Vendetta - Die Gangs von New Orleans - DVD

DVD Start: 09.12.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 113 min

Vendetta - Die Gangs von New Orleans DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

New Orleans 1890. Im Hafen der Stadt kommen Schiffe mit tausenden italienischen Einwanderern an, die vor der Hungersnot in das Land ihrer Träume geflüchtet sind. Über die Docks und die Märkte herrscht ein Landsmann von ihnen, Joseph Macheca. Sein Geschäftsimperium weckt die Gier des Baumwollhändlers James Houston. Der skrupellose Geschäftsmann schmiedet gemeinsam mit dem Bürgermeister ein tödliches Komplott. Als der Polizeichef erschossen wird, sollen die Italiener die Schuldigen sein. Folter, Erpressung, Falschaussagen - der Prozess ist ein abgekartetes Spiel und trotzdem: Die Geschworenen sprechen die neun Angeklagten frei. Dieses Urteil wird der aufgehetzte Mob niemals akzeptieren.

Nur ein Wort, aber eine ungeheuerliche Anschuldigung – Mafia. Wie eine korrupte Stadt den amerikanischen Traum italienischer Einwanderer in einen Albtraum verwandelte.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 3L Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
Trailershow

Video on demand - Vendetta - Die Gangs von New Orleans

DVD und Blu-ray | Vendetta - Die Gangs von New Orleans

DVD
Vendetta - Die Gangs von New Orleans Vendetta - Die Gangs von New Orleans
DVD Start:
09.12.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 113 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Vendetta - Die Gangs von New Orleans

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 5/10


Scorsese trifft Grisham
„Vendetta“ schildert wohl eine reale historische Begebenheit. Und die ist schockierend. Erzählt wird einer der größten Lynchmorde der amerikanischen Geschichte. Aus Rassismus wurden italienische Einwanderer diskriminiert und sollten in ihre Schranken verwiesen werden. Aus einem fadenscheinigen Grund werden mehrere Immigranten vor Gericht gestellt. Nachdem das Verfahren zugunsten der Angeklagten ausfällt, wird ein Mob mobilisiert. Der Film ist sehr gut gespielt. Christopher Walken gibt wieder einmal einen dämonischen Schurken, Bruce Davison überzeugt als engagierter Anwalt und auch die Nebenrollen sind hervorragend besetzt, wenngleich, abgesehen von Clancy Brown und Luke Askew, mit etwas unbekannteren Namen. „Vendetta“ ist zwar recht spannend, krankt aber etwas an den typischen Limitierungen, die ein Fernsehfilm hat. So wechseln die Kulissen nicht allzu häufig und gerade bei den Massenszenen wird deutlich, wie eng umrissen das Set und das Budget war. Wenn im Abspann behauptet wird, dass der Mob aus 20 000 Leuten bestand aber nur etwa dreißig zu sehen sind, so ist das schon ein bisschen peinlich. Der Film wurde bereits 1999 produziert. Also einige Zeit vor „Gangs of New York“. Eine gewisse Ähnlichkeit haben die beiden Filme durch ihr gleiches Thema: die Situation von Einwanderern und wie sie der Diskriminierung entgegen treten. Aber an das Meisterwerk „Gangs of New York“ kommt „Vendetta“ nicht heran. Ein Grund dafür sind die Limitierungen als TV-Film. Ein anderer besteht darin, dass die Gerichtsszenen und die Ermittlungen des Anwalts viel Zeit in Anspruch nehmen. Diese Szenen nehmen nicht nur das Tempo raus, sondern entdramatisieren auch die dramatischen Situationen. Das Gerichtsverfahren ist zwar eine Farce und sehr empörend, aber das der Film hier ein bisschen das Genre wechselt und sich in einen John Grisham Roman verwandelt, tut dem Film nicht gut. Fans von Grisham werden sich freuen, Fans von „Gangs of New York“ werden sich ärgern. Trotzdem ist der Film gelungen wenn er zeigt, wie sich der amerikanische Traum in einen amerikanischen Alptraum verwandelt. Gier, Rassismus, Hysterie und Angst gehen eine unheilvolle Verbindung ein und lässt einige Szenen in Hinblick auf das Verhalten gegenüber Moslems nach dem 11. September schon fast prophetisch erscheinen.

Leider liegen hier keine Extras vor. Eine Dokumentation wäre schön gewesen, welche die Situation der Immigranten geschildert hätte oder die realen Hintergründe beleuchtet. Der Ton ist etwas leise und das Bild in den Hintergründen etwas unscharf.

Der Film hätte ein sehr gutes historisches Drama oder ein Actionfilm werden können. Leider lässt er dem empörenden Gerichtsverfahren sehr viel Raum und wird dadurch teilweise zu einem Grisham Roman im historischen Gewand. Dadurch fällt er auseinander und verliert an Tempo und Dramatik. Trotzdem ist er sehr aufwühlend.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © 3L Film