Verräter wie wir - DVD

DVD Start: 17.11.2016
FSK: ab 16 - Laufzeit: 103 min

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Inhalt

Der Oxford-Dozent Perry (Ewan McGregor) verbringt mit seiner Frau, der Anwältin Gail (Naomie Harris), einen romantischen Urlaub unter Palmen in Marrakesch. Dort lernen die beiden den zwielichtigen Russen Dima (Stellan Skarsgård) kennen. Nach einer wilden Party offenbart Dima seinem neuen Freund Perry ein ernsthaftes Problem: Als Geldwäscher der russischen Mafia trachten ihm Killer nach dem Leben. Dima will nach England überlaufen – und der unauffällige Perry ist dafür die perfekte Tarnung. Als der britische Geheimagent Hector (Damian Lewis) auf den Plan tritt, geraten Gail und Perry zwischen die Fronten – und in eine Hetzjagd über Paris und London bis in die Schweizer Alpen, bei der am Ende niemand mehr dem anderen trauen kann.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Featurettes, Deleted Scenes; B-Roll; Making of

Video on demand - Verräter wie wir

DVD und Blu-ray | Verräter wie wir

DVD
Verräter wie wir Verräter wie wir
DVD Start:
17.11.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Verräter wie wir Verräter wie wir
Blu-ray Start:
17.11.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min.

DVD Kritik - Verräter wie wir

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Schattenwirtschaft
Es gibt vor allem eine Tatsache, welche die Romane von John Le Carré von anderen Spionageromanen abhebt. So steht bei ihm nicht die Action im Vordergrund wie etwa bei James Bond und den vielen Epigonen, sondern Le Carré beschreibt immer wie sehr die Bürokratie des Geheimdienstes ihre Auswirkungen auf die Menschen hat. Verräter wie wir SzenenbildIn der Abstraktion der internationalen Verwicklungen gehen die Individuen unter und in der paranoiden Bürokratie werden die Menschen aufgerieben.

Diese psychologische Seite dessen was die Geheimdiensttätigkeit mit den Akteuren macht und wie sie im System aufgerieben werden, führt zu einem unwiderstehlichen Sog. In der neuesten Romanverfilmung „Verräter wie wir“ ist das nur noch ansatzweise festzustellen. Das System Geheimdienst wird hier ausgeklammert und auch die Auswirkungen der Tätigkeit sind nur noch marginal vorhanden. Stattdessen werden zwei Zivilisten in ein undurchsichtiges Geflecht zwischen Geheimdienst, organisierten Verbrechen und Korruption geworfen. Dabei sind weniger die Auswirkungen interessant, sondern wie zwei Bürger mit der Situation fertig werden. Ohne jede Erfahrung in Hinsicht von Spionage oder kriminalistischer Tätigkeit, entsteht hier die Spannung eher dadurch, dass man sich fragt wie die Figuren auf die jeweilige Situation reagieren mögen. Wenn auch der Beginn etwas überkonstruiert erscheint, so wird es später doch gut begründet, da der Überläufer einfach keine Wahl hatte, da Ewan McGregor der einige Europäer in einem Restaurant war, der nicht zu der Entourage von Stellan Skarsgard gehörte. Zusammen mit Naomie Harris („Pirates of the Carribean“) und Damian Lewis („Homeland“) hat man da auch schon eine der größten Stärken des Filmes vor sich, denn die Schauspielerleistungen tragen den Film, der sich großer Actionszenen weitestgehend enthält. Abgesehen von zwei längeren Kampfszenen gibt es so gut wie keine Action und so fließt hier ein eher ruhiger Strom der sich Zeit für seine Abwicklung der Story nimmt. Da hilft es, dass es viele interessante Schauplätze gibt. Wer es spektakulär mag ist hier dementsprechend falsch. Verräter wie wir SzenenbildDer Stoff bezieht seinen Reiz aus den Figuren, der Story und den Darstellern und entwickelt so einen ruhigen Sog der trotz Vermeidung von Hektik und Tempo nie langweilig wird. Wenngleich man das Gefühl nicht los wird, das manche vielversprechende Aspekte nur gestreift werden.

Der Ton als auch das Bild sind sehr gut. Die Extras leider nicht. Es gibt zwei Featurettes mit eindeutigem Werbecharakter. Auch das Making Of ist eher ein längerer Trailer der durch Interviews unterbrochen wird. Es gibt eine einigermaßen interessante B-Roll, aber immerhin auch Deleted Scenes. Die leider nicht separat anwählbar sind, was auch dazu passt, dass die Einarbeitung der Untertitel bei den fremdsprachigen Dialogen misslungen ist. Es gibt viele Dialogpassagen auf Russisch oder Französisch, aber wenn man die Untertitel anwählt, hat man sie ständig, was stört oder hat gar keine, was manche Szenen dann unverständlich macht.


Fazit:
Ein ruhiger Spionagefilm, der seinen Reiz aus der Story und den Darstellern bezieht. Obwohl Action nur selten vorkommt, ist der Film doch nie langweilig da man sich fragt wie die Zivilisten mit der gefährlichen Situation umgehen werden.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Studiocanal Home Entertainment




Verräter wie wir - Trailer