Upside Down - DVD

DVD Start: 16.01.2014
FSK: ab 12 - Laufzeit: 104 min

Upside Down DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Adam (Jim Sturgess) ist ein scheinbar normaler junger Mann, der bescheiden lebt und Tag für Tag versucht, über die Runden zu kommen. Doch er existiert in einem Universum jenseits unserer Vorstellungskraft. Adam ist leicht romantisch veranlagt und so hält er an der Erinnerung an ein Mädchen, das er einst als kleiner Junge getroffen hat, fest. Doch Eden (Kirsten Dunst) stammt aus einer anderen Welt - ein umgekehrter und wohlhabender Kosmos mit seiner eigenen Schwerkraft. Dieser liegt direkt über seiner eigenen Welt und ist unerreichbar für ihn. Und jeder Kontakt zu Eden ein Tabu, da der Kontakt zwischen den Bewohnern beider Erden von der Regierung strengstens untersagt ist. Doch als Adam eines Tages die erwachsene Eden im Fernsehen sieht, ist er entschlossen, sie zurück zu bekommen. Adam und Eden treffen sich heimlich wieder, aus einer kindlichen Liebelei entwickelt sich eine unerlaubte Liebe. Adam beschließt, irgendwie endgültig in Edens Welt zu gelangen. Und weder die Gesetze der Schwerkraft, noch die Gesetze der Welt können ihn aufhalten...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making-of
- Entfallene Szenen
- Storyboards & Visualizations
- B-Roll
- Interviews
- Deutscher und Original-Kinotrailer
- Wendecover

DVD und Blu-ray | Upside Down

DVD
Upside Down Upside Down
DVD Start:
16.01.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 104 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Upside Down Upside Down
Blu-ray Start:
16.01.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.
Upside Down (3D Blu-ray) Upside Down (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
16.01.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.

DVD Kritik - Upside Down

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Weltumspannende Liebe - Was für eine Idee! Darauf muss man erstmal kommen, dass wie in dem Science-Fiction-Film „Upside Down“ zwei Welten direkt übereinander liegen und sich konträr zueinander verhalten. Allein schon die Prämisse erlaubt es, mannigfaltige soziale, politische und kapitalismuskritische Facetten auszuloten. Die obere Welt, die reiche, in der die Schönen und Erfolgreichen wohnen ist ein Beispiel für die erste Welt, quasi die Industriestaaten, wohingegen die untere Welt stellvertretend für die Dritte Welt steht. Aber nicht nur das, sondern auch die Einwohner können, wenn man es denn soziologisch betrachtet, für die Arbeiterklasse stehen und die anderen für die Oberschicht. Aber egal welche Position oder Beobachterstellung man einnimmt, eines bleibt immer gleich: die eine Seite nutzt die andere gnadenlos aus und somit ist hier eindeutig eine Kapitalismuskritik am Werk, die sich in dieser Deutlichkeit ein amerikanischer Regisseur wohl kaum getraut hätte. Da merkt man deutlich, dass der Regisseur Juan Solanas aus Argentinien stammt. Schließlich ist sein Heimatland gerade in Bezug zu seiner Wahlheimat Frankreich ein Vertreter der Dritten Welt. Allerdings interessiert sich Solanas in seinem Film weniger für die sozialen und politischen Konnotationen seiner Idee, sondern erzählt eine Liebesgeschichte. Da gibt es zwar durchaus auch Action und Spannung, aber da vieles nur gestreift wird und es einzig um das Zusammenkommen der beiden Helden geht, ist das bisweilen etwas enttäuschend da die Ursprungsidee nicht komplett ausgereizt wird und manchmal sogar hemmungslos kitschig. Gerade wenn sich die Liebenden im Gegenlicht einer prallen Sonne küssen, bekommt das schon fast etwas mythologisch-religiöses, weil sie dann wie Engel aussehen (was man bei Kirsten Dunst ja noch verstehen kann). Liebe sprengt eben alle Grenzen und kann sogar Barrieren zwischen zwei Welten und Planeten überwinden. Ja, ja, ist gut, das dürfte romantischen Seelen schon immer gefallen haben und es ist ja auch schön zu sehen, aber irgendwie hätte man mehr aus der Idee machen können. Kann die Story nicht immer ganz überzeugen, indem sie einfach nur eine immerhin kreative Neuerung des Romeo-und-Julia-Themas liefert, so ist aber die Optik absolut berauschend. Beeindruckt bleibt man mit offenem Mund vor dem Bildschirm hängen und kann manchmal nicht glauben, was man da sieht. Vor allem auch in den Details gibt es so viele wunderschöne und außergewöhnliche Ideen, das man manchmal der eigentlichen Geschichte mit ihrer Naivität nicht ganz folgt, sondern eher in einen visuellen Rausch gerät. Aber ist das denn bei der Liebe eigentlich anders? Ist man da nicht auch in einem Rausch und der Verstand ausgeschaltet? Auf jeden Fall sollte man sich den Film zu Gemüte führen. Und endlich liegt mal ein Science-Fiction-Film vor, den man auch als Paar genießen kann.

Die Extras sind nicht nur vielfältig, sondern auch gelungen. Das Making Of ist zwar das übliche Eigenlob und das gegenseitige Hochjubeln, enthält aber erstaunlich wenig über die Tricks. Dieses ist dann eher in den ansonsten langweiligen B-Rolls zu sehen. Es kommt so gut wie nie vor, das die B-Rolls interessanter als das Making Of ist, aber hier schon. Die entfallenen Szenen sind leider nicht einzeln anwählbar, aber dafür gibt es mit dem Storyboard und der Prävisualisierung auch einige erläuterte Szenen, die gar nicht erst gefilmt worden sind, sondern hier anhand der Zeichnungen erläutert werden und warum sie nicht realisiert wurden. Interviews und der Trailer sowie eine Trailershow runden das ganze dann wie üblich ab.

Aus der genialen Ursprungsidee wurde nicht so viel gemacht wie gehofft, da vieles gegenüber der Liebesgeschichte zurücksteht. Optisch ist das alles aber äußerst berauschend und es gibt so viele außergewöhnliche Ideen, die man beim ersten Sehen bestimmt noch nicht alle entdeckt hat.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Concorde Home Entertainment