What Happened to Monday? - DVD

DVD Start: 23.02.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 120 min

What Happened to Monday? DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In einer nahen Zukunft haben Überbevölkerung und Hungersnot zu einer drastischen Ein-Kind-Politik geführt. Dadurch sind sieben identisch aussehende Schwestern (Noomi Rapace) zu einem Versteckspiel gezwungen, um der Verfolgung durch das „Kinder-Zuteilungsbüro“ unter Leitung der unerbittlichen Nicolette Cayman (Glenn Close) zu entkommen. Um zu überleben, müssen Monday, Tuesday, Wednesday, Thursday, Friday, Saturday und Sunday, wie die Frauen von ihrem Großvater (Willem Dafoe) genannt wurden, die Identität einer fiktiven Person annehmen - Karen Settman. Einmal pro Woche darf jede der Schwestern am Wochentag, dessen Namen sie trägt, an die Öffentlichkeit und am Leben teilnehmen, während die restlichen sechs in der gemeinsamen Wohnung gefangen sind. Das geht so lange gut, bis Monday eines Tages nicht mehr nach Hause zurückkehrt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Splendid Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Niederländisch
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
B-roll, Behind the Scenes, Original-Trailer

DVD und Blu-ray | What Happened to Monday?

DVD
What Happened to Monday? What Happened to Monday?
DVD Start:
23.02.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 120 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
What Happened to Monday? What Happened to Monday?
Blu-ray Start:
23.02.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 124 min.
What Happened to Monday? (Limited Special Edition) What Happened to Monday? (Limited Special Edition)
Blu-ray Start:
23.02.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 124 min.

DVD Kritik - What Happened to Monday?

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 9/10


Brutale Familienplanung
Der Titel des Filmes “What Happened to Monday?” ist eine Mischung aus Banalität und Absurdität, dass sofort eine gewisse Neugier geweckt wird. Dabei ist die Grundprämisse dieser Science-Fiction-Dystopie zwar ziemlich realistisch, aber im Grunde an sich noch nicht sonderlich spannend. Die Überbevölkerung der Erde sorgt für ein großes Problem und nur genmodifizierte Nahrung ist so ertragreich, dass alle Menschen ernährt werden können. Leider hat diese Gentherapie als Nebeneffekt, dass die Fruchtbarkeit der Menschen zunimmt. Mehrfachgeburten sind so keine Seltenheit mehr. Zur Eindämmung der Bevölkerung wird ein Gesetz beschlossen, dass jede Familie nur ein Kind haben darf. Im Grunde also ein Szenario was etwa in China schon längst praktiziert wird. Hier geht man aber einen Schritt weiter: jedes überzählige Kind wird den Familien entrissen und in einen Kälteschlaf versetzt, um dann wieder aufgetaut zu werden wenn sich die Lage auf der Erde entspannt hat. Ein Mann, glänzend: Willem Dafoe, verweigert sich diesem System und als seine Tochter gleich sieben identisch aussehende Mädchen auf die Welt bringt und dabei stirbt, versteckt er seine Enkellinnen und benennt die Mädchen nach den sieben Wochentagen. Jede darf nur an „ihrem“ Tag hinaus. So geht Monday am Montag, Tuesday am Dienstag, etc. zur Arbeit.

Noomi Rapace in What Happened to Monday?
Noomi Rapace in What Happened to Monday? © Splendid Film
Jede der sieben Frauen hat ein und dieselbe Tarnidentität. Dabei ist das für sie nicht einfach, da sie charakterlich durchaus verschieden sind. Insofern gerät das als eine Tour de Force für die Hauptdarstellerin Noomi Rapace. Die schwedische Darstellerin beweist mit diesem Film wieder einmal ihre Wandlungsfähigkeit. Sie ist schlicht eine der besten Schauspielerinnen die es derzeit gibt. Sie hat so ein wandelbares Gesicht und kann auch Nuancierungen glaubwürdig darstellen, dass man sofort glaubt, dass hier sieben verschiedene aber identisch aussehende Frauen auftreten. Was äußerst grandios ist und Oscar-Reif. Die Handlung setzt ein, als Monday am Abend nicht wiederkommt. Die Schwestern fragen sich natürlich, was los ist und so muss Tuesday herausfinden was geschehen ist. Doch sie verschwindet ebenso und die anderen geraten auf die Abschussliste einer Regierungsbehörde. Nicht nur müssen sie nun herausfinden, in was für eine Intrige sie geraten sind und diese aufklären, sondern sich auch noch der Feinde erwehren. Was an sich noch nicht besonders ist, da es auch jedem Politthriller hätte entnommen sein könnte. Erschwerend kommt aber hinzu, dass man sie weiterhin nicht zusammen sehen darf, da man sie dann sofort verhaften würde. Was folgt ist nicht nur eine schauspielerische Glanzleistung die einen in Begeisterung versetzt, sondern der Film ist auch dermaßen spannend, das man wie gebannt nicht bemerkt, wie er fortschreitet. Zudem ist der Actionanteil sehr hoch, was man zu Beginn eigentlich kaum erwartet hätte. Denn im Grunde fängt der Film als ein Drama an und zeigt was eine Isolation mit Menschen macht, die nur an einem Tag der Woche in die Öffentlichkeit darf.

Willem Dafoe in What Happened to Monday?
Willem Dafoe in What Happened to Monday? © Splendid Film
Ebenso wenig hätte man die Härte erwartet die hier gezeigt wird, denn die Tötungen sind realistisch und dementsprechend hart, sondern auch sehr blutig. Gerade bei diesem Aspekt bemerkt man durchaus, dass der Regisseur Tommy Wirkola dem Splatter-Film nicht abgeneigt ist. So hatte er etwa den grandiosen „Dead Snow“ gedreht und den trashigen aber gelungenen „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“ der auch nicht gerade zimperlich vorging. Auch hier spritzt durchaus das Blut und die Kamera hält drauf. Das Finale ist dann leider etwas zu sehr genrekonform ausgefallen und dementsprechend zu erwarten, kann aber in Details wieder für einige Twists sorgen welche es sehr spannend machen. Insgesamt liegt hier also einer besten Science-Fiction-Filme der letzten Zeit vor, mit einer Prämisse die nicht so weit entfernt ist und einer Skrupellosigkeit der Mächtigen die zwar von der Logik her recht haben, aber emotional zu abgestumpft sind, um den moralisch richtigen Weg zu wählen. Neben all der Spannung, der Action und den schauspielerischen Glanzleistungen sind noch die Computertricks zu erwähnen, die niemals auffallen, ohne die aber Noomi Rapace nicht gleich siebenfach im Bild zu sehen gewesen wäre. Ein denkwürdiger Film, den man nicht so bald wieder vergessen wird.

Glenn Close in What Happened to Monday?
Glenn Close in What Happened to Monday? © Splendid Film
Der Ton und das Bild sind exzellent. Die Extras hingegen sind arg werbelastig ausgefallen. Das Mini-Making Of ist im Grunde nur ein Trailer der mit Interviewschnipseln angereichert worden ist. Da ist die B-Roll schon interessanter da der Einblick in die Dreharbeiten auch die Tricks deutlich macht. Neben diversen Trailern gibt es natürlich auch noch eine Trailershow.


Fazit:
Einer der besten Science-Fiction-Filme der letzten Zeit: herausragende darstellerische Leistungen, sehr gute und harte Action zusammen mit einer intelligenten Story vermögen nachhaltig zu beeindrucken.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © WVG Medien / Splendid Film