Wet Desire - Edition Nippon Erotica - DVD

DVD Start: 21.01.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 70 min

Wet Desire - Edition Nippon Erotica DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD zum Film

Inhalt

Sayuri ist Japans bekannteste Stripperin.
Durch ihre exzessiven und vulgären Shows gerät sie in das Auge des Gesetzes und ihre Karriere hängt nur noch an einem seidenen Faden. Aber nicht nur die Polizei will ihrem Treiben ein Ende bereiten - die junge Konkurrenz sitzt ihr auch im Rücken: Stripperin Harumi will um jeden Preis Sayuri vom Thron stoßen. Eines Tages bekommt sie die Chance dazu...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
Japanisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Wiederveröffentlichung in einer Softbox ohne Poster und Postkarten
Making-of Diashow, Kinotrailer / 3Min.

DVD und Blu-ray | Wet Desire - Edition Nippon Erotica

DVD
Wet Desire - Edition Nippon Erotica Wet Desire - Edition Nippon Erotica
DVD Start:
21.01.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 70 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Wet Desire - Edition Nippon Erotica

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 5/10


Geschichte einer Stripperin
Die Zweitveröffentlichung von „Wet Desire“ auf DVD erfolgt im Rahmen der Edition Nippon Erotica. Und das ist nur allzu verständlich, da eines der Themen des Filmes der Aspekt der Machtausübung durch Sex ist. Der Regisseur Tatsumi Kumashiro wurde durch seine Filme aus dem Stripperinnenmilieu in den siebziger Jahren berühmt. Seine Werke machten vor allem einen gütigen Blick auf die Frauen aus. Und er erzählte auch von deren Alltagsleben. „Wet Desire“, sein zweiter Film, ist insofern ein Clou, da dort Japans bekannteste Stripperin, Sayuri Ichijo, sich selber spielt. Dass der Film mehrere renommierte Auszeichnungen gewonnen hat, ist in der Rückschau doch etwas erstaunlich, da er einige Mängel aufweist. Auch wenn der Film 1972 einen Erfolg bei dem Publikum als auch bei den Kritikern aufweisen konnte, ist es insofern erstaunlich, da er weder Tempo noch Dramatik hat. Gut, Tempo ist für einen Erotikfilm nicht gerade nötig oder erforderlich, aber bei einem Blick auf Rivalitäten gehört Dramatik schon dazu. Das die junge Stripperin Harumi um jeden Preis den Star Sayuri von ihrem Thron stoßen will, wird mehrfach erwähnt, aber direkte Szenen, wie Streiche gespielt oder Intrigen gesponnen werden, kommen nicht vor. Die neidvolle Rivalität wird gezeigt, aber nicht ausgearbeitet. Und dieses Thema ist auch nicht wirklich neu. Auch das Sex manipulativ ist und durchaus ein Machtfaktor ist, hier vor allem der Frauen gegenüber den Männern, wird angerissen, aber nicht ausgearbeitet. Vielleicht beruhte der Erfolg vielmehr darin, dass ein Softporno für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. So wäre der Erfolg des Filmes in den zeitlichen Zusammenhängen erklärbar. Aber die Erotikszenen sind sehr gelungen. Vor allem sind sie nicht, wie so oft, willkürlich, sondern inhaltlich eingebettet und kein Selbstzweck. Und man kann angesichts der Szenen mit Sayuri Ichijo verstehen, warum sie ein Star war. Vor allem ihre Szenen sind es, die dem Zuschauer im Kopf bleiben. Aber die Story reißt viel zu viel nur an, ohne etwas ausführlich zu thematisieren. Auch filmsprachlich passiert nicht sonderlich viel Besonderes. Einige Symbole sind zwar sehr passend, aber nicht gerade subtil. So werden nur Filmhistoriker und Freunde des gepflegten Strips ihre Freude an dem Film haben.

Als Extras gibt es Poster und Postkarten in dem Schuber. Auf der Disk selber ist eine Diashow, die gleichzeitig ein interessantes Making-Of ist. Leider nur sehr kurz. Ansonsten gibt es noch den Kinotrailer. Das Bild und der Ton sind gut, aber nicht herausragend.

Die Story hakt an allen Ecken und Enden. Nur die Stripszenen sind gut gemacht. Auch wenn solche Szenen einen Erotikfilm ausmachen, erhebt nur eine gute Story ihn auch über die Masse.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG