Vergissmichnicht - DVD

DVD Start: 24.06.2011
FSK: ab 0 - Laufzeit: 89 min

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Inhalt

An Margarets 40. Geburtstag erscheint ein alter Notar an ihrem Arbeitsplatz, einer Pariser Konzernzentrale, und besteht darauf ihr einen Brief persönlich zu übergeben. Ungläubig muss Margaret feststellen: die Absenderin des Briefes war sie selbst.

33 Jahre zuvor übergibt ein junges Mädchen in einem kleinen südfranzösischen Dorf sieben Briefe an den Notar Mérignac. Dieser soll ihr die Briefe ab ihrem 40sten Geburtstag zustellen. Weil Margaret sieht, dass das Erwachsenwerden große Veränderungen bedeutet, will sie Vorsorge treffen, um an Dinge erinnert zu werden, die ihr als Kind wichtig waren. Der junge Notar nimmt den Auftrag ernst, kann seiner Neugierde aber nicht wiederstehen, liest die Briefe und versteht, dass dieser Auftrag der wichtigste seiner Laufbahn ist.

Margaret hat Karriere gemacht, was soll sie da mit den Fragen eines kleinen Mädchens, ob sie sich treu geblieben ist? Natürlich landen die Briefe zunächst in Margarets Papierkorb, und doch arbeiten die Fragen aus der Vergangenheit an ihr aktuelles Leben in ihr. Sieben Briefe wird Monsieur Mérignac in Margarets Auftrag überbringen. Von Brief zu Brief kehren Margarets Erinnerungen an ihre Kindheit zurück, an ihre Mutter, an ihren Bruder an den tragischen Abschied von ihrer ersten großen Liebe Philibert. Margaret erkennt, dass sie den Forderungen ihrer Kindheit einen Platz in ihrem Leben einräumen muss. Und so kommt es zur Rettung beider Margarets in letzter Minute.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Indigo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making-of, Dreharbeiten im Dorf, gestrichene Szenen (in franz. OV) Trailershow

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DVD und Blu-ray | Vergissmichnicht

DVD
Vergissmichnicht Vergissmichnicht
DVD Start:
24.06.2011
FSK: 0 - Laufzeit: 89 min.

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DVD Kritik - Vergissmichnicht

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Die erfolgreiche Managerin Margaret erhält an ihrem 40. Geburtstag ein Päckchen mit Briefen. Diese hat sie im Alter von sieben Jahren an sich selbst verfasst. Damals trug sie noch ihren richtigen Namen Marguerite und hatte gewisse Vorstellungen von ihrer Zukunft und dem Leben als erwachsene Frau. Jahre später muss sie jedoch erkennen, dass sich ihre Wünsche und Träume nicht erfüllt haben. Eine geistige Reise in die Vergangenheit beginnt...

Was aus den Wünschen der Kindheit eines Tages wird und welche Träumen sich im Laufe des Lebens verlieren, zeigt dieser Film auf eine ganz magische Art und Weise. Margaret ist mit ihren Lebens zufrieden. Eine erfolgreiche Führungsposition ermöglichst ihr den finanziellen Freiraum und die Liebe zu ihrem Kollegen Malcolm lässt sie in eine gemeinsame und rosige Zukunft blicken. Doch dann bekommt sie ihre eigenen Briefe und plötzlich hinterfragt sie alles. Die Vergangenheit mit dem Verschwinden des Vaters und den finanziellen Nöten der Familie, hatte sie längst verdrängt. Als nach 33 Jahren ihre neun Briefe ankommen, glaubt sie zunächst ihren Augen nicht. Erst nach und nach schafft sie es, sich auf die Vergangenheit zu konzentrieren und den Erinnerungen neuen Raum zu schaffen. Selbst der Notar Mérignac, den Marguerite als Kind aufsuchte, um ihm die Briefe anzuvertrauen und dafür zu sorgen, dass sie eines Tages auch zugestellt werden, scheint zunächst völlig unbekannt. Dieser hat jedoch im Laufe seines Lebens die Briefe der Siebenjährigen gelesen und diesem Auftrag größte Wichtigkeit eingeräumt. Am Ende seiner Kräfte übermittelt er die Briefe und sorgt dafür, dass Marguerite wie geplant, ihr Leben wieder neu ordnen kann.

Margarets Besinnung auf ihren Ursprung wird ins Handlungszentrum des Film gerückt. Dabei werden auch Leute mit einbezogen, die ihr Leben und damit ihre Entwicklung prägten. Der Regisseur und Drehbuchautor Yann Samuell betrachtet auch die Nebenfiguren unter einem besonderen Augenmerk. Jede Figur, die Margaret auf ihre Reise in die Vergangenheit trifft, hat einen bestimmten Symbolcharakter für sie. Der Notar agiert als Vaterfigur. Philibert symbolisiert die Liebe der Vergangenheit und Malcolm die gegenwärtige Liebe und die der Zukunft. Vergangenheit und Gegenwart werden dabei immer wieder miteinander vermischt.

Die animierten Collagen verleihen dem Film eine ganz eigene Magie und lassen benahe ein fremdes Universum entstehen. Die verspielte Kindheit wird dadurch verdeutlicht. Im Gegensatz dazu wirkt die Welt des Unternehmens und auch Marguerites Wohnung ernüchternd. Auch Marguerites Angewohnheit, sich mit bedeutenden Frauen zu vergleichen, ist eher kindlicher Natur. Das Prinzip der Identifikation mit anderen Figuren oder Menschen beginnt bereits in der Kindheit.

Die Bild- und Tonqualität des Films sind sehr gut. Der Sound harmoniert mit den gezeigten Bildern und verdeutlicht die Gefühlswelt der Hauptprotagonistin.

Fazit: Eine farbenfrohe Komödie mit ernsten Themen, die die Kindheitsträume der Vergangenheit hinterfragt und die Zukunft plötzlich unter anderen Gesichtspunkten wahrnehmen lässt.


by Sandy Kolbuch
Bilder © Indigo




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