Violette - DVD

DVD Start: 14.11.2014
FSK: ab 12 - Laufzeit: 132 min

Violette DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Verkannt und ungeliebt - so fühlte sich Violette Leduc, unehelich geboren. Aber sie hat den Mut, über intimste Gefühle und Erlebnisse zu schreiben - so stark, leidenschaftlich und poetisch wie keine Frau zuvor. 1945 begegnet sie Simone de Beauvoir und überreicht ihr den ersten Roman, der das Verhältnis zur ablehnenden Mutter behandelt. Simone ist hingerissen und beschließt, Violettes Karriere nach Kräften zu fördern.
Damit beginnt eine lebenslange tiefe Freundschaft, getragen von Violettes unbändigem Durst nach Liebe und Selbstbefreiung durchs Schreiben und Simones unerschütterlicher Überzeugung, das Schicksal einer außergewöhnlichen Frau in ihren Händen zu halten ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: goodmovies / Koolfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Wendecover
Trailer
Making-Of

DVD und Blu-ray | Violette

DVD
Violette Violette
DVD Start:
14.11.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 132 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Violette Violette
Blu-ray Start:
14.11.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 132 min.

DVD Kritik - Violette

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Biopics (Biographische Spielfilme über realexistierende Personen) erfreuten sich im Laufe der Filmgeschichte immer wieder großer Beliebtheit. Gerade die nicht geradlinigen Lebensläufe und Personen, die harte Zeiten überstehen mussten, sind dabei besonders begehrt. Dass also Violette Leduc, welche ein schweres und entbehrungsreiches Leben als bisexuelle Frau und Schriftstellerin hatte, als Grundlage für den Film „Violette“ (Originaltitel: „Violette“, BE/FR, 2013) ausgesucht wurde, verwundert nicht.

Der Film erzählt die Geschichte der französischen Schriftstellerin Violette Leduc (Emmanuelle Devos). Kurz nach dem zweiten Weltkrieg verfasst die bis dato unglückliche Frau und Schwarzmarkthändlerin ihr erstes Buch. Auf Empfehlung bringt sie das Buch zu Simone de Beauvoir (Sandrine Kirberlain), die zu dieser Zeit schon eine anerkannte Schriftstellerin ist. Diese erkennt das Potential von Violette und fördert und unterstützt sie bei ihren nächsten Romanen. Doch Leduc widmet ihre Zeit nicht nur dem Schreiben, sondern verliebt sich stets immer wieder unglücklich, so auch in Simone. All das fließt in ihr Werk ein und macht aus ihr die Schriftstellerin, die offen und offensiv über Gefühle, Liebe und Verlust redet.

Der französische Regisseur Martin Provost drehte 2008 den Film „Séraphine“. Er handelt von dem rechten unbekannten Malerin Séraphine Louis (1864-1942) und wurde sein internationaler Durchbruch. Während der Dreharbeiten kam der französische Schriftsteller René Ceccatty auf Provost zu und fragte ihn, ob er auch Violette Leduc kenne, welche einen Aufsatz über Louis geschrieben hatte, der damals aber unveröffentlicht blieb. Ceccatty selbst hatte eine Biographie über Leduc geschrieben, die Provost zusammen mit allen Werken von Leduc verschlang. Für ihn sind Séraphine und Violette Schwestern und so entwickelte er das Drehbuch für den Film „Violette“. Was ihn dabei am meisten reizte, war, hinter die provokante Fassade zu blicken. Er will mit seinem Film zu ihrem wahren Ich, eine zerbrechliche und von Schmerzen gezeichnete Seite, vordringen. Und dies ist ihm gelungen. Der in passende Kapitel eingeteilte Film fängt das Wesen eines komplexen Menschen ein, der von Unsicherheit gezeichnet und von unglücklicher Liebe nicht verschont blieb. In einigen Momenten ist es schmerzlich anzusehen, welches Leid oder welche Zurückweisung Violette ertragen muss. Der Film erzählt offen davon, wie schwer es ist, einen Platz im Leben und den richtigen Begleiter dafür zu finden. In einer Zeit als die Frauenbewegung noch am Anfang stand und Themen wie Bisexualität, Abtreibung und Affären nicht gesellschaftskonform waren, findet Violette Leduc ihren Weg und das fängt der Film vortrefflich ein. Neben einem stilechten und authentischen Aussehen, bestechen vor allem die Darsteller bis in die kleinsten Nebenrollen. Vor allem die beiden Hauptdarstellerinnen liefern eine überzeugende Darstellung der beiden Schriftstellerinnen ab. Davos schafft es, ruppig und empfindsam zugleich zu sein, während man hinter Kirberlains Fassade stets das Warme und Wohlwollende erkennen kann. Im Gesamten ist Provost ein warmherziges und lohnenswertes Portrait gelungen.

Die Bild- und Tonqualität der DVD ist gut. Die Bonusausstattung setzt sich aus sieben Trailern, einer Bildergalerie (1 min.) und einem 33-minütigem Making-Of zusammen, welches aber nur in französischer Sprache ohne Untertitel vorhanden ist. Das ist schade, da es so den meisten deutschen Zuschauern einen genaueren Einblick verwehrt.

Fazit: Der Film „Violette“ ist handwerklich ansehnliches und gut erzähltes Kino. Die dargestellten Lebensjahre Leducs sind hervorragend eingefangen und geben ein Gefühl für die Person und die Zeit wieder. Vor allem die Besetzung mit Emmanuelle Devos verleiht dem Charakter die nötige Stärke und Tiefe.

by Doreen Matthei
Bilder © goodmovies / Koolfilm