Violent Cop (OmU) - DVD

DVD Start: 18.03.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 102 min

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Inhalt

Der unorthodoxe Polizist Azuma soll den Mord an einem Drogendealer aufklären. Dabei entdeckt er, dass ein Kollege beschlagnahmte Drogen unter der Hand weiterverkauft. Als dieser ermordet wird, stellt sich Azuma dem ganzen Drogensyndikat zum Kampf auf Leben und Tod.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Kinotrailer

Video on demand - Violent Cop

DVD und Blu-ray | Violent Cop (OmU)

DVD
Violent Cop (OmU) Violent Cop (OmU)
DVD Start:
18.03.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 102 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Violent Cop (OmU)

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 4/10


Takeshi Kitano ist unbestritten eine der tragenden Säulen des modernen japanischen Kinos. Der Regisseur, Drehbuchautor und Darsteller ist im Land der aufgehenden Sonne nicht nur ein beliebter TV-Comedian, sondern steht vor allem für seine drastischen Gangsterstreifen. Aufgrund der Tatsache, dass die japanischen Filmfans Kitano in erster Linie komisch finden, macht das Multitalent aus der Not eine Tugend und legt seinen Charakteren nur wenige Worte in den Mund. So erhalten seine Filme einen lakonischen Grundton, den der Filmemacher immer wieder variiert. In seinem besten Film, dem meisterhaften Drama Hana-bi, nährt das Lakonische unermessliche Traurigkeit, in der unkonventionellen Komödie Kikujiros Sommer entsteht durch die Wortlosigkeit einige Situationskomik. In seinen Gangsterfilmen wird immer nur das Nötigste gesagt, im Zweifelsfall wird gehandelt, nicht geredet.

So auch in Violent Cop, der ersten Regiearbeit von Kitano. Schon hier ist der minimalistische Stil des Filmemachers ersichtlich, der dessen spätere Arbeiten prägen sollte. Die Kamera ist starr und die Schnitte beschränken sich auf ein Minimum. So spartanisch wie die Inszenierung ist auch die Optik, die Kulissen sind karg und eintönig. Dies wäre nicht weiter schlimm, wenn das Drehbuch gut wäre. Doch die Geschichte um einen Polizisten, der beschließt, nach eigenen Regeln zu spielen, ist nicht nur recht unoriginell, sondern kann auch im weiteren Verlauf keine Akzente setzen. Violent Cop wirkt wie ein Remake von Dirty Harry und lebt wie auch dieser einzig durch seinen Hauptdarsteller. Kitano besitzt trotz seines (vor allem im Vergleich zum 1,95 m Schlacks Clint Eastwood) gedrungenen Körpers eine enorme physische Präsenz, aus dem die Gewalt, einmal entfesselt, folgerichtig nur so herausbricht. Anders als in seinen gelungenen Werken wie Brother oder Hana-Bi vermag es das Script von Violent Cop nicht, die unnahbare Hülle der Figur zu durchdringen. Kitanos Charaktere umgibt immer eine Mauer des Schweigens, ihre Gefühle sind nie offensichtlich. Dennoch sind sie fassbar, was an der ganz eigenen Poesie seiner Filme, den kleinen Nuancen liegt. Diese fehlen jedoch in Violent Cop und machen aus dem Protagonisten einen eiskalten Killer, dem das Publikum kaum Sympathie entgegen bringen kann. Ohne diese Bindung zur Figur fällt die sperrige Inszenierung erst recht negativ ins Gewicht. Die Fatalität, die die Geschichte durchzieht, ist die einzige Ursache für die Grundspannung, denn die Inszenierung wirkt seltsam kalt und fade. Kitano hat noch keine filmischen Mittel gefunden, die aufgeladene Atmosphäre seiner späteren Filme zu erschaffen. Daher ist Violent Cop ein tumber Actionreißer, der durch sein langsames Tempo und die kühle Atmosphäre nicht zu unterhalten weiß und daher nur für Fans von Kitano interessant sein dürfte, die dessen Debüt als Regisseur erschließen wollen. Zumindest das musik- und wortlose Finale ist wunderbar und bietet einen Vorgeschmack auf die gelungenen Inszenierungen späterer Filme.

Die DVD von Rapid Eye Movies kommt mit solider Bildqualität daher und wartet mit dem Originalton auf, eine deutsche Tonspur ist nicht vorhanden, dafür aber mit gut gestalteten deutschen Untertiteln. Als Extras sind leider nur einige Trailer vorhanden.


by Tom Schünemann
Bilder © Alive AG




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