Unfriend - DVD

DVD Start: 23.06.2016
FSK: ab 16 - Laufzeit: 89 min

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Inhalt

Die beliebte Studentin Laura genießt das College-Leben, das sie gern auch mit ihren über 800 Freunden auf Facebook teilt. Aber als sie eines Tages die mysteriöse Freundschaftsanfrage der Außenseiterin Marina annimmt, gerät sie in den Bann eines schrecklichen Fluchs: Lauras engste Freunde sterben auf grausame Weise. Ihr selbst bleiben nur wenige Tage Zeit, um das Rätsel des geheimnisvollen Mädchens und ihres Facebookprofils zu lösen und den tödlichen Bann zu brechen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Warner Home Video
Tonformate:
Dolby Digital Surround 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making-of
- Trailer

DVD und Blu-ray | Unfriend

DVD
Unfriend Unfriend
DVD Start:
23.06.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Unfriend Unfriend
Blu-ray Start:
23.06.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

DVD Kritik - Unfriend

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Facebookhorror
In den letzten Jahren sind Horrorfilme die das Internet zum Thema machen, nicht gerade selten zu nennen. Erst vor kurzem etwa machte der „Unknown User“ die Kinos unsicher. Unfriend SzenenbildNun folgt mit „Unfriend“ ein weiterer Streifen, der durchaus interessante Ansätze besitzt. Zunächst entwickelt sich ein Drama welches das aktuelle Problem des Cybermobbings aufgreift und das Freundschaften meist nur noch virtuell existieren. Die Heldin, Laura, ist eine beliebte Studentin, die oft, ja sogar zu oft, im Internet unterwegs ist und nicht ohne ihr Smartphone und Laptop überleben kann. Eines Tages nimmt sie aus Mitleid eine Freundschaftsanfrage an und fühlt sich bald schon von dem geheimnisvollen und einsamen Mädchen gestalkt. Als Laura sie aus der Freundschaftsliste streicht, sie also als Unfriend bezeichnet, setzt sie Ereignisse in Gang die zu vielen Toten führen. Soweit kann man es noch als typischen Thriller bezeichnen, aber doch ist der Film reiner Horror, der in seinen Grundprinzipien an Filme wie „The Call“ oder „The Ring“ erinnert. So verläuft die Handlung auch sehr klassisch und ist so leider auch ziemlich abzusehen. Es gibt kaum Wendungen und die Handlungsschablonen des Genres werden bedient. Doch gibt es einige Aspekte, welche den Film vom Gros abheben und ihn besonders erscheinen lassen. So ist es durchaus gelungen, moderne Aspekte wie Internet, Computersprache, Facebook, etc. mit klassischen Elementen des Spuks, von Flüchen und sogar Okkultismus zu verbinden, wobei die Symbolik stark herausgearbeitet wird. Unfriend SzenenbildIm Mittelalter wurden von Hexen oft Spiegel benutzt, die ja auch als Zugang zur Seele galten und manchmal im Aberglauben was anderes zeigten als sie sollten. Auch wenn jetzt Spoileralarm geschrien werden sollte: Hier ist der Laptop der Spiegel und das ist nur eine logische Fortführung der Symbolik, denn in sozialen Netzwerken wie etwa Facebook offenbaren sich ja die Teilnehmer anderen und entblößen ihre Seele. In diesem Zusammenhang wird auch ein kritischer Blick, ohne sie zu verdammen, auf die sozialen Netzwerke geworfen, die nicht unbedingt wahre Freundschaften anzeigen, aber mittlerweile den sozialen Status definieren können. Je mehr Online-Freunde man hat, desto höher ist der Status, was zu der Qualität der Beziehungen aber nichts aussagt. So wird auch das Cyberstalking sehr logisch und stringent hier eingebaut und trägt wesentlich zum Horror bei. Dadurch wird auch ein tragischer Hintergrund nicht ausgespart und somit bekommt die Schurkin, wenn man sie denn so bezeichnen will, unerwartet viel Tiefe und Geheimnisvolles. Die Spannung wächst hier stetig und immer mehr wird das Unbehagen geschürt bis hin zu einigen Morden, die teilweise auch etwas eklig ausfallen. Aber eine richtige Gänsehaut wie bei „The Ring“ will nicht aufkommen, da dafür die Klaviatur des Grauens nicht deutlich herausgespielt wird und das Grundschema allzu bekannt ist. Unfriend SzenenbildImmerhin wird der vor allem jugendliche Zuschauer in seiner Realität abgeholt und dürfte manches wieder erkennen aber leider sind die Figuren viel zu klischeehaft ausgefallen, um wirklich mit ihnen mitfiebern zu können.

Sowohl das Bild als auch der Ton sind sehr gut. Leider enttäuscht das Making Of, da es im Grunde nur eine Inhaltsangabe und eine Charakterisierung der Figuren bietet, aber leider nichts zum gelungenen Look des Films erklärt.


Fazit:
Einige interessante Aspekte, eine stetig aufgebaute Spannung und ein paar Schocks gehören zu den Stärken des Filmes. Leider ist der Handlungsablauf an sich etwas vorhersehbar und die Figuren klischeehaft. Dennoch ein spannender Horrorfilm der mehr als einen Blick wert ist.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Warner Home Video