Wer's glaubt, wird selig - Salvation Boulevard - DVD

DVD Start: 25.05.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 92 min

Wer's glaubt, wird selig - Salvation Boulevard DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Pastor Dan Day (Pierce Brosnan), ein charismatischer Diener Gottes, hat mit seinem Charme eine komplette Kleinstadt erobert. Dank ihm ist die Kirche populär wie nie zuvor.
Auch Vorzeigeehemann Carl (Greg Kinnear) ist seiner Frau Gwen (Jennifer Connelly) zuliebe konvertiert und somit nun Teil dieser Gemeinde. Doch seine heile Welt gerät unverhofft ins Wanken, als er unfreiwillig Zeuge eines Mordes wird: Dr. Paul Blaylock (Ed Harris) wird erschossen ... von niemand Geringerem als Pastor Dan Day höchst persönlich.
Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, denn eines ist klar: die Wahrheit darf niemals ans Licht gelangen!

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Entertainment One
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Wer's glaubt, wird selig - Salvation Boulevard

DVD
Wer's glaubt, wird selig - Salvation Boulevard Wer's glaubt, wird selig - Salvation Boulevard
DVD Start:
25.05.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 92 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Wer's glaubt, wird selig - Salvation Boulevard

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 7/10


Frei nach dem Motto - „In a mad world only the mad are sane.“ – eröffnet George Ratliff’s Romanadaption „Wer’s glaubt wird selig“ uns in einem erfrischend zeitgemäßen Ansatz und komödienungewöhnlicher Herangehensweise eine bitterböse Satire auf die Skurrilität einer sinn- und selbstabhängigen Moderngesellschaft umgeben von unserer so sinnentleerten Welt. Nachdem uns dutzende Krimiserien und Thriller immer wieder gerne mit der Grausamkeit des mordenden Priesters zu erschrecken versuchen, zeigt die starbesetzte Komödie, dass es genau der gegenteilige, höchstparodistische Ansatz ist, der jenes Grundszenario erinnerungswürdig zu tragen vermag.

Dabei sind es anders der modernen Durchschnittskomödie weder gnadenlos flache Dialoge, noch lächerlich übersteigerte Charaktere, was „Salvation Boulevard“ für göttliche, äußerst charmevolle Samstagsabendlacher sorgen lässt. Die anbetungswürdige Gesellschaftsparodie der Story selbst, nicht ihre Umsetzung, fungiert als vordergründiger Witzträger, wobei ihre letztendliche Ausführung sie treffsicher sowohl von thematisch unangenehmer Tiefe als auch plumper Oberflächlichkeit fernzuhalten vermag. Damit hat „Wer’s glaubt wird selig“ das Zeug dazu, genau die Komödie zu sein, für die man gerade in Stimmung ist – sie führt den Zuschauer direkt an tief antonyme, vieldiskutierte Thematiken heran, zwingt ihn dabei aber nicht, in sie einzutauchen, sondern überlässt ihm selbst die Entscheidung, ob er einfach nur angenehm unterhalten werden oder vielleicht doch nach tieferer Filmbotschaft weitergraben möchte.

Überraschend gelungenen Witz bereitet dabei vor allem das zielführend unterhaltsame Wechselspiel mit der Begrifflichkeit „gut“ und „böse“, direkt verbildlicht und ungewöhnlich nachvollziehbar thematisiert in der ausgewogen authentischen Charaktermetapher des Boten Gottes und Gesandten Satans. Daneben punktet Ratliffs Komödie konstant mit fließend leichtem Szenenaufbau – nach direkter und subtil indirekter Protagonistencharakterisierung im Zuge einer Rededebatte schafft „Salvation Boulevard“ schon zu Anfang ein filmbasisches Sympathieverhältnis zwischen Zuschauer und Antihelden Carl, sodass die wilde Achterbahnfahrt, die ihn mit immer kürzeren Spannen zwischen Anstieg und Abfall immer steiler, schneller und adrenalingeladener durch den Szenenverlauf rollen lässt, vom Publikum als spaßiges und lebensnahes Mitfiebern erfahren wird.

Als einziger Kritikpunkt sollte das eher schwache Ende der Komödie genannt werden, das der schwarz subtilen Komik und dem stetigen Actionanstieg des Plots schließlich deutlich hinterher hängt. Statt endpointierend abzurunden fühlt sich der Zuschauer ähnlich des Protagonisten Carl so ein Stück weit um das betrogen, was ihm eigentlich zusteht, wenn der wirklich interessante Aspekt der Geschichte mehr oder weniger abgetrennt wird, anstatt im gemächlich fließenden Stile des Restfilms auszulaufen. Dass Greg Kinnear als Carl und Pierce Brosnan als mordender Guru im Gegenspiel zueinander leichtfüßig zwischen Wahnsinn und Sympathie hin und her springen und den Zuschauer dabei stets interessiert bei der Stange zu halten vermögen, sollte dennoch ein Stück weit für den Filmausgang entschädigen.

So schafft „Wer’s glaubt wird selig – Salvation Boulevard“ in seiner Gesamtheit vor allem eins: göttliche salvation. Und „salvation“ im Sinne eines so gar nicht christlichen Erlösungsbegriffs, sondern viel mehr künstlerische Erlösung von und Erhebung über die langsam doch immer abgedroschenere Storydurchschnittlichkeit der Hollywoodkomödie.

by Sima Moussavian
Bilder © WVG Medien / Entertainment One