Warm Bodies - DVD

DVD Start: 11.07.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 94 min

Warm Bodies DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die Untoten beherrschen das Land, und er ist einer von ihnen: Zombie R (Nicholas Hoult) bewegt sich durch ein post-apokalyptisches Amerika der kollabierten Hochhäuser, verrosteten Autowracks und zerstörten Highways. R hat es vor allem auf eines abgesehen: auf die Gehirne der noch verbliebenen Menschen. Die Erinnerungen, die diese in sich bergen, sind sein Lebenselixier und erinnern ihn an das, was er auch einmal war: ein Mensch. Nachdem er eines Tages das Gehirn eines jungen Mannes verspeist hat, ändert sich sein Leben schlagartig. R wird überwältigt von Liebesgefühlen zu Julie (Teresa Palmer), der Freundin des Toten, und entbrennt in heißer Leidenschaft für sie. Dass er nicht sprechen kann, macht eine Kommunikation mit seinem menschlichen Schwarm nicht leicht, aber für ihre Rettung vor seinen Artgenossen braucht er auch nicht viele Worte. Es gelingt ihm, Julie vor dem schon sicheren Tod zu bewahren und sie in sein Versteck zu bringen. Im Zusammensein mit ihr wird R zunehmend menschlicher und probiert sich sogar in Zombie-untypischen Aktivitäten aus, dem Autofahren zum Beispiel. Als Julie jedoch eines Tages aus dem gemeinsamen Lager verschwindet, folgt R ihr - ins Citi Stadium, die größte noch existierende Menschen-Kolonie...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Audiokommentar mit Regisseur Jonathan Levine sowie den Hauptdarstellern Nicholas Hoult und Teresa Palmer
- Roman und Filmentwicklung
- R & J
- Das Schauspielerensemble
- Zombie-Make-up
- Produktionsdesign und Montreal
- Waffen und Stunts
- Visuelle Effekte
- Hinter den Kulissen mit Teresa Palmer
- "Wie man einen Zombie spielt" mit Rob Corddry
- Entfallene Szenen
- Outtakes
- Dt. Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Warm Bodies

DVD
Warm Bodies Warm Bodies
DVD Start:
11.07.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 94 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Warm Bodies Warm Bodies
Blu-ray Start:
11.07.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 98 min.

DVD Kritik - Warm Bodies

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 7/10


Blass aus der Wäsche gucken, ziellos herumschlurfen, Unverständliches grunzen und hin und wieder ein menschliches Gehirn futtern – R (Nicholas Hoult, der Knirps aus „About a Boy“) „lebt“ eigentlich den klassischen American Way of Zombie. Eigentlich. Denn seine postapokalyptische Welt gerät gehörig ins Gefühlschaos, als er während der bleihaltigen Konfrontation von seinesgleichen mit einer versprengten Menschengruppe bei einem männlichen Exemplar namens Perry zubeißt und als Extrazugabe dessen Erinnerungen und Empfindungen für die hübsche Julie (Teresa Palmer, „Wolf Creek“) aufnimmt. Was tun im MG-Kreuzfeuer? R reagiert wider seine untote Natur überraschend schnell und schafft Julie, geruchsneutral getarnt, in seine Single-Behausung: ein Flugzeug samt üppiger Platten-Sammlung Und in trauter Zweisamkeit geraten zu den Klängen von Bruce Springsteens „Hungry Heart“ Rs längst versiegt geglaubte Lebenssäfte wieder in Wallung.

Was klingt, als hätte Schock-Altmeister und Zombie-Papst George A. Romero „(Night of the Living Dead“) seine eigene, verquere Romeo-und-Julia-Version ersonnen, ist in Wahrheit die Adaption von Isaac Marions Horror-Romanze „Warm Bodies“ (deutscher Titel: „Mein fahler Freund“). Regisseur Jonathan Levine („All the Boys love Mandy Lane“) hat dabei aber, wie er in den DVD-Zugaben mehrfach betont, einige Änderungen vornehmen müssen – unter anderem wollte er Rs Off-Monologe nicht so inflationär einsetzen wie es im Buch der Fall ist. So konzentrieren sie sich in der Verfilmung vor allem auf den Beginn und der ist wirklich brillant. Wie R in lakonisch-ironischen Kommentaren sein Seins- oder besser Verwesungszustand beschreibt und wie das kollektive Dahinvegetieren der Zombies zwischen Einkaufszentrum (eine Reminiszenz an Romeros Genre-Klassiker „Dawn of the Dead“) und Flughafen inszeniert ist, bleibt höchst unterhaltsam und macht Lust auf mehr.

