Verso - DVD

DVD Start: 23.09.2010
FSK: ab 18 - Laufzeit: 100 min

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Inhalt

Der Polizist Alex (Laurent Lucas) führt ein tristes leben. Seine Ex-Frau will nichts mehr von ihm wissen, und seine 16-jährige Tochter verachtet ihn. Ihm bleibt nur seine gefährliche Arbeit als Polizist. Eines Tages wird Alex von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt, als Victor (Carlos Léal) sein ehemaliger Kindheitsfreund und Ex-Mitarbeiter, nach einer schweren Tat aus dem Gefängnis kommt. Alex fürchtet Victors Rache, weil er gegen ihn ausgesagt hatte. Er beginnt, Victor zu bespitzeln, als der Verdacht aufkommt, dass dieser mit dem lokalen Drogenund Mafiaboss unter einer Decke steckt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KNM Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9
Bonusmaterial:
Making of, Originaltrailer

DVD und Blu-ray | Verso

DVD
Verso Verso
DVD Start:
23.09.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 100 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Verso Verso
Blu-ray Start:
23.09.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 100 min.

DVD Kritik - Verso

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 6/10


Ein hammerharter und gut gespielter Revenge - Krimi aus der sonst so friedfertigen Schweiz: Der Polizist Alex (Laurent Lucas) führt ein unheilbar desolates Dasein. Seine Ex-Frau hat in vor die Tür befördert, und selbst seine 16jährige Tochter will nichts mehr von ihm wissen. Was bleibt, ist seine gefährliche, wie auch unbefriedigende Arbeit, und wer tagtäglich mit Gewalt und Psychopathen zu tun hat, wandert selber irgendwann über den psychischen Hades. Aber damit noch lange nicht genug, Alex wird eines Tages von seiner unliebsamen und unerfreulichen Vergangenheit knallhart eingeholt. Sein ehemaliger Jugendfreund und Ex-Kollege Victor (Carlos Léal) wird nach einem Gewaltverbrechen aus dem Zuchthaus entlassen und Alex fürchtet um sein eigenes Leben. Er musste nämlich einstens gegen ihn aussagen. Deshalb beginnt er, Victor zu überwachen, umso intensier, als dieser mit dem örtlichen Mafiaboss gemeinsame Sache macht. Alex bekommt bald darauf die Folgen seiner prophylaktischen Bespitzelungen am eigenen Leibe zu spüren...

Der zweite Geniestreich des Regisseurs Xavier Ruiz, das Resultat ist ein stringenter und gradlinig inszenierter Rache-Krimi mit glaubwürdig agierenden Darstellern, die in dieser härteren Version des Film Policier glaubhaft agieren, wobei die Spannung überdies durch das polare Spannungsverhältnis der einstigen Freunde konsequent bis zum Ende durchgehalten wird. Alex und Viktor sind nämlich gar nicht so gegensätzlich strukturiert, beide favorisieren schnelle Autos und schöne Frauen, die hier wie im klassischen Film Noir stigmatisiert werden. Doch eine femme fatale macht beiden Chauvis am Ende einen überraschen dicken Strich durch die Rechnung. Gedreht wurde im mondänen Genf und im saturierten Luxembourg. Ruiz intendierte, seine Story in einem eher monetären Ambiente zu inszenieren, nicht nur wegen der beschaulichen Kulisse, sondern um die Dichotomie des tristen Cop-Jobs in wohlhabenden Kreisen zu erhellen. Der 1970 in Genf geborene Xavier RuizRuiz büffelte on 1992 bis 1994 an der ESRA (Ecole Supérieure de Réalisation Audiovisuelle) in der Seine-Metropole Paris. Schon in den 1990igern realisierte er Kurzfilme wie beispielsweise Perfect Day oder Le Talon d' Achille. Im Jahre 2004 produzierte Ruiz seinen ersten abendfüllenden Film namens Neutre, der von der europäischen Kritik begeistert angenommen wurde. Sein Markenzeichen sind stilisierte und rasante Gewalt-Szenarien in kühlen und kühl kalkulierten Bilder, die von allen Soßen der Harmonie entfettet sind. Das, was andere „Leben“ nennen, ist bei Ruiz reine Ansichtssache, für die es sich kaum zu leben lohnt.

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by Jean Lüdeke
Bilder © KNM Home Entertainment





DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Ein Polizistendrama das zu viel will
Mit „Verso“ kommt jetzt ein kleiner Exot auf DVD heraus, da dieser Thriller mit Actionelementen aus der Schweiz stammt. Und die Schweiz war bislang nicht unbedingt für Actionfilme und Thriller bekannt. Leider wird sich das mit diesem Film auch nicht ändern. Dabei sind durchaus gute Ansätze vorhanden. Hoch dramatische Aspekte verbinden sich in einem Krimi, der auch einige Actionelemente in sich birgt. So sind die Hauptfiguren Polizisten einer Spezialeinheit und müssen sehr gefährliche Aufträge wie zum Beispiel Geiselnahmen erledigen. Leider ist der Film so behäbig inszeniert, dass diese Elemente ziemlich, nun ja, verpuffen. Statt einem lauten Knall gibt es eher ein Plopp. Das könne man verschmerzen, wenn die Dramazutaten funktionieren. Aber leider, leider funktionieren die auch nicht so richtig. Das liegt diesmal aber vorrangig an den Darstellern. Vor allem der mittelmäßige Hauptdarsteller Laurent Lucas vermag die Rolle nicht auszufüllen und kann bei den sehr dramatischen Szenen nicht überzeugen. Er setzt einen Hundeblick auf und das war es. Von den anderen Darstellern kann man am freundlichsten sagen, dass sie nicht weiter störend auffallen. Die beste Partie ist noch Cloe Coulloud als drogensüchtige Filmtochter des Hauptcharakters. Dumm nur, dass sie ihr Gesicht zum größten Teil hinter ihren Haaren versteckt. Und die überraschenden Wendungen funktionieren auch nur zum Teil. Die ersten zwei hätten funktioniert, wenn die allerletzte nicht so vollkommen überflüssig und im Rückblick auch völlig unlogisch gewesen wäre. Durch diese Wendung wird fast die ganze innere Struktur des Filmes zunichte gemacht. Die innere Struktur wird aber auch durch andere Aspekte störend beeinflusst. So wählt der Regisseur Xavier Ruiz stellenweise nicht als solche erkenntliche Rückblenden, die nicht nur den Erzählfluss stören, sondern auch den Zuschauer verwirren, da er sie nicht deutlich chronologisch einzuordnen weiß. Vor allem die Rückblende, warum sich die beiden Hauptcharaktere vollkommen zerstritten haben, kommt um einiges zu spät im Film vor. Somit bremsen die Rückblenden den ganzen Film vielmehr aus, anstatt die Spannung zu erhöhen.

Der Ton und das Bild sind gut. Als Extras gibt es einen Trailer und ein Making Of. Dieses ist wie der Film: solide aber nicht sonderlich bemerkenswert.

Sehr gute Ansätze werden durch einen schwachen Hauptdarsteller und fehlerhaft eingesetzte Rückblenden ausgebremst. Schade, denn so hat man eine großartige Chance vertan und der Film bewegt sich nur noch auf mittelmäßigem Fernsehfilmniveau.

by Jons Marek Schiemann