ist ein Gangsterboss, die Eltern tot, die Schwester entfremdet und der Vormund ein drogenabhängiger Stofflieferant für seinen Schwager. Abigail Breslin wächst nun also unter schlechten Vorzeichen auf und nutzt ihre Begabung für das Schachspiel, welches mit recht aufdringlicher Symbolik hier immer wieder auftaucht, die einzelnen Figuren gegeneinander auszuspielen. Was nun das Drama allerdings verstärkt, ist das Ignorieren, das Menschen eben ihren eigenen Willen haben und nicht so berechenbar sind wie Figuren und vor allem auch das im Schach Bauernopfer gebracht werden müssen. So korrumpiert sich die Heldin selber auf dem Weg raus aus der verbrecherischen Familientradition. Auch wenn es gegen Ende einen Hoffnungsschimmer gibt, so lässt es sich nicht vermeiden, das erst die Hölle losbrechen musste. Für einen US-amerikanischen Film ist es schon recht erstaunlich, dass hier die Ideologie und die „Heiligsprechung“ der Familie zerstört werden. Die blutsmäßige Familie ist schlecht und schlicht böse, wobei gegen Ende die Wahlfamilie zur Erlösung stilisiert wird. Dabei ist es einer der Stärken des Filmes, dass die Charaktere differenziert gezeichnet werden. Niemand ist rein böse oder rein gut, wobei die Sympathien schon deutlich verteilt werden. So sind sie mal durchaus nett und direkt im Anschluss kalt berechnend brutal. Alles lässt den Dramaanteil stetig steigern, aber darunter leidet nie die eigentliche Krimistory, welche sehr spannend und unvorhersehbar ist.

Da es sich bei der vorliegenden Scheibe um eine Pressefassung handelte, kann hier nichts über die Extras gesagt werden, da keine vorhanden waren. Trotz der üblicherweise bei Vorabpressungen reduzierten Ton- und Bildqualität konnten beide Aspekte komplett überzeugen, was für die letztgültige Fassung hoffnungsvoll stimmt.

Ein positives DVD-Debüt. Auch wenn es deutliche Anleihen an „Winter`s Bone“ gibt, so ist dieses Krimidrama sehr gut gespielt und sehr spannend. Damit hat man einen sehr kurzweiligen Abend vor sich.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © KSM GmbH