Schade, dass „Warm Bodies“ das Auftaktniveau im weiteren Verlauf nicht ganz halten kann. Zwar machen die ungelenken Annäherungsversuche von R an seine Flamme aus ihm den wohl menschlichsten Zombie der Filmgeschichte, doch „nur“ bei einer shakespearschen Love Story im Gruselgewand wollte es Regisseur Jonathan Levine dann doch nicht belassen – obwohl er sich eine Balkonszene nicht verkneifen konnte. So gibt es neben den „normalen“ Untoten, die sich, inspiriert durch R und Julie, anfangen ebenfalls zu verändern, auch die richtig üblen „Boneys“, fiese Skelett-Typen, die schlicht alles jagen und fressen, was noch einen Herzschlag hat. Und so mutiert die weitere, zuweilen etwas ungelenk wirkende Handlung, in der sich R auf der Suche nach Julie unter anderem in die von einer riesigen Mauer abgeschirmte Stadt der restlichen Menschen wagt, zuweilen zu einer recht konventionellen Hatz samt finaler Entscheidungsschlacht im Stadion. Denn, wie General Grigio (leicht unterfordert: John Malkovich) feststellt: „Sie essen kein Brokkoli. Sie essen Gehirne.“ Die FSK 12 wurde bei „Warm Bodies“ im Übrigen recht großzügig ausgelegt. Und das Ende: Kitsch? Ja, aber wer mag die Macht der Liebe kritisieren?

Über jeden Zweifel erhaben und sehr umfangreich sind bei der DVD-Veröffentlichung von „Warm Bodies“ die Extras (OmU). In mehreren Features werden sämtlich Aspekte der 35-Millionen-Dollar-Produktion beleuchtet und das, was schon ungewöhnlich ist, ohne, dass gleiche Statements in verschiedene Beiträge geschnitten wurden. So berichtet Autor Isaac Marion in „Roman und Filmentwicklung“ unter anderem vom Risiko und der Herausforderung, einen Zombie als Hauptfigur mit Identifikationspotenzial zu schaffen. In „Das Schauspielerensemble“ verrät Darstellerin Teresa Palmer, dass sie enge Unterhosen trug für den richtigen Zombie-Gang. Interessant auch die Einblicke in „Produktionsdesign & Montreal“, die die Dreharbeiten im verlassenen Flughafen und Olympiastadion der kanadischen Metropole begleiten. Weiter vorhanden: „Visuelle Effekte“, „R & J“ (für die Rolle des R wurde ein neuer Johnny Depp gesucht), „Zombie-Make-up“ (Lebensmittelfarbe macht das Zahnfleisch dunkel, Ader-Tattoos verleihen den Untoten-Stil), „Waffen & Stunts“, „Hinter den Kulissen mit Teresa Palmer“ sowie entfallene Szenen – unter anderem mit einer alternativen „Boney“-Einführung und wahlweise Audiokommentar des Regisseurs Jonathan Levine. Levine und seine Protagonisten kommentieren überdies auch den ganzen Film. Highlight der DVD-Zugaben ist aber der Beitrag „Wie man einen Zombie spielt mit Rob Corddry“. Darin gib Corddry als M, der beste Freund von R, eine augenzwinkernde Method-Acting-Performance á la Daniel Day-Lewis, die man gesehen haben muss.

Optisch fängt die DVD den teils grauen und krassen Endzeit-Look des Films gut ein. Beim Ton muss man gezwungenermaßen bei den Zombie-Wortbeiträgen genauer hinhören. Mehr als ein Knurren ist da auch im Original selten zu verstehen.

„Warm Bodies“ präsentiert eine originelle, zugleich charmante Geschichte, was im Zombie-Genre schon mal eine Leistung an sich ist. Hätten die Macher ihre Actioneinlagen mit etwas mehr Anarcho-Witz der Marke „Shaun of the Dead“ gewürzt, es gäbe nicht mehr viel zu kritteln.

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by Florian Ferber
Bilder © Concorde Home Entertainment