Vendetta - Alles was ihm blieb war Rache - DVD

DVD Start: 13.11.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 90 min

Vendetta - Alles was ihm blieb war Rache DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die Leben von zwei Fremden, dem Vorarbeiter Roman Melnyk (Arnold Schwarzenegger) und dem Fluglotsen Jacob Bonanos (Scoot McNairy), werden nach einem verheerenden Flugzeugzusammenstoß untrennbar miteinander verbunden. Während Jacobs Dienst ereignet sich der folgenschwere Fehler, der schließlich zur schrecklichen Katastrophe führt, bei der alle Passagiere sterben, darunter auch Romans Frau und schwangere Tochter. Jacob und Roman bleiben traumatisiert zurück und jeder für sich versucht mit den Geschehnissen umzugehen. Doch es beginnt ein Kreislauf von Schuld und Rache, der eine zerstörerische Dynamik entwickelt. Wie viele Opfer wird diese Katastrophe noch fordern?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Featurette, Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Vendetta - Alles was ihm blieb war Rache

DVD
Vendetta - Alles was ihm blieb war Rache Vendetta - Alles was ihm blieb war Rache
DVD Start:
13.11.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Vendetta - Alles was ihm blieb war Rache Vendetta - Alles was ihm blieb war Rache
Blu-ray Start:
13.11.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

DVD Kritik - Vendetta - Alles was ihm blieb war Rache

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 4/10
Ton: | 7/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Etikettenschwindel
Alternde Actionhelden haben es nicht leicht. Natürlich können sie nicht ewig ihre Actionfilme drehen. Auf Dauer macht der Körper nämlich nicht mehr mit und es kann schnell lächerlich wirken, da das Alter der Darsteller die Stunts unglaubwürdig werden lässt. Wenn sie kein anderes Standbein haben, so fristen sie ihr Arbeitsleben in billigen Direct-to-DVD Filmen. Bei manchen war es damals schon absehbar. Jean-Claude Van Damme, Dolph Lundgren und Steven Seagal etwa waren immer schon in billigen Filmchen aufgetreten, die damals zwar einer Zeit lang der Mode entsprachen und durchaus auch phasenweise im Kino Erfolg hatten. Aber Mitte der Neunziger war ihr Zenit überschritten und sie sind abgetaucht. Tragischer ist das bei den wirklich großen Stars. Bruce Willis etwa dreht fast nur noch für den DVD-Markt und lässt sich oft in Nebenrollen für zweitklassige Streifen einsetzen. Dabei hat er mehr drauf, ist aber im Kino nicht mehr präsent. Das betrifft auch Nicolas Cage, der erst spät zum Actionhelden wurde und zunächst als Charakterschauspieler bekannt war. Bei ihm sind es wohl falsche Karriereentscheidungen die zu dem bedauerlichen Karriereknick führten.

Arnold Schwarzenegger in Vendetta - Alles was ihm blieb war Rache
Arnold Schwarzenegger in Vendetta - Alles was ihm blieb war Rache © KSM GmbH
Arnold Schwarzenegger steht da auf der Kippe. Der gute Mann wurde dieses Jahr immerhin 70 Jahre alt. Natürlich kann er nicht mehr so gut in Actionfilmen agieren. Es gibt selbstverständlich Ausnahmen wie der letzte „Terminator“ und auch „Sabotage“ und „Last Stand“ waren sehenswert. Schwarzenegger sucht aber neue Herausforderungen. Nach seinen Flops in dem Bereich der Komödie versucht er sich nun verstärkt in dem Bereich des Dramas, was alte Fans irritieren dürfte und die Filmfirmen vor ein Vermarktungsproblem stellt. „Vendetta“ ist etwa reißerisch als Rache-Thriller angekündigt, was aber falsch ist. Vielmehr ist es ein waschechtes Drama über Schuld, Trauer und, ja sie kommt doch vor, Rache. Dabei ist der Verleihtitel schon falsch. Denn der Originaltitel lautet „Aftermath“ was vielmehr „Nachspiel“ bedeutet und nichts mit Rache zu tun hat. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit. Ein Fluglotse macht einen Fehler, der zum Absturz zweier Linienflugzeuge führt. Er wird von Trauer und Schuld zerfressen und versucht in sein Leben zurückzufinden. Arnold Schwarzenegger spielt einen Witwer dessen Frau und schwangere Tochter in einem der Flugzeuge saßen. In zwei parallel laufenden Handlungssträngen werden die beiden Männer verfolgt wie sie mit ihrer Situation versuchen zurechtzukommen und in das Leben zurückzufinden. Bis einer der beiden eine Kurzschlussreaktion hat und ein Kreislauf der Rache zu entstehen droht. Die Spirale der Gewalt und der Gegengewalt war schon oft ein Thema in Filmen die sehr viel reißerischer sind als etwa dieser hier. Aber hier geht es um die Schuld und Sühne. Der Fluglotse Jacob weiß um seinen Fehler und leidet darunter. Er ist ebenso traumatisiert wie die Angehörigen der Opfer. Schließlich war sein Fehler menschlich und keine böse Absicht. Roman, die Figur von Schwarzenegger, will eine Wiedergutmachung und beider Leben drohen vollends zerstört zu werden.

Die Absturzstelle
Die Absturzstelle © KSM GmbH
Fans von der Actionikone Schwarzenegger werden also enttäuscht sein. Arnie macht die Abkehr von dem Actiongenre auch insofern deutlich, da er mit bloßem Oberkörper auftritt. Er ist immer noch von eindrucksvoller Statur und besitzt Muskeln, aber das Alter sieht man. Er hat Fett angesetzt und die Muskeln sind weitaus weniger ausgeprägt. Allein durch diese „Oben ohne“-Aufnahmen zeigt er nicht nur Mut zur Demontage, sondern zeigt den Fans auch, dass die Zeit der Actionfilme vorbei ist. Überraschenderweise macht er in dem Drama durchaus eine gute Figur. Schon in „Maggie“ zeigte er den neuen Weg auf und konnte überzeugen, wobei der Film „Vendetta“ Schwarzenegger deutlich mehr abverlangt. Die Aufgabe löst er gut, da es ihm gelingt, dass der Star durchaus hinter der verkörperten Figur verschwindet. Und das macht einen guten Schauspieler aus. Man gönnt ihm einen Erfolg auf diesem Weg und das es ihm nicht so ergeht wie einigen Kollegen. Auch wenn dieses Drama in Deutschland gar nicht erst in die Kinos kam.

Roman (Arnold Schwarzenegger) trauert ums eine Familie
Roman (Arnold Schwarzenegger) trauert ums eine Familie © KSM GmbH
Das Bild ist bewusst blass gehalten, um den angestrebten Realismus nicht zu stören. Dadurch wirkt es aber auch nicht sonderlich scharf. Der Ton hingegen ist gut. Neben dem Trailer und einer Bildergalerie gibt es noch ein Featurette als Extra. Was aber recht typisch ist, denn der Regisseur und der Kameramann loben sich gegenseitig, die Darsteller, das Drehbuch und so weiter, weswegen das alles mehr Werbung ist.


Fazit:
Auch wenn der reißerische Titel und Schwarzenegger hier einen Actionfilm impliziert, so handelt es sich um ein Drama um Schuld und Sühne. Die einstige Actionikone macht da eine gute Figur und man kann den Schmerz nachvollziehen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © KSM GmbH