Viral - DVD

DVD Start: 21.07.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 82 min

Viral DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die beiden Schwestern Emma und Stacey wachsen als gewöhnliche Teenager in einer beschaulichen Kleinstadt auf. Ihren Schulalltag verfolgen sie mit einer Videokamera – und dokumentieren so von Beginn an die erschreckenden Ereignisse, die schon bald die gesamte Menschheit bedrohen. Weltweit bricht ein mysteriöser Virus aus: Wer befallen ist, stirbt einen grausamen Tod oder verwandelt sich in eine blutrünstige Bestie. Als sich die Epidemie unaufhaltsam verbreitet und die Stadt unter Quarantäne gestellt wird, müssen Emma und Stacey mit aller Kraft um ihr Überleben kämpfen ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer


DVD und Blu-ray | Viral

DVD
Viral Viral
DVD Start:
21.07.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 82 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Viral Viral
Blu-ray Start:
21.07.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

DVD Kritik - Viral

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Parasiten und Zombies
Immer weniger gibt es ein wirklich gelungenes Cover zu finden. Meist platzieren sie nur die Stars auf die Front und man kann schon froh sein, wenn sie das Thema des Filmes vorgeben. Wirkliche Blickfänge sind dort selten geworden. Ganz anders das wirklich schöne Motiv von „Viral“. Es ist nicht überladen, sondern zeigt an zentraler Stelle einen sehr sinnlichen Frauenmund, der lasziv geöffnet ist. Viral SzenenbildIrritation wird dadurch hergestellt, dass die Zunge zu lang geraten ist. Doch wenn man genauer hinsieht, so ist es gar keine Zunge, sondern ein Wurm. Die Farbgebung ist auch dazu geeignet, den Blick auf die zentrale Aussage zu richten, die sich ganz auf die Ansteckungsgefahr des Mundes richtet. Angesichts der Sinnlichkeit, ja Erotik, erwartet man nun einen erotischen Horrorfilm der im Zuge des Genres vor Sexualität warnt. Da wird man aber enttäuscht. In einer Hinsicht ist das Cover dennoch bezeichnend für den Streifen: nämlich das man mit minimalen Mitteln das Optimum des Stoffes herausholen kann.

Es war offensichtlich nicht viel Budget vorhanden, doch das Problem wird gut durch das Drehbuch gelöst. So spielt dreiviertel des Filmes an einem einzigen Ort und das wird insofern gut begründet, da eine Quarantänesituation die Hauptfiguren an ihr Haus fesselt. Das führt auch dazu, dass nicht viele teure Schauspieler benötigt werden, da das Ensemble angesichts der Situation übersichtlich bleibt. Durch die relativ geschlossene Einheit des Raums wird das alles zu einer Tugend, sparsam zu arbeiten und gehört nahtlos zum Inhalt. Es geht eine virale Erkrankung um, von der es zunächst heißt, dass es eine neue Form der Grippe wäre. Man fühlt sich an der High-School noch sicher und geht seinen eigenen privaten Problemen nach. So etwa die Schwestern Emma und Stacey, die gerade erst mit ihrem Vater, einem Biologielehrer, in die Stadt gezogen sind und noch Anschluss suchen. Als eine Freundin von Emma an dem Virus erkrankt, müssen alle panikartig feststellen, dass die Krankheit da ist. Nur ist sie anders als gedacht, denn es wird ein Parasit übertragen, der die Infizierten sehr bösartig macht. Das könnte man jetzt schnell als eine weitere Variation des Zombiestoffes abtun. Aber es geht hier nicht um die Apokalypse an sich, sondern eher um den Umgang mit einer Seuche allgemein. Natürlich erinnert der Film damit auch an berühmte Vorbilder wie „The Crazies“. Aber die Charaktere flüchten nicht und schlagen sich auch nicht in einer zusammenbrechenden Zivilisation durch. Vielmehr geht es um das Familiengefüge. Auf sich allein gestellt, sind die beiden Schwestern in ihr Haus gesperrt und alles was der Zuschauer weiß, wissen auch die Figuren die auf Nachrichten aus zweiter Hand angewiesen sind und nun mit der Situation umgehen müssen. Dafür nimmt sich der Film Zeit und es dauert, bis er Fahrt aufnimmt. Da aber die Charaktere fast ausnahmslos sympathisch sind, folgt man ihnen gerne. Allerdings kann der Film keine klaustrophobische Stimmung aufbauen. Sicher, die jungen Frauen sind mehr oder weniger wegen der Quarantäne eingesperrt, aber das allein ist noch nicht spannend, da sie nicht unter einer Belagerung stehen und sich der Infizierten erwehren müssen. Viral SzenenbildSuspense tritt erst auf, als eine der Schwestern feststellt, dass sie infiziert ist und es ihrem Umfeld gegenüber verheimlicht. Aber die Regisseure Henry Joost und Ariel Schulman (die schon „Nerve“ gedreht haben) können sich nicht sonderlich entscheiden, ob sie nun einen Horrorfilm drehen wollen oder ein Drama über die Auflösung einer Familie. Der Ansatz ist gut, aber das Ende scheint mehr eine Konzession an das Genre des Horrorfilms zu sein als zwingend notwendig. Aber die dramatischen Aspekte sind gelungen, auch wenn nicht ausgearbeitet wird, wofür der Parasit symbolisch stehen könnte. Dennoch ist „Viral“ ein durchaus ansehnlicher Horrorstreifen geworden. Nur kommen eben die Horrorelemente zu wenig vor und so ist er etwas unentschieden und somit durchwachsen.

Das Bild und der Ton sind sehr gut, aber leider gibt es als Extras nur den Trailer und eine kleine Trailershow.


Fazit:
Es kann keine Balance zwischen den Genres des Horror und des Dramas hergestellt werden, weswegen der Film etwas unausgeglichen und unentschieden wirkt. Aber er ist gut gespielt und die Charaktere sympathisch, weswegen man ihrem Schicksal gerne zusieht.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Capelight Pictures