When the Lights Went Out - DVD

DVD Start: 20.11.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 96 min

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Inhalt

Yorkshire 1974: Als die Maynards in ein neues Haus ziehen, fühlt sich die 13jährige Sally dort von Anfang an nicht wohl. Bald stellt sich heraus, dass ihr Unbehagen berechtigt ist. In dem Haus geht Seltsames vor sich.
Lampen schwanken, Dinge bewegen sich von alleine, plötzlich ist es eiskalt, Bilder fallen herunter. Ein echter Geist scheint hier am Werk zu sein und er konzentriert sich vor allem auf Sally. Die schwankt zwischen Angst und Faszination.
Manchmal ist es, als würde eine unsichtbare Freundin mit im Haus wohnen. Dann fühlt sie sich wieder tödlich bedroht. Gibt es zwei Geister im Haus? Einen bösen und einen, der die Maynards und ganz besonders Sally schützen will?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Behind the Scenes, Interviews, Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | When the Lights Went Out

DVD
When the Lights Went Out When the Lights Went Out
DVD Start:
20.11.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
When the Lights Went Out When the Lights Went Out
Blu-ray Start:
22.11.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

DVD Kritik - When the Lights Went Out

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 10/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Der Regisseur Pat Holden, der auch das Drehbuch geschrieben hat, lehnte seinen Film „When the lights went out“ an eine wahre Geschichte an, die sich Ende der 1960er und Anfang der 1970er in Yorkshire zugetragen hat und damals landesweit Aufsehen erregte. Die Geistererscheinungen im Haus einer normalen bürgerlichen Familie, im Film Maynard genannt, sind in England als „Der schwarze Mönch von Pontefract“ bekannt geworden und gilt als eine der schlimmsten und brutalsten Poltergeist-Manifestationen in Europa. Laut Pressemitteilung hat Holden ganz persönliche Bezüge zu dem Spuk, der nie gänzlich aufgeklärt worden ist und irgendwann so abrupt verschwand wie er begonnen hatte. Holdens eigene Mutter soll nicht nur unbeteiligte Zuschauerin der Geschehnisse gewesen sein, sie war sogar von den Ereignissen betroffen. Kein Wunder das der Regisseur ganz ernst an die Sache heran geht und der Film keinerlei Spuren von Ironie aufweist. Man merkt, dass Holden an Geister und die damaligen Geschehnisse fest glaubt. Dennoch kommt ab und an ein Witz vor. Aber nur bei dem Priester, der einige Klischees auf den Kopf stellt und einen aufgeklärten Katholizismus verkörpert. Dieser generelle Ernst tut dem Film aber auch gut, da er so wirklich den Zuschauer zu erschrecken vermag. Es gibt keine postmoderne Ironie oder ein Spiel mit den Genreversatzstücken. Letztere kommen aber doch zuhauf vor. Auch wenn sich der Regisseur an realen Ereignissen orientiert, so kann sich ein kundiger Zuschauer den Ähnlichkeiten zu anderen Filmen nicht verwehren. So erkennt man nicht nur die typischen Zutaten des Geisterfilms, sondern auch Versatzstücke aus „Poltergeist“ und „Der Exorzist“. Letztere beide können sich durchaus an den realen Geschehnissen orientiert haben, aber sie waren eben früher da als „When the lights went out“. So kann der Film sich nicht so ganz im oberen Genrefeld behaupten, da er dem Genre vom heutigen Standpunkt her nichts Neues abgewinnen kann. In dieser Hinsicht kommt ihm der chronologische Charakter nicht zu gute. Aber dafür ist er wirklich beängstigend und kann dem Zuschauer nicht nur einige Adrenalinschübe verpassen, sondern wirklich Gänsehaut erzeugen. Zudem wird in der Handlung genügend offen gelassen, um die Fantasie des Zuschauers anzuregen. Aber es wird manchmal auch zu viel gezeigt. Dabei kommen zu Beginn die typischen Elemente zum tragen wie knarrende Türen, schwankende Lampen, etc. Hier kann auch die technische Ausstattung punkten, denn der Ton vermag es die Soundeffekte, essentieller Bestandteil zum Gelingen eines Geisterfilmes, gut und plastisch wiederzugeben. Leider gibt es zwei Szenen, die dem Film nicht gut tun. Im Mittelteil gibt es eine Szene, in der die junge Heldin eine Vision hat. Diese Szene ist zeitlich nicht richtig passend und der Aspekt, dass das Mädchen eine Vision hat, ist nicht stimmig und wird auch nie wieder angesprochen. Und die allerletzte Szene, also das Finale, geht leider in einem CGI-Overkill unter, was ein derber Stilbruch ist und sich unangenehm von dem Rest des Filmes abhebt. Dennoch ist der Film ein sehr spannender und, mit einigen kleinen Abstrichen, gelungener Geisterfilm. Das liegt nicht nur an der dichten Psychologie, voller Respekt vor den Figuren, sondern auch an der schon genannten Ernsthaftigkeit. Zwar werden manche Nebenfiguren im Laufe der Handlung vergessen, aber die größte Frage stellt sich anders: warum hat der Geist bei den scheußlichen 70er-Tapeten nicht freiwillig das Haus verlassen?

Der Ton und das Bild sind sehr gut. Vor allem der Ton kann punkten. Neben dem Trailer gibt es noch ein recht laues zweigeteiltes Behind the Scenes. Der erste Teil zeigt Bilder von den Aufnahmen, während das zweite Interviews am Set mit einigen der Darsteller liefert. Man bekommt zwar einen Eindruck von der guten Stimmung, aber recht wenig Informationen die über einen Werbecharakter hinausgehen.

Die größte Stärke des Filmes ist auch seine größte Schwäche: die Zutaten sind Genretypisch und insofern kann der Film dem Genre nichts Neues abgewinnen. Aber der Film, der auf realen Geschehnissen beruht, ist spannend und kann Gänsehaut erzeugen. Was will man von einem Geisterfilm mehr?

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment