We are what we are - DVD

DVD Start: 24.01.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 101 min

We are what we are DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Manche Familiengeheimnisse sind dunkler als andere: Wie jenes der Familie Parker, die seit der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs das Credo vom „Fressen oder gefressen werden“ mehr als verinnerlicht hat. In ihrer kleinen Heimatstadt führen die Parkers ein unauffälliges und zurückgezogenes Leben, bei dem Vater Frank mit harter Hand den Ton angibt. Nach dem unerwarteten Tod der Mutter besteht er darauf, dass seine Töchter nicht nur die Erziehung des jungen Bruders Rory übernehmen, sondern künftig auch für die Weiterführung der gewöhnungsbedürftigen Ernährungstradition verantwortlich sind. Doch als die Mädchen sich gegen den Brauch ihrer Ahnen auflehnen, droht die Familie zu zerbrechen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Original Kinotrailer, Diverse Featurettes

DVD und Blu-ray | We are what we are

DVD
We are what we are We are what we are
DVD Start:
24.01.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
We are what we are We are what we are
Blu-ray Start:
24.01.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 105 min.
We are what we are (Special Edition) We are what we are (Special Edition)
Blu-ray Start:
24.01.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 105 min.

DVD Kritik - We are what we are

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Nach seiner originellen Vampir-Coming-of-Age Geschichte „Vampire Nation“ legt Regisseur Jim Mickle mit dem finsteren Horrordrama „We are what we are“ den nächsten Genrefilm vor und setzt erneut frische Akzente. Sein Film ist erschreckend realistisch, nachhaltig verstörend und ungemein berührend zugleich – Freunde unkonventioneller Horrorfilme kommen daher vollends auf ihre Kosten.

Die kontaktscheue Familie Parker lebt vom Rest der Menschheit abgeschottet in einem einsam gelegenen Haus mitten im Wald. Ihr unkonventioneller Lebensstil rührt vom autoritären Familienoberhaupt Frank (Bill Sage) her, der das Erbe seiner Ahnen in Ehren halten will und seine Familie daher zum Praktizieren seltsamer Tätigkeiten zwingt. Als Franks Ehefrau bei einem Unfall ums Leben kommt, müssen die beiden Töchter Iris (Ambyr Childers) und Rose (Julia Garner) auf einmal allerhand Aufgaben übernehmen, vor denen sie bislang verschont geblieben sind. Schon bald gibt es die erste Leiche…

Jim Mickles Remake eines mexikanischen Filmes mit dem gleichen Namen ist angenehm ruhig erzählt und setzt nur äußerst selten auf plakative Schockmomente. Die Narration eines konventionellen Horrorfilmes wird konsequent ignoriert und stattdessen erhalten die schrecklichen Geschehnisse im Hause Parker einen beinahe melodramatischen Anstrich samt inszenatorischer Nähe zum Arthouse-Kino. Es handelt sich im Grunde um eine Studie über religiösen Fanatismus im Gewand einer düsteren Familientragödie. Trotzdem bleibt „We are what we are“ im Kern natürlich dennoch auch ein heftiger Genrefilm. Und Splatterfans bekommen in der Tat – trotz 16er Freigabe – so einiges geboten. Allerdings wird ihr Wunsch nach Kunstblut nur an der Oberfläche befriedigt. Denn glücklicherweise inszeniert Mickle die Mordszenen dem Tonfall des Filmes entsprechend ungemein realistisch und abstoßend, wodurch der voyeuristische Horrorkonsument des Öfteren zur Selbstreflexion animiert wird und die Untaten der Familie in dieser Form irgendwann gar nicht mehr ertragen kann. Dass der Film eine solch verstörende Wirkung entfaltet, ist vor allem den beiden Hauptdarstellerinnen Ambyr Childers und Julia Garner zu verdanken. Mit feinem schauspielerischem Gespür erwecken sie die Kannibalen-Schwestern nuancenreich zum Leben und bieten dabei auch die nötige Identifikationsfläche, damit der Zuschauer mitfiebern und mitleiden kann. Bill Sage macht in der rolle des gnadenlos autoritären Vaters Frank ebenfalls eine gute Figur und fungiert zuverlässig als Bösewicht. Befreit von jeglicher voyeuristischer Absicht, treibt der Regisseur die Geschehnisse auf den unvermeidlichen Höhepunkt zu. Doch leider geht man mit dem vermutlich als „verstörende Überraschung“ geplanten Ende einen völlig falschen Weg und konterkariert die vorherige Figurenentwicklung in solch einschneidender Art und Weise, dass man den gesamten Film rückblickend nicht mehr so recht ernst nehmen kann. Das ist aufgrund der ansonsten einwandfreien Inszenierung und gelungenen Grundatmosphäre ziemlich schade.

Die DVD liefert scharfe Bilder und eine überzeugende Tonqualität – in technischer Hinsicht gibt es nicht zu bemängeln. Allerdings hätten sich ruhig einige Extras mehr mit auf die Disc verirren können, interessant wäre ein Making-of aufgrund der kontroversen Thematik allemal gewesen. Stattdessen gibt es bloß drei kurze Featurettes und den Trailer zu sehen. Interessierte sollten aber sowieso eher zur Blu-ray-Special-Edition greifen, die parallel erscheint und zusätzlich den mexikanischen Originalfilm zu bieten hat.

Fazit:
Überraschend, verstörend und mit vorbildlicher Konsequenz inszeniert! „We are what we are“ bietet Genrefans eine erfrischend Abwechslung vom Horrormainstream und könnte sogar Arthouse-Fans begeistern. Leider zieht das unglaubwürdige Ende den Film wertungstechnisch unnötig nach unten – Interessierte sollten sich aufgrund der offensichtlichen Qualitäten jedoch nicht abschrecken lassen.

by Jonas Hoppe
Bilder © Koch Media Home Entertainment