Von der bösen Art - DVD

DVD Start: 22.09.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 84 min

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Inhalt

Cody und seine Freunde feiern mit seiner Mum und ihrer Biker-Gang ihren 50. Geburtstag. Als spät in der Nacht die letzten Gäste die Party verlassen, steht plötzlich Trixie blutverschmiert in der Tür. Niemand weiß was mit ihr geschehen ist. Wie vom Bösen besessen fällt die Junge Frau ihre Freunde an. Als dann noch eine Gruppe brutaler „Rockabillys“ aus dem Nichts auftaucht und die Freunde gefangen nimmt, droht die Gewalt zu eskalieren. Es wird in einem schrecklichen Blutbad enden.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer
- Deleted Scenes
- Making Of

Video on demand - Von der bösen Art

DVD und Blu-ray | Von der bösen Art

DVD
Von der bösen Art Von der bösen Art
DVD Start:
22.09.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 84 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Von der bösen Art Von der bösen Art
Blu-ray Start:
22.09.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.

DVD Kritik - Von der bösen Art

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 3/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 4/10


Reise durch die Genres
„Von der bösen Art“ sind alle Figuren in diesem Film. Oder fast. Denn sie gehören einer Bikergang an, die sich mit illegalen Geschäften ihr Geld verdient. Wegen eines Geburtstages feiern die Mitglieder und Freunde in einem Farmhaus auf dem Land. Später, als fast alle weg sind, kommt eine Freundin plötzlich blutverschmiert wieder und kann sich an nichts erinnern. Und dann wird sie gewalttätig. Man erkennt von der ersten Einstellung an, dass hier eine Reise durch die Subkulturen unterschiedlicher Zeiten und unterschiedlichen Vertreter des Horrorgenres präsentiert wird. Das die Hauptfiguren Biker sind ist natürlich eine gar nicht kleine Reminiszenz an die Biker-Filme der siebziger Jahre und das Haus auf dem Lande erinnert entfernt an das aus „Die Nacht der lebenden Toten“ von George A. Romero. Dann kommt ein bisschen „Der Exorzist“, ein bisschen Vampirismus, ein bisschen dumpfbackiger Humor der achtziger Jahre, der cool wirken will aber nur blöd ist. Dann kommt der Terrorfilm zutage und die Biker bekommen ordentlich den Hintern versohlt. Irgendwie erfüllt das den Zuschauer schon mit einer gewissen Schadenfreude, da die sich ach so hart vorkommenden Biker die Opfer sind. Und dass die Täter auch einer (jugendlichen) Subkultur, nämlich den „Rockabillys“ angehören, macht das ganze ironischer. Und das Ende verlässt das Genre sogar ganz und beginnt ein anderes, womit der Film inhaltlich und stilistisch sogar ganz in die fünfziger Jahre versetzt wird. Diese Hommage kommt gänzlich überraschend. Die Butcher Brothers als Regisseure liefern also eine kleine böse Zitatenachterbahn ab, die nicht mit ihrem Wissen protzt, sondern alles dezent einbaut. Und das funktioniert. Worum es aber überhaupt geht und was die Täter sind und wollen? Keine Ahnung. Denn der Schluss des Filmes ist dermaßen verstümmelt, das auch alle inhaltlichen Erklärungen weg fallen. Mal abgesehen davon, dass man nicht erfährt, was aus zwei Hauptfiguren wurde und wie die Helden entkommen. Das ganze Finale scheint weg zu sein. Und das ist mehr als bedauerlich, schließlich haben hier einige neue Namen des Genres was Unterhaltsames und solides abgeliefert, was mit ihrer inhaltlichen Uneindeutigkeit die Spannung zunächst kräftig erhöhte. Die Produzenten von „The Texas Chainsaw Massacre“ und „Halloween“ lassen die Butcher Brothers den Genrelieblingen Tiffany Shepis („Nights of the Demons“)und Cory Knauf („The Hamiltons“) literweise Blut überfließen. Und gerade weil in dem Film einige heftige Sequenzen auftauchen, ist der verstümmelte Schluss umso enttäuschender. Hier scheinen dann auch die fehlenden vier Minuten im Vergleich zu der US-Fassung herzukommen.

Der Ton ist zu leise, aber das Bild ist gut. Es gibt viele Trailer und eine Trailershow, aber leider haben die Deleted Scenes keine Untertitel und einen schlechten Ton. Ebenso das Making Of was dadurch stellenweise kaum zu verstehen ist. Schade.

Technische Mängel und der verstümmelte Schluss verderben das Vergnügen dieser kleinen bösen Zitatenachterbahnfahrt. Da hätte man mehr daraus machen können: Blut, heiße Frauen und viele Zitate versprechen im Horrorgenre einiges.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sunfilm