Vice - DVD

DVD Start: 02.10.2015
FSK: ab 16 - Laufzeit: 92 min

Vice DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der dubiose Geschäftsmann Julian (Bruce Willis) hat ein lukratives Businesskonzept entwickelt: In VICE kann der zahlende Kunde nahezu alles machen, was er sich vorstellen und leisten kann. Cyborgs, die aussehen, denken und fühlen wie echte Menschen, werden eingesetzt, um jeden Kundenwunsch zu erfüllen. Um die Sicherheit in VICE zu gewährleisten, werden am Ende jeden Tages die Gedächtnisse aller Roboter wieder gelöscht. Als jedoch eines Tages, aufgrund eines technischen Fehlers, Kelly (Ambyr Childers) ihre Erinnerungen behält und fliehen kann, droht Julians illegales Geschäft aufzufliegen. Auf ihrer Flucht trifft Kelly auf den Polizisten Roy (Thomas Jane). Dieser ergreift die Chance mit Kellys Hilfe VICE und der dort herrschenden Gewalt endlich ein Ende zu setzen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / SquareOne Entertainemnt
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of

DVD und Blu-ray | Vice

DVD
Vice Vice
DVD Start:
02.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Vice Vice
Blu-ray Start:
02.10.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

DVD Kritik - Vice

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Emanzipation eines Roboters
Das englische Wort „Vice“ steht für „Laster“, „Fehler“ und „Unart“. Oft ist es auch ein Name der Abteilung für Sittendelikte der Polizei oder des Drogendezernates. Wenn nun ein Film diesen Begriff im Titel trägt, so eröffnet sich ihn ein sehr breites Feld von erzählerischen Möglichkeiten. Und in der Tat kann „Vice“ einige der Implikationen seines Titels unterbringen. Dabei ist er ein Science-Fiction-Action-Thriller der teilweise von seinen Grundprämissen her stark an den Klassiker „Westworld“ erinnert und mit Anleihen von Steven Spielbergs „A.I“ angereichert ist. In „Westworld“ ging es um einen Vergnügungspark in dem man seine Vorlieben ausleben konnte, da die Gegenüber Roboter waren. So war man im Stande Wildwestduelle durchzuführen und Roboter zu erschießen. Bis sich die Maschinenwesen auflehnten und die Besucher umbrachten. Ähnlich ist es nun hier in „Vice“. Es gibt ein Vergnügungspark in dem die Besucher ihre Gewaltfantasien ausleben und sich sexuell austoben können, denn die von den Handlungen Betroffenen sind künstliche Intelligenzen deren Erinnerungsspeicher jeden Tag gelöscht wird. Aber man ahnt es schon: bei einem Android geht mal was schief und er erlangt seine Erinnerung wieder.

Der weibliche Roboter, Kelly, kann fliehen, wird gejagt und entschließt sich zusammen mit einem Polizisten zurückzuschlagen. Inhaltlich klingt das sehr geradlinig, wobei gerade dieses hier schmerzlich vermisst wird. Man wollte einfach zu viel. Die Themen wie der Missbrauch von künstlichen Intelligenzen, die Bewusstwerdung der Maschinen, das Auseinanderdriften der Besucher bezüglich der Unterscheidung von Realität und Spielwelt werden alle nur sehr oberflächlich angerissen. So ist etwa die Abneigung des Cops gegenüber der Einrichtung begründet, weil eben die Besucher sich daran gewöhnen ihre Fantasien auszuleben, keine Konsequenzen erleben und diese dann auch gegen reale Menschen richten, aber das erklärt nicht seine Verbissenheit. Auch kommt der Emanzipationsaspekt des Roboters, immerhin weiblich, viel zu kurz und ist nur wieder auf die Hilfe anderer, natürlich von Männern, angewiesen. Am Ende ist die harte Action gegen den Schurken auch etwas überraschend, da sie eigentlich unbegründet ist. Vielleicht hätte man sich auf ein Thema konzentrieren sollen und auf einige Anspielungen etwa auf „Robocop“ verzichten können um wenigstens den Anschein einer Eigenständigkeit zu entwickeln. Viel schwerer wiegt allerdings die Tatsache, dass der Film recht lahm ist und gerade im Mittelteil sehr durchhängt. Dabei ist schon die Exposition nicht gerade dazu geeignet den Zuschauer zu packen. Zwar gibt es am Ende eine gute Actionszene und zwischendurch auch ein paar Schießereien, aber es versandet sehr viel. Und das die mit einem Upgrade zu einer Kampfmaschine gewordene Heldin dann mit der Action nichts zu tun hat ist schon fast symptomatisch für den Film, bei dem vieles einfach nirgendwo hinführt und alles nur mal kurz angerissen wird. Thomas Jane konnte bislang in manchen Filmen überzeugen, aber hier, mit einer unmöglichen Frisur versehen, scheint er eher einem schlechten Actionfilm aus den 1980ern entsprungen zu sein und ist nicht cool, sondern nervig. Bruce Willis als Schurke ist erfrischend, spult aber sein Programm ab und wirkt etwas unbeteiligt. Ambyr Childers hingegen ist recht gut und überzeugt als Roboter. Oder ist es noch die mangelnde Erfahrung, die hier durchscheint? Alles zusammen macht den Film recht vorhersehbar, da man viele Einzelzutaten schon sehr viel besser in anderen Streifen gesehen hat und somit gerät „Vice“ nur zum Durchschnitt.

Das Bild und der Ton sind gut, aber leider das Making Of als Extra nicht. Hier gibt es viel gegenseitiges Lob und die Vorstellung der Charaktere, der Handlung und wenig über die Tricks oder wie man an etwas heran gegangen ist. Halt ein einziger Werbecharakter. Trailer und eine Trailershow gibt es natürlich auch noch.


Fazit:
Man wollte zu viel und setzte das Ding zwar nicht in den Sand, fand aber keine klare Linie mehr und dümpelt im Durchschnitt umher.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film / SquareOne Entertainemnt