Unter dem Sand - DVD

DVD Start: 22.09.2016
FSK: ab 12 - Laufzeit: 97 min

Unter dem Sand DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

UNTER DEM SAND (AT) erzählt von einem der dunklen Kapitel der deutsch-dänischen Kriegsgeschichte: Weil Hitler und sein Führungsstab damit rechneten, dass die Alliierten ihren Gegenangriff über Dänemark einleiten würden, ließen sie die dänische Westküste nahezu komplett verminen. Insgesamt 2,2 Millionen Sprengsätze hatten die deutschen Besatzungstruppen am Nordseestrand vergraben, deren todbringende Gefahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs noch immer unter dem Sand lag. Jetzt waren es deutsche Kriegsgefangene, viele von ihnen minderjährige Jungen ohne Erfahrung, die zur Räumung der Strände eingesetzt wurden, zum Teil mit bloßen Händen. Dabei verloren Hunderte ihr Leben.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch/Dänisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Kinotrailer, Interviews

DVD und Blu-ray | Unter dem Sand

DVD
Unter dem Sand Unter dem Sand
DVD Start:
22.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Unter dem Sand Unter dem Sand
Blu-ray Start:
22.09.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.

DVD Kritik - Unter dem Sand

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Tödliche Strandspiele
Während des Zweiten Weltkrieges glaubten Hitler und sein Führungsstab, dass eine alliierte Invasion über Dänemark erfolgen würde. Auch wenn sie sich letztlich darin irrten, ließen sie die dänische Westküste mit insgesamt 2,2 Millionen Sprengsätzen verminen. Unter dem Sand SzenenbildAls der Krieg zu Ende war, wurden deutsche Kriegsgefangene dazu benutzt, um die Küste von den heimtückischen Minen zu befreien. Wobei ungefähr die Hälfte der Gefangenen ihr Leben ließ oder schwer verletzt worden waren. Da die dänische Regierung diese Gefangenen aber nicht offiziell als Kriegsgefangene deklarierte, sondern als „Freiwillige“ bezeichnete brauchten sie die Männer und Jungen nicht mit Nahrung und Ausrüstung zu versorgen. In dieser Vorgehensweise stellt das nicht nur ein dunkles Kapitel der deutsch-dänischen Geschichte dar, sondern ist auch fast in Vergessenheit geraten. Bis zu dem Film „Unter dem Sand“, der sich dieses historischen Themas annimmt und ein beeindruckendes Drama entwickelt. Dabei gelingt es der deutsch-dänischen Koproduktion unter der Regie von Martin Zandvliet eindringlich zu sein, ohne zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken oder in einem bombastischen Aufwand die Emotionen wecken zu wollen. Das würde auch an dem Thema vorbeigehen, denn hier geht es mehr darum, dass niemand rein gut oder böse ist, sondern wenn man sich mit jemand anderem beschäftigt, ihn auch verstehen und vielleicht zu schätzen weiß. So ergeht es hier dem dänischen Feldwebel der die Deutschen hasst, sich nun aber damit konfrontiert sieht, dass er keine harten Soldaten, sondern Jugendliche vor sich sieht, die in den letzten Kriegstagen zwangsrekrutiert worden waren und selten älter als 16 Jahre sind. So langsam entwickeln sich zwischen ihnen ein Verstehen und eine vorsichtige Form der Solidarität. Es ist aber gerade die Vielschichtigkeit und die Komplexität des Feldwebels, der übrigens hervorragend dargestellt wird von Roland Möller, welche hier eine Sogwirkung auslöst. Demgegenüber bleiben manche der Jungen etwas blass und einige gehen auch gar nicht über die bloße Staffage hinaus. Aber gerade die Szenen am Strand sind von einer ungeheuren Spannung. Da ist einerseits die schöne und wilde Natur, die sofort Urlaubsgefühle weckt, andererseits liegt in dieser Harmonie der Tod vergraben. Gerade die Szenen mit der Entschärfung sind packend. Man spürt die Angst der Soldaten, deren Nervosität und wenn es doch einmal zu einer Explosion kommt, sind die so wirkungsvoll und plötzlich in Szene gesetzt, dass sie einem aus dem Stuhl reißen. Was den Film aber so nachdrücklich und imposant macht, ist der nüchterne, ja schon fast dokumentarische Blick, der nah an die Figuren geht und ohne einen pädagogischen Zeigefinger auskommt. Unter dem Sand SzenenbildDas kommt dem entgegen da hier auch untersucht wird wie der Verlauf zwischen Wiedergutmachung und Rache aussieht. Es ist gerade diese Nüchternheit welche die Beiläufigkeit, ja die Plötzlichkeit, des Todes immer wieder unterstreicht und in der Zurückhaltung alles noch erschütternder macht.

Sowohl das Bild, abgesehen von einer kleinen Störung zumindest auf dem Pressescreener, als auch der Ton sind sehr gut. Das Behind the Scenes liefert nur Eindrücke vom Dreh. Dann gibt es auch noch Teaser und Trailer, aber das eigentlich interessante sind die Interviews in denen nicht nur die Darsteller, sondern auch der Regisseur und der Produzent zu Wort kommen und teils sehr interessante Aspekte beitragen können.


Fazit:
Ein zurückhaltend erzähltes Drama, welches aber gerade dadurch seine Kraft gewinnt und nachhaltig zu beeindrucken weiß, wobei gerade der Hauptdarsteller Roland Möller einen großen Teil beiträgt.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media




Unter dem Sand - Trailer