Victoria - DVD

DVD Start: 20.11.2015
FSK: ab 12 - Laufzeit: 135 min

Victoria DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Eine Stunde noch, dann neigt sich auch diese Nacht in Berlin wieder dem Ende zu. Vor einem Club lernt Victoria (Laia Costa), eine junge Frau aus Madrid, vier Berliner Jungs kennen – Sonne (Frederick Lau), Boxer (Franz Rogowski), Blinker (Burak Yigit) und Fuß (Max Mauff). Der Funke zwischen ihr und Sonne springt sofort über, aber Zeit füreinander haben die beiden nicht. Sonne und seine Kumpels haben noch etwas vor. Um eine Schuld zu begleichen, haben sie sich auf eine krumme Sache eingelassen. Als einer von ihnen unerwartet ausfällt, soll Victoria als Fahrerin einspringen. Was für sie wie ein großes Abenteuer beginnt, entwickelt sich zunächst zu einem verrückten euphorischen Tanz – und dann schnell zum Albtraum. Während der Tag langsam anbricht, geht es für Victoria und Sonne auf einmal um Alles oder Nichts... Absolute Giganten. Ein Freund von mir. Mitte Ende August. Wenn Sebastian Schipper Regie führt, kommen stets ebenso ungewöhnliche wie unmittelbare Filme heraus, die mitten ins Herz treffen und den Kopf arbeiten lassen. VICTORIA geht noch einen Schritt weiter: Hinter der atemlosen Thrillerhandlung verbirgt sich ein Filmprojekt, wie man es in Deutschland noch nicht erlebt hat: eine Reise ans Ende der Nacht in Realzeit, atemlos, authentisch, romantisch. Ein Film über eine Jugend, die mehr will. Über eine verrückte Liebe auf den ersten Blick. Über den wilden Herzschlag einer Großstadt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Senator Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Audiokommentar des Regisseurs, Interviews, Kameratest-Sequenz

DVD und Blu-ray | Victoria

DVD
Victoria Victoria
DVD Start:
20.11.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 135 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Victoria Victoria
Blu-ray Start:
20.11.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 140 min.

DVD Kritik - Victoria

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Bereits bei der diesjährigen Berlinale konnte Sebastian Schipper mit seinem Film „Victoria“ Begeisterungsstürme generieren und vielen galt ein Oscar-Gewinn als „Bester fremdsprachiger Film“ bereits als sicher. Dass „Victoria“ mit einer Vielzahl bürokratischer Probleme konfrontiert werden würde und eine Oscar-Teilnahme daher sehr unsicher ist, konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Doch einen Oscar hat der in nur einem einzigen Take gedrehte Film auch gar nicht nötig, da er sich durch seine formale Einzigartigkeit bereits jetzt einen festen Platz in der deutschen Filmgeschichte gesichert hat!

Als die junge Spanierin Victoria (Laia Costa) nach einem Clubbesuch in Berlin die Gang eines freundlichen jungen Mannes namens Sonne (Frederick Lau) kennenlernt, kann sie noch nicht ahnen, dass die Nacht dadurch eine schreckliche Wendung nehmen wird. Gemeinsam mit seinen Freunden Boxer (Franz Rogowski), Blinker (Burak Yigit) und Fuß (Max Mauff), steht Sonne in der Schuld eines gefährlichen Gangsters (André M. Hennicke) und muss einen riskanten Auftrag für diesen erledigen. Als einer der Jungs ausfällt, soll Victoria als Aushilfe einspringen. Da sich zwischen Sonne und ihr eine Romanze zu entwickeln beginnt, sagt sie sofort zu...

Unmittelbar vor der Sichtung von „Victoria“ hatte ich zugegebenermaßen mit einem eher mulmigen Gefühl zu kämpfen, da ich mir schlicht und einfach nicht vorstellen konnte, dass die Dialoge des Filmes gut funktionieren, wenn der ganze Film in einem Rutsch gedreht wurde. Erstaunlicherweise ist aber das genaue Gegenteil der Fall und die teils improvisierten Dialoge verströmen eine im Kino äußerst seltene Authentizität. Man folgt als Zuschauer der jugendlichen Gang durch die nächtlichen Straßen Berlins und fühlt sich aufgrund der hervorragenden Kameraarbeit (ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären) wie mittendrin im Geschehen. Dadurch entsteht schnell eine natürliche Nähe zu den Charakteren, die sich im letzten Filmdrittel und bei ansteigender Dramatik sehr bezahlt macht. Aus Gründen der Spoilergefahr möchte ich auf diese Entwicklungen an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Gesagt werden muss aber, dass es irgendwann zu einer Art thematischer Neuausrichtung des Filmes kommt und dass das Ende somit keineswegs vorausgeahnt werden kann. Bei einer abschließenden Bewertung von „Victoria“ sollte man etwas vorsichtig sein, da die grandiose Leistung auf formaler Ebene leicht über die eigentlich recht dünne Story hinwegtäuschen kann. Denn leider lässt die anfängliche Glaibhaftigkeit mit fortschreitender Spieldauer etwas nach, da sich die Ereignisse ab einem gewissen Punkt zu überschlagen beginnen. Das ist zwar durchaus spannend und toll umgesetzt, könnte einige Zuschauer jedoch stören. Allerdings handelt es sich hierbei um Kritik auf hohem Niveau, denn „Victoria“ gehört zweifelsohne zu den spannendsten und innovativsten Beiträgen, die das deutsche Kino je hervorgebracht hat!

Die DVD präsentiert den Film in einer hervorragenden technische Qualität, die den fieberhaften Bildern des nächtlichen Berlins erlauben, ihre rauschafte Wirkung vollends zu entfalten. Da die Hauptfigur kein Deutsch spricht, kommunizieren die Figuren weitestgehend über gebrochenes Englisch und als Zuschauer muss man ggf. fleißig Untertitel lesen. In Sachen Bonusmaterial macht die Disc eine sehr gute Figur und hat neben einem interessanten Audiokommentar des Regisseurs noch allerhand Interviews zu bieten.


Fazit:
Sebastian Schipper hat mit „Victoria“ einen ebenso spannenden wie formal beeindruckenden Film gedreht, der mit Sicherheit einen festen Platz im Kanon des jüngeren deutschen Kinos finden wird.
Pflichtprogramm!

by Jonas Hoppe
Bilder © Universum Film / Senator Film