We need to talk about Kevin - DVD

DVD Start: 08.11.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 108 min

We need to talk about Kevin DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die ehemalige Reisejournalistin und Abenteurerin Eva trägt eine schwere seelische Last. Grund ist ihr Sohn Kevin, der bereits als Baby eine eigenwillige Distanz zeigt, die es Mutter Eva schwer macht, Nähe aufzubauen. Während Vater Franklin an seinem Sohn nichts Ungewöhnliches sieht, ist Eva besorgt über die mangelnde Empathie und seine Lust an Zerstörung.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
GASMAN, SMALL DEATHS, KILL THE DAY (Kurzfilme), Interviews mit Cast & Crew, Drehbeobachtungen, Deutscher Kinotrailer, Booklet mit Essay zum Film

DVD und Blu-ray | We need to talk about Kevin

DVD
We need to talk about Kevin We need to talk about Kevin
DVD Start:
08.11.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
We need to talk about Kevin - Kino Kontrovers We need to talk about Kevin - Kino Kontrovers
Blu-ray Start:
08.11.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min.

DVD Kritik - We need to talk about Kevin

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 9/10


Rot ist die allgegenwärtige Farbe in diesem Thriller, der auf dem gleichnamigen Roman der US-amerikanischen Journalistin Lionel Shriver basiert. Die Farbsymbolik zieht sich wie ein roter Faden durch den Film. Angefangen von dem Tomatenfest in Valencia, an dem Eva – noch glücklich und befreit – teilnimmt, über die rote Farbe an der Fassade von Evas Haus, der Tomatensoße in Dosen, bis zum Blutbad in der Highschool. Ein Blutbad, geplant und ausgeführt von Evas Sohn Kevin – das Ende eines jahrelangen psychologischen Kampfes zwischen Mutter und Sohn. Die Beziehung zwischen den beiden ist von Anfang an schwierig. Schon als Baby schreit Kevin ständig, seine Mutter kann ihn einfach nicht beruhigen. Kaum ist jedoch der Vater (John C. Reilly) anwesend, verstummt das Kind. So auch später. Das Kind Kevin macht seiner Mutter das Leben schwer, trägt immer noch eine Windel und weigert sich, mit Eva zu spielen. Doch mit dem Vater geht das Kind bereitwillig lächelnd mit. Glücklich sind weder Eva noch Kevin. Nur der Vater bekommt überhaupt nichts von den Schwierigkeiten mit.

„Sich zu gewöhnen heißt nicht, dass es einem gefällt – du hast dich an mich gewöhnt“. Diesen Satz wirft der kleine Kevin seiner Mutter an den Kopf. Dass das Gesagte nicht ganz falsch ist, ist klar und deutlich im Gesicht seiner Mutter zu sehen. Die Mutter heißt Eva und wird von Tilda Swinton brillant gespielt, der Sohn heißt Kevin und wird je nach Altersstufe von Ezra Miller (Teenager), Jasper Newell (Grundschulkind) und Rock Duer (Kleinkind) dargestellt. Der Teenager Kevin wird an seiner Schule ein blutiges Massaker anrichten – doch wer trägt die Schuld? Der Film, inszeniert von der schottischen Filmemacherin Lynne Ramsay, die zusammen mit Rory Kinnear auch das Drehbuch schrieb, gibt keine Antwort darauf. In ständig wechselnden Zeitebenen wirft der Film eine Vielzahl an Fragen auf, über die sich der Zuschauer selbst Gedanken machen soll. Ist Kevin schlicht böse? Ist seine Mutter, die keinen Hehl daraus macht, dass sie ihren Sohn sehr schwierig findet, an seinem Verhalten Schuld? Eva hat sich schon längst selbst die Schuld gegeben. Sie hat versagt, versteht nicht warum ihr Sohn diese Tat begehen konnte – Antworten wird sie nie bekommen. Auch ihre regelmäßigen Besuche bei Kevin im Gefängnis bleiben ohne Antworten. Vielleicht, weil Kevin diese nicht weiß. Beeindruckend!

„We need to talk about Kevin“ erscheint in der Reihe „KinoKontrovers“ und bringt eine hübsch gestaltete Verpackung mit sich. Die griffige Hülle enthält neben der DVD auch ein gut 20seitiges, sehr interessantes Begleitheft mit Informationen über den Film und die Regisseurin. Auf der DVD befinden sich weitere Extras in Form von drei Kurzfilmen, einigen Interviews, dem Trailer und einer Drehbeobachtung, die tatsächlich nur das ist – eine Beobachtung.

Die Bildqualität ist sehr gut, ebenso kann sich der Ton hören lassen.

Mein Fazit: Ein psychologisches Meisterwerk, welches nicht das Blutbad, sondern dessen Nachwirkungen und wie es dazu kommen konnte in den Mittelpunkt stellt.

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by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Eurovideo