Vampyres - Lust auf Blut - DVD

DVD Start: 17.02.2017
FSK: ab 18 - Laufzeit: 78 min

Vampyres - Lust auf Blut DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Fran und Miriam sind zwei lesbische Vampire, die in Mittelengland auf einem alten Anwesen leben. Ihre Nahrungsquelle: Männer und Frauen auf der Durchreise. Sie schenken ihnen eine leidenschaftliche Nacht, um ihnen danach auf bestialische Weise das Leben zu nehmen.
Nachdem Fran für eines ihrer männlichen Opfer Gefühle entwickelt, gerät die Situation allmählich außer Kontrolle. Als dann drei neue Gäste auftauchen, nimmt das Unheil seinen Lauf ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Donau Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interview mit Caroline Munro

DVD und Blu-ray | Vampyres - Lust auf Blut

DVD
Vampyres - Lust auf Blut Vampyres - Lust auf Blut
DVD Start:
17.02.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 78 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Vampyres - Lust auf Blut Vampyres - Lust auf Blut
Blu-ray Start:
17.02.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 82 min.

DVD Kritik - Vampyres - Lust auf Blut

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 4/10


Saugende Frauen
Viele potentielle Zuschauer dürften zunächst über den Titel „Vampyres“ stolpern, da er einen vermeintlichen Schreibfehler besitzt. Aber das Wort „Vampire“ wurde früher im englischen durchaus so geschrieben. Zudem ist es eine kleine Hommage an den Stummfilmklassiker „Vampyr“ von Dreyer, was aber schon sehr vermessen ist. Aber das Cover ist auch recht ansprechend und so dürften manche zugreifen. Wem dann der Inhalt bekannt vorkommt, hat ein Faible für den Eurohorror der 1970er, denn „Vampyres“ ist ein Remake des gleichnamigen Filmes aus dem Jahre 1974. Fans dürften sich darüber freuen, dass hier durchaus die Atmosphäre der damaligen Horrorfilme getroffen worden ist. Aber wer sich in dem Bereich auskennt und ehrlich ist, der weiß, was für ein Trash damals hergestellt worden ist. So sind etwa die Filme von und mit Paul Naschy in manchen Kreisen Kult, aber eigentlich nur deswegen weil sie so schlecht sind, dass sie schon wieder gut sind. Jedenfalls machte der Eurohorror damals nicht nur deswegen von sich reden, weil die Beteiligten immer Europäer waren, sondern die Inhalte der Filme exploitativ waren. Sprich: es gab viel Sex und Gewalt.

In diese Kerbe schlägt auch das Remake. Wobei die Gewalt an sich nicht gerade provokativ ist und verhältnismäßig brav daherkommt. Erst gegen Ende wird es ein bisschen härter wenn es noch eine Folterszene gibt, welche aber inkonsequent inszeniert ist. Allein schon deswegen weil die Spannung eher durch die Androhung von Folter hergestellt wird, anstatt sie durchzuführen. Nicht nur deswegen ist auch das Remake reinster Trash. Es wird zwar versucht etwas Neues zu generieren indem manche Vampirmythen neu kombiniert werden. Gut, lesbische Vampire sind nichts Neues. Das gab es schon in der klassischen Erzählung „Carmilla“ von Joseph Sheridan Le Fanu aus dem Jahre 1872. Die lieferte die Blaupause für alle kommenden lesbischen Vampire. Auch gibt es hier Referenzen an die Fürstin Bathory die in dem Blut von Jungfrauen gebadet haben soll. Es gibt auch noch Hinweise auf die Entstehung des Romas „Frankenstein“ von Mary W. Shelley und „Der Vampir“ von John Polidori. Es hätte also ein guter postmoderner Vampirfilm werden können, wenn man nicht irgendwo das Drehbuch hätte liegen gelassen und ein solches zerfasertes Stückwerk abgeliefert hätte. Denn hier macht rein gar nichts Sinn. Warum etwa fährt ein Mann nicht einfach weg, sondern bleibt, um weiter der Gespiele der Vampirin zu sein? Warum liegen überall schwarze Rosen herum? Warum ist die Heldin die einzige welche angezogen bleibt? Zudem gibt es viele Anschlussfehler. So ist mal Nacht, dann wieder Tag, dann auf einmal wieder Nacht und ab und zu treten Figuren auf, die für die Handlung keine Relevanz haben und manchmal wohl einfach Symbolcharakter haben sollen. Auch das alle Darsteller ziemlich schlecht sind, schmälert das Vergnügen erheblich. Einzig die schöne und ausdrucksstarke Marta Flich lohnt sich anzuschauen, der Rest ist gepflegte Langeweile.

Das Bild ist okay, kann zwar im Gesamteindruck nicht sonderlich überzeugen, besitzt aber auch keine auffälligen Mängel. Der Ton ist ebenso im Mittelfeld anzusiedeln. Die Extras sind dagegen eher mau. Das Making Of bietet war einige sehr interessante Aspekte, besitzt aber keine klare Linie und springt etwas hin und her. Dann gibt es noch Standards wie Trailer, Teaser und eine Bildergalerie. Abgerundet wird das durch ein nichtssagendes Interview mit Caroline Munro welches geführt worden ist, noch bevor die Darstellerin überhaupt ihre Szenen gedreht hatte.


Fazit:
Das Remake des kultigen Eurohorrorfilms verbreitet gepflegte Langeweile, wenngleich die Atmosphäre der damaligen Filme gut getroffen wird. Aber das nicht vorhandene Drehbuch ist auffällig und nur die Hauptdarstellerin lohnt das ansehen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Donau Film